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dbz 3/2016: „Vielfalt mit Strahlkraft – die Künstlerszene der Donaustadt im Aufbruch“

Der 22. Bezirk entwickelt sich mit der Seestadt zwar bautechnisch kontinuierlich weiter, der Förderung sowie Vernetzung der Kunst- und Kulturszene vor Ort wurde bislang aber noch wenig Beachtung geschenkt. In der Stadt Wien konzentriert sich das kulturelle Angebot derzeit noch vorwiegend auf die inneren Bezirke. Es wäre daher wünschenswert, die Künstlerinnen und Künstler in den äußeren Bezirken wie der Donaustadt nicht nur in höherem Maß zu fördern, sondern auch Möglichkeiten der Kooperation und Kollaboration für sie zu schaffen. Der Ausbau von Ateliers könnte wesentlich zur kulturellen Entfaltung auf Grätzl- und Bezirksebene beitragen.

In einem derart stark wachsenden Bezirk, der schon jetzt größer als die Stadt Salzburg ist, findet man außer einer Kleinkunstbühne, einem Kabarett/Varietee, einem Kulturstadel und einer Kunstfabrik, kein Theater. Man stelle sich die Stadt Salzburg ohne seine Festspiele und Theater vor. Undenkbar. In der Donaustadt gibt es kein Bundes- und Landestheater bzw. Spielstätten um Aufführungen und Events nationaler und internationaler Bedeutung abzuhalten. Gemeinsam mit einer entsprechenden Gastronomie, wäre es nicht erforderlich, für jeden Kunstgenuss die Donau Richtung Innere Stadt zu überqueren.

Ein gemeinsamer Schulterschluss aller im Bezirksparlament vertretenen Fraktionen, könnte hier für die Donaustädter_innen Bewegung in dieses Thema bringen.