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Antrittsrede in der Bezirksvertretung Meidling

Unser offizieller Start in Meidling- Das war unsere Antrittsrede:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist sehr erfreulich, als 2. Rednerin des Abends noch auf Ihre Energie und Aufmerksamkeit hoffen zu dürfen, schade nur, die 2. Rednerin zu sein, weil man halt die zweitkleinste Fraktion ist. Wir – ich und mein Kollege Thomas Brödl- werden daran arbeiten, in Zukunft später zu reden.

Aber wir sind da! Ich freue mich sehr, heute hier stehen zu dürfen. Zuallererst möchten wir uns für die offene und kooperative Aufnahme in diesem Haus bedanken, die uns bisher widerfahren ist, denn dies ist nicht selbstverständlich, wir wissen das zu schätzen und sagen ein DANKE!

Wir sind hier, weil wir etwas ändern wollen. Ändern im Sinne von Gutes bewahren, verbessern, von transparenter machen, im Sinne von: Was tun wir heute, damit es morgen ein bisschen besser als heute ist.

Im Wahlkampf hieß es immer wieder, NEOS sind unbequem. Ich kann Sie beruhigen, ich will nicht nur des unbequem sein willens unbequem sein. Das ist nicht meins. Justamentstandpunkte oder inhaltsleere Formen interessieren mich nicht.
Für mich ist viel wichtiger, dass wir ein Versprechen eingegangen sind. Wir haben alle ein Versprechen gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern abgegeben. Nicht erst heute Abend sondern schon, als wir uns auf Listen aufstellen ließen und gewählt wurden. Es kann die Basis einer gedeihlichen Zusammenarbeit sein, dass wir alle dieses Versprechen als Basis unserer Berufung haben, dass uns bewusst ist, wer unser Auftraggeber ist, wem wir verpflichtet sind, wem wir Rechenschaft Schulden. Und, dass ist für mich keine Partei, kein organisatorischer Apparat, keine anonyme Wählerzahl, sondern nur die Menschen in Meidling, jeder einzelne, und meine eigene persönliche moralische Verpflichtung.

Und ich nehme Versprechen sehr ernst, Handschlagqualität ist mir als Mensch wichtig und daher auch in meiner politischen Arbeit. Wenn ich da dann unbequem sein muss, werde ich es sein.

Wir sind gewählt worden, weil sich Menschen etwas von uns erhoffen. Und ich bin überzeugt, sie erhoffen sich von uns allen das gleiche: dass es besser wird. Manche dieser Wünsche müssen und dürfen wir an den Gemeinderat weitergeben, aber vieles wird hier in unseren Händen im Bezirk liegen. Gar nicht vorrangig „politisch“ sondern viel mehr „menschlich“. Das ist unser Auftrag, das muss unser gemeinsames Ziel sein! Wir sind als verschiedene Parteien gewählt worden, aber letztendlich haben wir alle EINEN Auftrag: macht es besser für uns und nehmt unsere Anliegen ernst!
Mein Ziel ist, dass wir alle in 5 Jahren voll Stolz an unseren Wahlständen stehen, stolz auf dass, was wir weitergebracht haben, was jeder einzelne von uns dazu beigetragen hat, dass wir stolz auf 5 sinnvolle, produktive Jahre zurückblicken können, und nichts rechtfertigen müssen sondern auf Geschaffenes hinweisen können. Dass es –vielleicht auch manchmal nur in kleinen mühsamen konfliktreichen Schritten – sich verändert, wir zeigen, dass wir uns was trauen.

Mein Kollege Thomas Brödl und ich bringen viel Engagement und Wissen ein, was ihnen sicher nutzt, wir bringen viel Wissen und Engagement ein, was für die anderen sicher manchmal anstrengend sein wird. V.a. das ENGAGEMENT! Denn das heißt –übersetzt – zumeist ARBEIT, Und falls jetzt manche von ihnen sich, politisch und menschlich erfahren, im Stillen denken „vergeht auch noch“ – ich muss Sie enttäuschen. Ich lebe seit 50 Jahren mit diesem schweren Gendefekt des „Hinschauens“ und „Anpackens“ – das hält locker nochmal so lang ;-)

Wir würden gern in der kommenden Amtszeit mit Ihnen allen zusammen ein Meidlinger Mosaik machen. Nicht so statisch und gemalt wie auf dem August Fürst Hof am Meidlinger Platz mit seinen Makolita-Wappenbildern-nicht perfekt sondern ganz bunt und lebendig.

Wir sind nicht nur 58 Bezirksrats-Bezirksrätinnen- Steinchen. Meidling hat mehr als 92.000 „menschliche“ Mosaiksteinchen, die hier leben, und noch mehr, die hier arbeiten, einkaufen, umsteigen, ausgehen. Viele Steinchen zum Sammeln, Wenden, Sortieren, Einsetzen… Und das wichtigste ist doch, dass alle Steinchen DA sind. Am meisten fallen die auf, die fehlen. Dafür sind wir im Bezirk meiner Meinung nach da- hinzuschauen, woran es fehlt und Abhilfe zu schaffen. Das ist unser Auftrag. Und wenn dann alle Menschen hier mit ihren Anliegen und Bedürfnissen IHREN Platz haben, dann soll diese Buntheit ein tolles Mosaikbild
ergeben, -natürlich mit viel pink ;-)

Wir sind hier, um UNSEREN Beitrag dazu zu leisten!“

Ursula Gressenbauer, Klubvorsitzende20151207_Unser offizieller Start in Meidling-Foto