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Das Casino Zögernitz die Letzte

Viele offene Fragen und Christoph Chorherr erklärt uns, wie Flächenwidmungen in Wien funktionieren.

Die Umwidmung des Areals des Casino Zögernitz lässt seit mehreren Jahren die Wogen in Döbling hochgehen. Am Freitag wurde im Wiener Gemeinderat die Flächenwidmung von Rot und Grün beschlossen. Unser Absetzungsantrag wurde abgelehnt.

Über 5000 Unterschriften und 500 Stellungnahmen haben die Regierungsparteien nicht dazu bewogen, ihre Meinung zu überdenken. Mit einer Verdreifachung der Bebauungskubatur werden einzig die Interessen eines Einzelnen berücksichtigt, der noch dazu einen Umwidmungsgewinn in Millionenhöhe verzeichnen kann. Das widerspricht eigentlich zur Gänze dem offensiven Auftreten der Grünen gegen Miethaie und Spekulanten. Es werden Luxuswohnungen errichtet und das obwohl Döbling bereits viele Leerstände in diesem Wohnungssegment zu verzeichnen hat. Das Argument, Wohnraum schaffen zu müssen, ist in diesem Fall also nicht zulässig.

Der Bezirk (mit Stimmen von SPÖ, Grünen und 5 ÖVP) hat der Flächenwidmung ja mit knapper Mehrheit zugestimmt, allerdings immer unter der Bedingung, dass „zur Erhaltung und Sanierung des Casino Zögernitz mit dem Investor ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden soll… und die Sanierungs- und Nutzungsideen des denkmalgeschützten Gebäudes mit einer Grundbuchseintrag rechtlich abgesichert wird“.

Diese Bedingung wurde nicht erfüllt! Trotzdem wird umgewidmet!

Und Christoph Chorherr, Planungssprecher der Grünen, der auf den guten Willen des Investors vertraut, erklärte uns dann auch noch warum er so sicher sei, dass das Casino saniert werde, sinngemäß so:

„…..glauben Sie mir, in 2 Jahren wird das Casino pipifein hergerichtet sein und wissen Sie warum? ….der Investor hat noch weitere Projekte in der Stadt…mehr brauch ich nicht sagen, oder?“

Ich habe ihm geraten, in seinem Interesse wirklich nicht mehr zu sagen. Denn seine Aussagen sind so entlarvend! Er verheimlicht nicht mal, wie es läuft in dieser Stadt. Und die Grünen machen da mit! Nein, sie sind sogar die Hauptdarsteller!

Also ich will eine Stadt, in der Umwidmungen auf Rechtsstaatlichkeit und transparenten Entscheidungswegen passieren und nicht auf Druck, Freunderlwirtschaft und Packeleien!!!

Die Rolle der Grünen bleibt mir also rätselhaft. Nein, eigentlich weiß ich mittlerweile, dass sie schwer bedenklich ist.

Und übrigens: Kürzlich wurde bekannt, dass der private Investor des Casino Zögernitz im Jahr 2008 Geschäfte mit Mittelsmännern des Assad Clans in Wien machte. 2008 verkaufte die, in seinem Eigentum befindliche, East Real Immobilien GmbH ihre Firmenanteile an der Wagramerstraße 50 Projektentwickungs- ges.m.b.H. an die sog. Medox GmbH. Geschäftsführer ist dort jetzt Nader Kalai.

Gelenkt wird die Truppe um Nader Kalai von niemand geringerem als Rami Makhlouf, Cousin Bashar al-Assads und einer der Hauptverdächtigen rund um die Ermittlungen der Panama Papers. Dass die Finanzierung des Casinos über die Hypo Vorarlberg erfolgen soll, kann aber nur Zufall sein…

 

Die Presse: Wien: Gehört Assads Cousin die ehemalige „Buddha Bar“?

orf.at: Fragwürdige Kundenkartei