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Der Weg zur Gleichberechtigung – Eine vergebene Chance!

Mindestens 49 Tote und 53 Verletzte. Sieht man sich Herkunft und Alter der Opfer an, liest man einen Querschnitt durch die Gesellschaft. Es ist die grausame Bilanz eines Attentats, bei dem ein junger Mann schwer bewaffnet in den Nachtclub „Pulse“ in Orlando, Florida, USA eindringt und tötet. Der Grund für die Tat: Hass gegen Homosexuelle.

Das Attentat fand in der Nacht von Samstag auf Sonntag statt, genau eine Woche bevor in Wien die Regenbogenparade veranstaltet wird. Anlässlich dieser Parade ist das Amtshaus Hietzing für eine Woche mit der Regenbogenfahne beflaggt, einem Symbol für Akzeptanz und Sichtbarkeit von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender. Notwendig, weil diese es in unserer Gesellschaft immer noch besonders schwer haben und diskriminiert werden.

Wir haben als NEOS einen dringlichen Antrag vorgelegt diese Regenbogenfahne mit einem Trauerflor zu behängen. Grüne und SPÖ schlossen sich uns an und der Antrag wurde gemeinsam eingebracht.

In der Sitzung dann eine böse Überraschung: Nicht nur die FPÖ, sondern auch die Partei der Bezirksvorsteherin Silke Kobald, die ÖVP, stimmte gegen die Dringlichkeit des Antrages und verhinderte so eine Debatte zum Thema.

Warum die ÖVP dieses Thema, das in Wien sehr viele Menschen bewegt, als irrelevant erachtet, bleibt unerklärt. Würde es hier um 49 tote Christen gehen, hätte sie wahrscheinlich jedes Zeichen unterstützt.

Zeichen wurden zwei gesetzt:

Von der ÖVP ein klares gegen Gleichberechtigung und Akzeptanz Homosexueller.

Johannes Bachleitner (NEOS), Andrea Exler und Bakri Hallak (SPÖ) haben das Trauerflor trotzdem aufgehängt.

Sei mutiger!

 

Die Regenbogenfahne am Hietzinger Amtshaus mit Trauerflor.
Die Regenbogenfahne am Hietzinger Amtshaus mit Trauerflor.