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dbz 2/2016 – Stadterweiterungsgebiet Donaustadt – Mobilität in der Vergangenheit und in der Zukunft

Die Donaustadt ist „das Stadterweiterungsgebiet“ der Stadt Wien. Das sieht man an den zahllosen Baustellen, wo Wohnhäuser aus dem Boden gestampft werden. Es sind nicht nur die Großprojekte wie die Seestadt und die Dittelgasse in Aspern, oder die Berresgasse in Hirschstetten. Viele Projekte sind in Planung und bereits genehmigt, laufend werden Umwidmungen beantragt. Zusammengefasst kann man sagen, dass der Bezirk unaufhaltsam weiter wächst.

Das bedeutet, dass parallel auch die Bevölkerung zunimmt. Das bedeutet weiter, dass eine ausreichende Mobilität einzuplanen ist. Die neuen Herausforderungen sind gewaltig.

Wenn man am Morgen und am Abend in der Rushhour durch Essling, Aspern oder Hirschstetten fährt, so funktioniert das nur im Schritttempo. An der U-Bahn U1 und U2 gibt es während des Tages großräumig keine Parkplätze. Durch die Parkhäuser an der U-Bahn wird der Einpendler- und Durchzugsverkehr noch gefördert.

Verkehrswissenschaftler prognostizieren mit neuen Autobahnen eine weitere Steigerung des KFZ-Verkehrs. Man stellt sich die Frage, wie man die Pendler zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen kann. Wohl nur, indem man das Angebot erweitert, leistungsfähiger und schneller macht. Eine Straßenbahn nach Groß-Enzersdorf oder Schnell-Buslinien Richtung Deutsch-Wagram könnten da Abhilfe schaffen. Die Schnellbahn S80 wird kaum genutzt, obwohl eine entsprechende Trasse nach NÖ vorhanden ist. Sie könnte mit entsprechenden Intervallen eine ideale Verbindung über die Donau zu einer U-Bahn-Anbindung, sein. Wenn man die Autofahrer dazu bewegen will, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sind Parkhäuser außerhalb der Stadtgrenze erforderlich.

Wir könnten uns vorstellen, die Parkraumbewirtschaftung flächendeckend in ganz Wien einzuführen. Unser Vorschlag: Die Autofahrer des jeweiligen Wohnbezirkes erhalten das Parkpickerl kostenlos (gegen eine geringe Verwaltungsgebühr von max. € 15,00). Für Firmenautos im Außendienst braucht es eine eigene kostengünstige Lösung.