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dbz 5/2016: „Wahl des Bundespräsidenten – Die Parteien der Donaustadt und ihre Meinung zu den beiden Kandidaten“

Wenn man eine Karte von Wien mit Bezirkseinteilung je nach Wahlsieger einfärbt, dann fällt auf, dass man mit zwei Farben auskommt. Es liegen Van der Bellen (grün) und Hofer (blau) als Spitzenkandidaten voran. Dieses Wien-Ergebnis ist ident mit dem Österreich-Ergebnis. Weiters fällt auf, dass Frau Irmgard Griss, als wirklich unabhängige Kandidatin in Wien mehr Stimmen bekommen hat, als die Kandidaten von SPÖ und ÖVP zusammen.
Die Donaustadt, der größte Bezirk nach Wahlberechtigten und Fläche ist dem Lager mit der blauen Farbe zuzurechnen. Es fällt auf, das die Donaustadt gemeinsam mit Floridsdorf, Favoriten, Liesing, Simmering und Meidling, also den sogenannten Flächenbezirken, die FPÖ in Front sieht. Die einzelnen Fraktionen haben sich nicht nur in der Donaustadt die Frage zu stellen, warum ist hier die FPÖ vorne. Es sind gleichzeitig die Bezirke, die jetzt und auch in den nächsten Jahren am schnellsten wachsen werden. Man wird sich die Frage stellen müssen, was wurde unterlassen bzw. was ist zu tun, um nicht noch mehr Terrain zu verlieren. Wie groß ist der Anteil an Protestwählern? Was kann man tun, um Nichtwähler zu motivieren, wieder wählen zu gehen?
Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land wollen Veränderung. Sie haben genug vom Macht- und Stillstandskartell von SPÖ und ÖVP. Im zweiten Durchgang der Bundespräsidentschaftswahl stehen nun zwei Wege der Veränderung zur Wahl. NEOS bekennt sich klar zur Europäischen Integration, zu Weltoffenheit und zu einem neuen politischen Stil. Diese drei zentralen Anliegen teilen wir mit Alexander Van der Bellen.