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Meine Brigittenau. Eine kleine Liebeserklärung – ganz persönlich.

Mein Name ist Petra Schittler und ich bin in der Marchfelstrasse gleich neben dem Engelsplatz aufgewachsen. Ich kandidiere für Neos in der Brigittenau. Ganz sachlich betrachtet, liegt der Bezirk zwischen Donau, Donaukanal und Augarten und bietet sowohl Nähe zur Innenstadt als auch ganz viel Erholung für den stressgeplagten Großstädter.

Persönlich betrachtet gibt es da schon einiges mehr zu erzählen. Meine Mutter ist schon hier im Bezirk, in der Pasettistrasse, gross geworden. Mein Vater kam aus der Josefsstadt. Wohl gemerkt nicht der 8. Bezirk, sondern ganz liebevoll die Josefsstadt genannt. Und ich, ich komme eben aus der Brigittenau und nicht einfach nur aus dem 20. Wiener Gemeindebezirk. Meine Eltern hatten in unserer Kindheit die Vorzüge der Brigittenau hochgelobt: Wie schnell man im Zentrum von hier aus wäre. Die tolle Verkehrsanbindung und es war wohl damals auch ganz wichtig, dass man nicht über der Brücke wohnen würde, wegen des allmorgendlichen Verkehrs. Vor allem hatte mein Vater den hohen Erholungsfaktor immer hervorgehoben: „Dass man mit dem Rad gleich auf der Donauinsel ist und dann diese tolle Luft, einmalig.“ Er als überzeugter Großstädter empfand die Brigittenau wie andere den Attersee.

Es zog mich trotzdem erstmal hinaus in die grosse weite Welt. Nach Frankreich und Deutschland, dann nach Mexiko und zuletzt auch noch nach Kalifornieren – San Francisco um genau zu sein. 15 Jahre lang lebte und arbeitete ich als Weltenbummlerin bis ich mich am Ende dann doch  dazu entschied, wieder zurück zu kommen, nach Wien – zurück in meine Stadt.
Viele meiner Bekannten und Freunde im Ausland, die ich auf meinen Reisen kennengelernt habe, kennen natürlich Wien oder haben gar selbst schon hier einmal gelebt. Oft im 6. oder 7. Bezirk. Ja, der Naschmarkt ist Kult oder im 8. bzw. 9. Bezirk – sehr beliebt, wenn man es sich leisten kann oder möchte. Und da gibt es noch diejenigen, die es sogar im 1. Bezirk versucht hatten, wegen der schönen alten Gebäude.
Doch Wien hat sich verändert.  Die Stadt ist grösser geworden, bietet neben Tradition und Kultur auch viel Neues für junge Menschen. Sie ist multikulturell, sauber und sicher. Und was früher zur „Vorstadt“ zählte, ist längst schon Teil des „erweiterten Zentrums“ geworden. Also wo sollte ich mich nun nach meiner Rückkehr nach Wien niederlassen? Meine Entscheidung fiel schliesslich auf den 20. Bezirk, denn die  Brigittenau ist modern, vielseitig, verkehrsgünstig gelegen und hat noch immer diese tolle Luft, von der mein Vater vor Jahrzehnten schon schwärmte.

Heute wohne ich wieder in der Nähe des Engelsplatzes, da wo man vor 70 Jahren noch zahlen musste, wenn man sich auf eine der Bänke setzen wollte, um die schöne Bepflanzung mit Tulpen und Rosen zu begutachten. An an einem Samstag morgen, wenn ich das Fenster aufmache höre ich Vogelgezwitscher in den alten Baumbeständen des Platzes. Ich ziehe gerne meine Jogginschuhe an und laufe eine Runde auf der Donauinsel oder schnappe mir das Fahrrad um meine geliebten österreichischen Buchteln vom Bäcker am Augarten zu holen. Manches Mal jedoch, da mache ich mich schick, nehm die Bim und fahre zum Schwedenplatz um rauf zum Steffl zu spazieren. Dort suche ich mir dann ein nettes Lokal, trinke eine Melange und denke an meine lieben Bekannte und Freunde im Ausland und wie sie sich mein Leben in Wien so vorstellen würden. Am Karlsplatz angekommen, geht’s dann wieder in die Bim und zurück in den Bezirk meiner Wahl. Manche Dinge bleiben eben so gut, wie sie es schon immer waren…

Petra Schittler ist Kandidatin für die Bezirksvertretung im 20. Bezirk