Wirtschaft und was noch…….?

14. September 2020

Beim Runden Tisch des Vereins #wiensfavoriten mit dem Titel “Die Zukunft für Favoritens Unternehmer und Geschäftsleute“, waren alle Fraktionen eingeladen. So wurde deutlich, wie unterschiedlich der Zugang zu dem Thema ist. Es stellt sich die Frage, ob es ausreicht auf derzeitige Missstände zu reagieren oder ob wir neue Konzepte brauchen, die themenübergreifend denken.

Vernetzung als Chance sehen
 

Beim Runden Tisch waren alle Fraktionen des Bezirksparlaments eingeladen, ihre Vorschläge und Ideen für eine Belebung der Wirtschaft im Bezirk rund um die Fußgängerzone zu präsentieren. Sehr rasch wurde deutlich, dass es zur Behebung der derzeitigen Situation ein vernetztes Denken über den Bereich Wirtschaft hinaus braucht.

NEOS Favoriten hat hier als einzige Fraktion einen zukunftsorientierten Blick und beschränkt sich nicht auf ein defizitorientiertes Denken. Wir haben sehr konkrete Vorschläge eingebracht, die auch in der Diskussion sehr positiv angenommen wurden, weil wir eben über den „Tellerrand“ hinausblicken. Darunter finden sich folgende Ideen:

  • ständiges „Open House“ in Geschäften und Betrieben für Jugendliche, mit Interesse am Lehrberuf. So wird rechtzeitig und niederschwellig Vertrauen und Kontakt aufgebaut. Diese Aktion wird in Kooperation mit der Polytechnischen Schule im Bezirk besonders wichtig sein. Ein gemeinsam entwickeltes LOGO, das sichtbar bei den Geschäften klebt und über Social Media verbreitet werden kann soll auf die Aktion aufmerksam machen.
  • Die Leerstände in der FUZO beleben. Einzelpersonen oder Gruppen sollen die Möglichkeit bekommen zu musizieren, auszustellen, nach dem Motto: „Wenn wir nicht hineinkönnen, dann spielen wir eben davor“. Damit kann ein Problembewusstsein dafür geschaffen werden, dass Leerstände nicht von der Politik per se verhindert werden können, sondern Ausdruck einer wirtschaftlichen Schieflage sind. 
  • Wir wollen einen „Wissensraum“ in einem leeren Geschäft einrichten, der vor allem die junge Generation neugierig auf Experimente und Naturwissenschaft machen soll und damit auch Berufsinteressen wecken kann.
  • Die Multikulturalität des Bezirks muss als Chance gesehen werden, immerhin wird diese ja auch im Bereich der Lokale und Geschäfte von allen Bevölkerungsgruppen des Bezirks sichtbar genutzt. Eine Lokal- und Geschäftsbroschüre nach Nationalitäten und Kulturen kann die Vielfalt zeigen.
  • Eine mehrsprachige Orientierungssäule für die Vielfalt der Marktstände am Viktor-Adler-Platz kann auf die nicht sofort sichtbaren Marktstände hinweisen. Dazu gehört eine Liberalisierung der Öffnungszeiten am Markt, angepasst an die Bedürfnisse der Bevölkerung.
  • Wie auch schon in der Bezirkszeitung berichtet, fordere ich einen „Langen Tisch der Kulturen“ an einem häufig frequentierten Platz in Favoriten, mit einem Text in all den Sprachen, die im Bezirk gesprochen werden.

#weilsnichtwurschtist, wie wir miteinander in Favoriten leben, ist das Motto für die Bezirksvertretungswahl 2020