Was bringt das Parkpickerl für Hietzing?

5. April 2022

Wer nach dem 1. März durch den Bezirk spaziert ist, dem wird der viele freie Platz in unseren Gassen und Straßen aufgefallen sein. Die Parkplatzsuche ist mit einem Schlag Geschichte, doch welche Möglichkeiten bietet der frei gewordene Platz?

Das Parkpickerl als Chance für Neues

Die Einführung des Parkpickerls in Hietzing mit 1. März 2022 führte zu einer deutlichen Veränderung in unserem Bezirk: Lästiges Parkplatzsuchen gehört nun der Vergangenheit an und die Auswahl an freien Parkplätzen ist groß. Ja, sogar zu groß, denn ganze Straßenzüge sind leer oder nur vereinzelt mit parkenden Autos besetzt. Der frei gewordene Platz kann nun anders genutzt werden. Wir zeigen auf, wie.

Schulvorplätze vergrößern und breitere Schulwege schaffen

Nicht alle Hietzinger Schulen sind mit einem großzügigen Vorplatz und breiten Schulwegen gesegnet. So führt beispielsweise der Schulweg der Schüler_innen der Schule Fichtnergasse zumeist von der Station der Straßenbahnlinie 10 zur Schule. Gerade dieser Abschnitt ist jedoch von besonders schmalen Gehsteigen gesäumt, welche sich nahezu als Nadelöhr bezeichnen lassen. Die geänderte Parksituation, welche Anfang März durch das Parkpickerl herbeigeführt wurde, führt zu deutlich mehr Freiraum in der Gasse und bietet die Chance auf Schaffung eines verbreiterten Gehsteigs oder gar einer Begegnungszone. 

Doch auch für die Schüler_innen der Volksschule Auhofstraße tun sich neue Möglichkeiten dank Parkpickerl auf: Direkt vor der Volksschule parken Autos und der Vorplatz ist ohnehin nicht üppig ausgefallen. Eine Vergrößerung des Vorplatzes wäre nun möglich, in dem drei bis vier Parkplätze "gestrichen" würden und stattdessen ein begrünter weitläufiger Vorplatz für unsere Kleinsten geschaffen wird. Sitzgelegenheiten, Sträucher und schattenspendende Bäume würden die Schüler_innen in der Früh Willkommen heißen und den Eltern Platz zum Warten bieten, wenn sie ihre Kinder abholen.

Die Schule Wenzgasse, die ihren Eingang in der Larochegasse hat, wird täglich von Tausend Schüler_innen besucht. Die Larochegasse wird beidseitig von Autos gesäumt, jedoch werden seit 1. März kaum mehr Autos in der Gasse abgestellt. Durch die Einführung einer Schulstraße könnten die Schüler_innen während der Stoßzeiten (zu Schulbeginn und -ende) nicht nur die schmalen Gehsteige benutzen, sondern auch auf der Fahrbahn zur Schule gehen. Dies hätte kaum Auswirkungen auf die parkenden Autos, weil nun genügend freie Parkplätze auch außerhalb des kurzen Straßenstücks zur Verfügung stehen.

Entsprechenden Antrag eingebracht

Wir haben vorab mit den anderen Fraktionen über unsere Ideen gesprochen und konnten SPÖ und Grüne als Antragsteller gewinnen. Zusammen mit ihnen haben wir am 16. März zur Bezirksvertretungssitzung den Antrag eingebracht und dieser wurde einstimmig angenommen. Nun wird der Antrag in der Kommission für Mobilität, Planung und Wirtschaft mit den Vertreter_innen des Magistrats und bei Ortsbegehungen auch mit den Schuldirektor_innen besprochen. Unter Einbeziehung vieler Interessen möchten wir so eine gute Lösung für alle Hietzinger_innen und vor allem für unsere Schüler_innen erwirken.