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Eine Umkehrschleife oder die unendliche Geschichte des 71ers nach Kaiserebersdorf

15.09.2016 Brenda Annerl

„Endlich haben wir eine fixe Zusage bekommen das [sic!] der 71er wieder bis nach Kaiserebersdorf fährt. Nächstes Jahr ist Baubeginn für die zweite Umkehrschleife die wir dafür brauchen.“, postete vor fast genau einem Jahr die „SPÖ Simmering Sektion 5“ auf Facebook und teilte damit den Ursprungspost der SPÖ Simmering in welchem die ehemalige Bezirksvorsteherin Eva-Maria Hatzl sich freute: „Versprochen und gehalten: Der 71er wird bis zur Zinnergasse fahren“

Soweit, so gut, eine Verdichtung des öffentlichen Verkehrsnetzes können auch wir nur befürworten. Vor allem fehlt nämlich eine Anbindung an die Schnellbahnstation Kaiserebersdorf, aber dazu kommen wir noch.

Ein Jahr ist vergangen, von einem Ausbau der Umkehrschleife ist nichts zu sehen. Für eine Verdichtung der Straßenbahnlinie ist weder Platz noch Notwendigkeit (heißt es), die neue Buslinie wird in ein Konzept eingearbeitet von dem niemand weiß wann es fertig ist, was darin enthalten sein wird und wann es fertig wird, geschweige denn wann es umgesetzt werden kann.

Die Art und Weise wie mit den BürgerInnen im Gebiet Leberberg umgegangen wird grenzt an einen schlechten Scherz. Ihnen wird unentwegt eine U3-Verlängerung zugesagt, versprochen, man nagelt Bürgermeister auf Versprechen fest, stellt sich mit einem U-Bahn Waggon auf Straßenfeste und lässt sich feiern dafür, dass man endlich die gelobte U-Bahn und damit ein bisschen mehr Infrastruktur an den Rand des Bezirks bringt.

Wir haben es satt ständig nur mit solchen Versprechungen abgespeist zu werden. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Rückgrat würde nicht schaden. Vor allem weil dieses Beispiel einmal mehr gezeigt hat, Wahlversprechen sind nichts als roter Nebel der sich nach den Wahlen ganz schnell wieder legt.

(Text: Christiane Körner)