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2015 – Das Jahr der NEOS in der Brigittenau

Ein kurzer Rückblick über – manchmal nicht ganz ernst zu nehmende – Ereignisse und Erlebnisse

2015 war das Jahr, in dem die NEOS in der Brigittenau so richtig Fuß fassen konnten; war es doch ein Wahljahr und der Einzug ins „Bezirksparlament“ – in den Bezirksrat – ist gelungen. Anders formuliert: das Brigittenauer Bezirksparlament ist etwas bunter – etwas pinker, etwas mehr NEOS geworden.

Der Weg dorthin war jedoch durchaus vielseitig, wie auch Vielfalt im Programm von NEOS steht. Abwechslungsreich, anstrengend, unterhaltsam, arbeitsintensiv und für Politneulinge sehr spannend. Aber beginnen wir von vorne, was waren nun die Highlights 2015?

Die Brigittenauer NEOS bemühten sich schon in Zeiten vor dem Wahlkampf um einen guten Kontakt zur Brigittenauer Bevölkerung. Diverse Aktivitäten und Aktionen beginnend mit dem EU-Wahlkampf 2014 zeugen davon. Hervorzuheben ist dabei das wöchentliche „NEOS@frühstück“. Jeden Montag ab 8.30 Uhr (bis ca. 10.00 Uhr) wird die Woche mit NEOS begonnen. Ein guter Morgen ohne Sorgen. Besonders verwegene NEOS treffen sich dabei im Cafe Brigittenau (bei der U-Bahn-Station Jägerstraße) und besprechen die zurückliegende Woche, politische Highlights und zukünftige Aktivitäten. Trotz dieser etwas unchristlichen Beginnzeit finden sich immer überraschend viele Teilnehmer_innen bei diesen „NEOS@frühstück“ ein. Eine gute Gelegenheit auch für Interessent_innen und „neue Gesichter“ sich ein direktes (ungeschminktes bis unausgeschlafenes) Bild von den Brigittenauer NEOS und deren Zugang zur Politik zu machen. Das Wirken dieser Frühstücke geht dabei über die Bezirksgrenzen hinaus, da sich immer auch NEOS-Mitglieder und Sympathisant_innen aus anderen Bezirken und sogar aus Niederösterreich einfinden. Kritische Stimmen meinen auch, dass hier das Angelrevier der Bezirksrätin Heidemarie Zimmermann ist, um neue Mitglieder für NEOS zu ködern (begeistern). „Einmal in den Fängen von NEOS-Brigittenau, da kommt man schwer wieder los.“ Da können einige ein Lied davon singen. Warum auch, wenn es etwas Interessantes, Spannendes zu tun gibt, eine tolle Stimmung herrscht und sich wirklich jeder entsprechend seiner Zeit, seinen Interessen und Fähigkeiten einbringen kann.

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Und als ob 8.30 Uhr nicht schon zeitig genug wäre, treffen sich seit der Wien-Wahl im Oktober 2015 die beiden NEOS-Bezirksräte Erwin Krammer und Heidemarie Zimmermann nun schon um ½ 8 Uhr, um eine kurze „Klubsitzung“ für die Bezirksratsarbeit abzuhalten. Das ist echte politische Begeisterung!

Nun Ja, halten wir einmal fest, jeden Montag um 8.30 Uhr gibt es ein NEOS@frühstück in der Brigittenau.

Tipp: Einfach mal vorbeischauen, Kaffee oder Tee trinken, zuhören, mitreden …

Die nächste regelmäßige Veranstaltung der Brigittenauer NEOS fand und findet an jedem 20. des Monats statt.

„Am 20. im 20.“ ist schon fast eine Institution. Dabei geht es um ein monatliches Treffen der Brigittenauer NEOS (meist am Abend). Ausführliche sachliche Diskussionen zu Bezirksthemen, zu geplanten Aktionen sowie Infos aus dem Landesteam bestimmen die Themen – einfach politische Basisarbeit. Abwechselnd in jeweils einem anderen Gasthaus, Beisl, Kaffeehaus, Chinesen, Italiener … denn möglichst viele Gastronomiebetriebe sollen was vom Hunger und Durst der Brigittenauer NEOS haben. Mit der Zeit lernt man damit den Bezirk auch kulinarisch gut kennen. „Am 20 im 20.“ Finden sich regelmäßig auch NEOS-Promis, Nationalratsabgeordnete, Wiener Landtagsmitglieder, Vertreter des Landesteams … ein und berichten von ihrer politischen Arbeit in Wien und in Österreich.

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Halten wir fest: jeden 20. im Monat – NEOS-Brigittenau – Bezirkstreffen. Aktuelle Termine sind immer auf der website: https://wien.neos.eu/bezirk/20-brigittenau/ zu finden.

Tipp: Einfach mal vorbeischauen, gut essen und trinken, zuhören, mitreden …

Und dann gab es im Wahlkampfjahr 2015 noch jede Menge einmaliger Aktionen, die direkt oder indirekt mit der Gemeinderatswahl in Wien verbunden waren.

Eine Aktion ist aber besonders in Erinnerung geblieben – nennen wir sie mal „Der Container“. Container haben ja das Transportgeschäft revolutioniert; Millionen von ihnen sind täglich weltweit unterwegs, auf Schiffen, LKW´s, Bahn und sogar in Flugzeugen. Von China bis Amerika, von Rotterdam bis in den Wiener Hafen, von Shanghai bis Mistelbach; eigentlich nichts Gefährliches, sollte man meinen – zumindest im Rest der Welt, die Brigittenau mal ausgenommen. Aber der Reihe nach.

Wahlkampfzeit ist ja eine ganz besondere Zeit – ähnlich wie zur Balzzeit im Tierreich, versuchen alle die besten Plätze zu ergattern, um von möglichst vielen (Weibchen im Tierreich) gesehen und bestaunt zu werden. Ein Wahlstand da, ein Podium dort, eine Bühne hier usw. Dies hat natürlich in einem Rechtsstaat ordentlich und geordnet abzulaufen und somit sind politische Veranstaltungen – durchaus sinnvoll – anzumelden. Nun hatten die NEOS in Wien einen tollen pinken Wahlkampfcontainer und entsprechende Standplätze und –zeiten angemeldet. (Ja, so einen, wie er normalerweise für Transportzwecke bzw. auf Baustellen eingesetzt wird – nur eben etwas umgebaut und gemütlich als Wahlkampfcontainer ausgestattet).

In der Brigittenau war dafür der Wallensteinplatz vorgesehen und schon lange vor dem eigentlichen Event von Freitagmittag bis Montagnachmittag an einem Wochenende im August angemeldet. So weit so gut. Alles war auf Plan und der Container wurde Freitagfrüh angeliefert, aufgestellt und von den Brigittenauer NEOS „bespielt“. Interessierte Bürger_innen kamen, informierten sich, Kinder holten sich Luftballons, Gespräche entwickelten sich, Verbesserungen wurden diskutiert, die Bildungspetition unterschrieben usw. Alles paletti, gute Stimmung, toller Freitag. Unbemerkt für die NEOS blieb dabei, dass anscheinend nicht alle mit dem pinken Container und der „immensen“ Gefahr, die davon ausgeht, einverstanden waren. Fazit: Der Container müsse am Samstag eingezäunt (und dann in weiterer Folge sogar verhüllt) werden, denn am Nachmittag findet auf einem Teil des Wallensteinplatzes ein „Familienfest“ statt. Umgehend forderte der besorgte BV am Samstag dann auch das Amt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung an. Jedoch auch dieser Beamte erklärte die grundsätzliche Rechtmäßigkeit des Containers. Nach einigem hin und her, durchaus zur Belustigung des Publikums, wurde verfügt, dass der Container – wegen der Gefahr für die Kinder??? – mittels Bauzaun abgegrenzt und VERHÜLLT werden muss (damit sich niemand an dessen Anblick verletzten kann). Ja so kam es zur ersten Brigittenauer Verhüllungsaktion. Der Verhüllungskünstler Christo (z. B. Berliner Reichstag) hätte seine Freude daran gehabt.

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Da die Verhüllung jedoch nicht vollständig war und der pinke Container noch gut erkennbar war, entpuppte sich diese Aktion als wirkungsvoller Werbegag.

Wieder ganz anders die Situation am Sonntag – kein Familienfest mehr. Keine bauliche Maßnahme (Bauzaun) mehr, keine Verhüllung mehr. Was den pinken Container am Samstag so gefährlich machte, na ja, darüber kann jeder selbst nachdenken …

Aber auch der intensivste Wahlkampf – von dem es noch so manches Schmankerl zu erzählen gäbe, hat einmal ein Ende – bzw. eine Wahl. Der Wahlsonntag am 11. Oktober, spannend wie nie. An dessen Ende stand ein großartiger Erfolg der Wiener und der Brigittenauer NEOS. Einzug in den Wiener Gemeinderat und Einzug mit 2 Mandaten in den Brigittenauer Bezirksrat. Zwei von 56 – hier kommt eindeutig Qualität vor Quantität. Die zwei (Erwin Krammer und Heidemarie Zimmermann) haben sich so richtig viel vorgenommen. Anfragen und Anträge einbringen. Konsequent dranbleiben und sich kein X für ein U vormachen lassen.

Das wird ein richtig spannendes Jahr 2016. Und ich freue mich schon auf den nächsten Jahresrückblick, denn es wird vieles aus der Bezirkrats-Arbeit zu berichten sein. Also bis dann.