Gersthofer Platzl: eine Chance für Währing

20. September 2021

Nach einer langen Zeit der Diskussion und Planung konnte das neue Gersthofer Platzl am 11. September feierlich eingeweiht werden. Mithilfe engagierter Bürger_innen wurde aus einem Verkehrsknotenpunkt ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität.

Von Wunsch zum Plan

Nachdem sich alle Parteien der Bezirksvertretung Währing und unterschiedliche Initiativen in den vergangenen Jahren für eine Neugestaltung des Gersthofer Platzls ausgesprochen haben, war klar, dass sich endlich etwas tun muss, um die wenig zufriedenstellende Verkehrssituation zu verbessern. Auftakt für den jüngsten Prozess war die Gründung der Agendagruppe Lebenswertes Gersthof im Jahr 2017. Unter Einbeziehung von engagierten Anrainer_innen, Interessierten und Bezirkspolitiker_innen fanden zahlreiche Vor-Ort-Begehungen und offene Treffen statt. Im stetigen Austausch mit der Bezirksvertretung und den zuständigen Expert_innen der Magistratsabteilungen entstand langsam ein Plan für die Neugestaltung.

Die Grundlagen für alle weiteren Schritte, basierend auf den Wünschen und Ideen der teilnehmenden Bürger_innen, wurden im Leitbild festgelegt. Daran anschließend folgte ein breiter Beteiligungsprozess für alle Währinger_innen. Der Startschuss war das Ideenfest am Platzl vom 12. Oktober 2018, in weiterer Folge gab es einen Informationsabend im Pfarrzentrum Gersthof und eine von der Bezirksvertretung einberufene Bürger_innenversammlung. Neben dem Austausch mit den Bürger_innen gab es ebenso den regelmäßigen Dialog mit den Fraktionen der Bezirksvertretung. Die vorliegende Planung ist also der Abschluss eines mehrjährigen und breiten Beteiligungsprozesses.

Vom Plan zur Umsetzung

Als nächstes Problem für die Umsetzung stellte sich die Bezirksvertretung, genauer gesagt der Finanzausschuss des Bezirks heraus. Bei der ersten Abstimmung im Jänner 2020 gab es keine Zustimmung für das Projekt. Erst nach der Bezirksvertretungswahl 2020 konnte die Zustimmung und damit die letzte Hürde für die Neugestaltung genommen werden. Mit den Stimmen von NEOS und den Grünen wurde der Umbau, auf Basis der vorliegenden Pläne beschlossen. 

Für uns NEOS wurde damit der vorläufige Schlusspunkt unter ein umfangreiches, transparent geführtes sowie mit Zahlen und Simulationen hinterlegtes Beteiligungsprojekt gesetzt. Darum haben wir uns vor der Bezirksvertretungswahl 2020 für diese Neugestaltung ausgesprochen und befürworten es weiterhin, wie hier auch detailliert beschrieben.

Danke

An der erfolgreichen Umsetzung waren sehr viele Gremien, Fachabteilungen, Expert_innen, Aktivist_innen und natürlich Währingerinnen und Währinger beteiligt. Stellvertretend für viele möchten wir uns bei der Agenda Währing und im Besonderen der Gruppe Lebenswertes Gersthof bedanken. Auch mehrere Mitglieder von NEOS Währing haben sich in den letzten Jahren intensiv an dem Projekt beteiligt. Bei NEOS haben sich die Bezirksräte Christina Lanjus-Wellenburg und Birgit Cottogni regelmäßig und oft eingebracht. Unser ehemaliger Klubobmann Wilfried Lepuschitz hat das Projekt im Jahr 2019 übernommen und maßgeblich zur Umsetzung beigetragen.

Jetzt heißt es abwarten, bis die Bäume kommen und die Grünräume wachsen. Die Neugestaltung ist eine echte Chance für das Grätzl und für den gesamten Bezirk. Das Platzl hat jetzt die Chance von einem Verkehrsknotenpunkt zu einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität zu werden.  

Foto: © PID/Christian Fürthner