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I ❤ NEOS@home

Bei meinem ersten Besuch in der NEOSphäre vor mehr als 2 Jahren hab ich von dieser Veranstaltungsart erfahren und war begeistert. JA, das wollte ich machen, meiner Familie, meinem Freundes- und Bekanntenkreis den Spirit dieser Bewegung nahebringen, der mich so schnell angesteckt hatte. Sie zum Mitmachen motivieren, ihnen schmackhaft machen, dass wir alle etwas tun können.
Als es dann um die Formulierung der Einladung ging, wurde ich kurz unsicher, immerhin war das ein ziemliches Outing – für eine Partei, für ein Engagement, zu politischen Positionen. Ich stellte mir dann auch einige besonders kritische Freunde als Gäste vor, hörte ihre Einwendungen und Zweifel, …. verschaffte mir einiges Unbehagen.
Aber dennoch, ich hab dann das rausgeschickt:

„Hallo, liebe Freundinnen und Freunde!
Vor einigen Wochen hab ich mich erstmal einer politischen Bewegung, den NEOS, als Mitglied angeschlossen. Dazu bewogen haben mich die Vielseitigkeit und Ernsthaftigkeit der Akteure und Mitglieder, ihr kreativer Ansatz, ihre frische Denkweise, der respektvolle Umgang anders Denkenden gegenüber, die einnehmende Atmosphäre und vor allem der andere Zugang zur Politik, den diese Gruppe vermittelt.

Wir dürfen uns nicht nur wünschen, dass manches anders wird. Es ist möglich und wir können dazu beitragen.
Mir geht meine eigene Frustriertheit und die allgemeine Jammerei über die politischen Zustände – Umstände – Missstände zunehmend auf die Nerven!
Wir können agieren statt resignieren.
Ich möchte Euch gerne auf die NEOS aufmerksam machen und Euch einladen, bei uns zu Hause in gewohnt entspannter Atmosphäre Akteure unserer Bewegung und ihre Vorhaben kennen zu lernen und sie zu befragen, Eure Ideen und politischen Vorstellungen einzubringen, zu diskutieren, zu hinterfragen, …“

Diesen Text habe ich aus meinem mail Archiv rauskopiert, jetzt wieder gelesen und empfinde heute noch genauso. Mein Gefühl war richtig, habe einen Weg zu einer anderen Art von Politik gefunden, passt alles immer noch. Heute würde ich allerdings schreiben: Wir dürfen uns nicht nur wünschen, dass vieles anders wird. Es ist möglich und
wir können und müssen dazu beitragen.

Unser Wohnzimmer hat sich dreimal mit politikverdrossenen Menschen gefüllt, einmal als politische Sonntagsjause, zweimal abends.
Und dann noch einmal in einer kleineren Frauenrunde speziell zu Europa.
Die Vorbereitung war nicht allzu schwierig, ein paar Brötchen wurden gern verdrückt, Wein, Sprudel oder/und Bier lösten die Zunge, halbwegs aufgeräumt sollte es sein. Die größte Herausforderung war die eigene Nervosität, der Anspruch, dass die Stimmung, die Diskussion und das Output gut sein mögen. Das hat sich auch beim vierten Mal nicht gelegt, ist aber auch der Kitzel und Garant fürs gute Gelingen!
Es braucht immer ein bisschen Mut. Auch von den Gästen, sich zu öffnen, denn politische Diskussionen zeigen doch sehr die persönlichen Grundeinstellungen der Menschen. Das war die aufregendste Erfahrung dieser Events – wir haben sehr viel voneinander erfahren.
Spannend war’s, gut ist es gegangen, vieles ist passiert – fast alle Teilnehmer_innen haben sich in weiterer Folge für NEOS interessiert und großteils auch gewählt, einige sind in Themengruppen, einige sind Förderer.
Daher: rein mit den Leuten in Eure Stuben, wir brauchen ihr know how und ihre Stimmungsbilder! Traut Euch: es macht Spaß!

Birgit Cottogni ist Mitglied des Landesteams, Bezirkskoordinatorin und Spitzenkandidatin im 18. Bezirk