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dbz 9/2016: „Die Donaustadt wächst und wächst, doch die medizinische Versorgung nimmt ab. Die Augenabteilung ist kein Einzelfall.“

Die Donaustadt wächst, gleichzeitig wird bei der Zahl der Kassenplätze für Praktische und Fachärzte nicht nachgezogen. Das heißt, dass immer mehr Patient_innen auf die stagnierende Zahl von niedergelassenen Ärzt_innen treffen. Das Resultat sind längere Wartezeiten für Patient_innen und mehr Arbeitsbelastung für die Ärzt_innen. Das ist für beide Seiten schlecht.

Das Abwandern der Augenabteilung im SMZ Ost ist eine empfindliche Einschränkung der Versorgung. In Transdanubien wird es dann gar keine Augenabteilung mehr geben, weil auch das im Bau befindliche KH Nord keine haben wird. Patient_innen müssen dann ins AKH oder ins KH Rudolfsstiftung fahren. Wenngleich die Ambulanz vor Ort bleibt, so wird es bei operativen Eingriffen notwendig sein, eine längere Reise in einen anderen Bezirk anzutreten. Die Augenambulanz arbeitet mit vielen Abteilungen zusammen. Besonders die Entbindungsabteilung würde unter einer Schließung leiden, da hier u. a. auch Risikoschwangerschaften betreut werden. Bis jetzt konnten bei Frühchen häufig auftretende Netzhauterkrankungen durch die ausgezeichnete und nahtlose Zusammenarbeit mit den Ärzt_innen beider Abteilungen behandelt werden. Diese Babys müssen dann durch die ganze Stadt transportiert werden oder unbehandelt bleiben.

Unser Vorschlag dazu: In Stadtentwicklungsgebieten muss ein Primärversorgungszentrum gebaut werden. Das sind diese Gruppenpraxen mit Fachärzt_innen, Praktischen Ärzt_innen, Sozialarbeiter_innen und anderen Gesundheitsexpert_innen die neben den Allgemeinmediziner-Praxen die grundsätzliche Versorgung übernehmen sollen. Das heißt: In der Seestadt oder dann im Forum Donaustadt könnte so ein Primärversorgungszentrum eingerichtet werden.