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Keine Großevents im Augarten!

Trotz eines entsprechenden Resolutionsantrags im Bezirksparlament, der sich gegen Großveranstaltungen im Augarten wendet und der mehrheitlich u. a. mit den Stimmen von NEOS angenommen wurde, tut Minister Rupprechter genau das Gegenteil. Die dem Ministerium untergeordnete Dienststelle genehmigt im Augarten das diesjährige Wiener Erntedankfest, ein für 10. und 11. September angesetztes Großevent.

Es ist für uns auch kein Zufall, dass ausgerechnet eine der ÖVP nahe stehende Organisation die Genehmigung für das erste Großevent im Augarten bekommt. Das ist ein klassischer Fall von Freunderlwirtschaft! Unsere Kritik gilt aber ausdrücklich nicht den Veranstaltern, sondern dem Lebensministerium.

Der Augarten wird von den Bewohner_innen im 2. und 20. Bezirk als auto- und eventfreier Erholungsraum sehr geschätzt. Durch die notwendigen Auf- und Abbauarbeiten wird der Augarten auch rund neun Tage lang blockiert sein. Für den Lieferverkehr werden die Zufahrten für Autos und LKWs geöffnet und neben der Lärmbelästigung kann es zu gefährlichen Situationen für Kinder und deren Begleitpersonen kommen.

Wir sind daher der Meinung, dass der Ort für derartige Veranstaltungen mit rund 200.000 Besucher_innen denkbar ungeeignet ist und schlagen eine Verlegung auf die Donauinsel oder den Rathausplatz vor.

Da die Umbauarbeiten am Heldenplatz voraussichtlich bis 2020 andauern, haben wir im April Herrn Mitterlehner und Herrn Rupprechter um Transparenz gebeten und um folgende Auskünfte ersucht:

  1. Wird das Erntedankfest nun jährlich im Augarten stattfinden?
  2. Wird es weitere Großveranstaltungen im Augarten geben?

Herr Mitterlehner erklärte sich als nicht zuständig. Herr Rupprechter hat uns bis dato nicht geantwortet und stellt somit demokratisch legitimierte Instrumente der Willensbekundung in Frage.