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dbz 7/2016: „Arbeitsplätze für die Donaustadt – Jetzt die Unternehmen entlasten“

EPU´s (Ein-Personen-Unternehmen), Klein- und Mittelbetriebe haben in Wien einen schweren Stand. In der Donaustadt kommen zusätzliche Schwierigkeiten dazu. Am Beispiel Essling kann man das gut verfolgen. Gastronomiebetriebe, Supermärkte, Bank, Post und Handwerksbetriebe haben innerhalb kurzer Zeit geschlossen. Neuansiedlungen leben meist nicht lange und schließen wieder. Durch die Verkehrshölle entsteht eine Lärmbelastung, Gestank und ein CO2-Ausstoss, sodass ein gemütliches Verweilen unmöglich gemacht wird. Statt einer Ansiedlung neuer Unternehmer, um eine gesunde Durchmischung zu erreichen, verkommen diese ehemaligen Ortszentren zu Schlafstätten.

Viel zu hohe Lohnnebenkosten, Einführung der Registrierkassenpflicht, angekündigtes Rauchverbot in der Gastronomie, frustrieren zusätzlich unsere Betriebe. Die Pflichtversicherung bei der SVA bringt besonders die EPU´s und kleinen Betriebe in Schwierigkeiten. Hier wäre sicher angebracht, die Pflichtversicherung in eine Versicherungspflicht umzuwandeln. Unternehmer sind doch in der Lage, selbstständig Entscheidungen zu treffen, wo sie sich versichern lassen. Die Kammerumlage sollte man dringend abschaffen. Sie führt u.a. dazu, dass eine Flut von Gewerbescheinen eingeführt wurde. Für jeden Gewerbeschein ist eine Kammerumlage fällig. Es wird verständlich, wenn man sich die Zahlen ansieht. So fließen in Österreich jährlich 873 Millionen Euro in die Kassa der Wirtschaftskammer. 4.644 Mitarbeiter verursachen einen Personalaufwand von 338 Millionen Euro. Das Problem dabei, diese Funktionäre sind teuer und sie produzieren weitere Auflagen und Vorschriften, die den Unternehmern das Leben schwer machen.