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Unser Bildungsplan für Wien

Wien hat ein Bildungsproblem! Jeder weiß es – wir haben die Lösung. Mit diesen 6 Punkten machen wir Wien zur Hauptstadt der g’scheiten Kinder.

NEOS Bildungsplan für Wien

Wien bewirbt das aktuelle Schulsanierungspaket als „große Investitionen in die Qualität der Wiener Schulgebäude und in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler“. Die Wahrheit, die dahinter steckt: Es handelt sich nur um die minimale Umsetzung schon längst überfälliger Brandschutzmaßnahmen um die Schulgebäude auf feuerpolizeiliche Mindeststandards zu bringen – und trotzdem: Das Wiener Schulsystem brennt tatsächlich lichterloh!

Jeder weiß es – keiner tut was dagegen: Ein sozial bzw. vom Bildungshintergrund der Eltern benachteiligtes Umfeld ist für Kinder ein Klotz am Bein, vor allem auch wenn es um Bildung geht. Je höher das durchschnittliche Ausmaß der sozialen Benachteiligung einer Schule, desto schlechter  sind die durchschnittlichen Schulleistungen von Schüler_innen. Der sogenannte Index der sozialen Benachteiligung in Schulen zeichnet ein erschütterndes Bild in Wien: In der 4. Schulstufe ist er in 51 Prozent der Schulen hoch oder sehr hoch, in der 8. Schulstufe sind das immer noch 45 Prozent! Österreichweit liegt dieser Index bei 17 Prozent in der 4. Schulstufe  und bei 15 Prozent in der 8. Schulstufe. Wir sprechen in Wien also nicht mehr von einzelnen Brennpunktschulen, sondern von einem Flächenbrand im Bildungssystem!

 

Bundesländervergleich: Wien stinkt ab
30 Prozent aller Wiener Schüler_innen erreichen nach der vierten Schulstufe die Bildungsziele in Mathematik nicht. 57 Prozent aller Kinder, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben, erreichen die Bildungsstandards in Mathematik nicht. Das ist der letzte Platz im Bundesländervergleich. Und jedes fünfte Kind in Wien kann am Ende der Pflichtschule nicht sinnerfassend lesen. In keinem anderen Bundesland brechen so viele junge Menschen ihre Ausbildung ab, wie in Wien. Die meisten dieser jungen Menschen schicken wir direkt zum AMS.

 

Wiener Bildungspolitik ist gescheitert – wir brauchen einen Neustart
Das sind also die Ergebnisse des Wiener Bildungssystems, das Bürgermeister Häupl als Musterbeispiel für Österreich herannehmen will – das ist eine gefährliche Drohung! Bildung in Wien braucht einen echten Neustart. Wien braucht eine Bildungspolitik, die nicht nur PR-Pflaster auf klaffende Wunden klebt (Gratis-Nachhilfe), sondern endlich die Voraussetzungen schafft, um allen Kindern dieser Stadt echte Zukunftschancen zu ermöglichen. Das steckt hinter dem Slogan „G´scheite Kinder statt g´stopfte Politiker“, dafür kämpfen wir. Dafür begehren wir auf. Wir wollen die Verantwortung für einen echten Neustart in der Bildung übernehmen.

 

 

Unser Plan für Bildung: 6 Punkte für eine echte Bildungswende

  • Parteibücher raus aus den Schulen
  • Bildung von Anfang an
  • Mündige Schulen für unterschiedliche Herausforderungen
  • Für jedes Kind ein Bildungsabschluss
  • Freie Schulwahl ohne Schulgeld
  • G´scheite Kinder statt g´stopfte Politiker – mehr Geld für Bildung

 

Parteibücher raus aus den Schulen!
Grundvoraussetzung für einen Neustart in der Bildung ist es, das Parteibuch endgültig aus den Schulen zu verbannen. Immer noch werden Posten nach politischer Zugehörigkeit besetzt und auch die Verwaltung ist nichts als ein parteipolitischer Versorgungsapparat. Der Stadtschulrat wird vom Gemeinderat beschickt, die Präsidentin sagt von sich selbst, sie sei keine Expertin, sondern Politikerin. Der Stadtschulrat muss abgeschafft und in eine echte Bildungsserviceagentur umgewandelt werden, die die Herausforderungen in der Wiener Bildungslandschaft professionell managet.

 

Bildung von Anfang an!
Die Basis für einen erfolgreichen Bildungsweg wird bereits vor der Schule gelegt. Wir müssen daher bereits in die Kindergärten und -krippen investieren und diese als echte Bildungseinrichtungen begreifen. Dafür braucht es Qualitätsstandards, eine Weiterentwicklung der Ausbildung von Elementarpädagogen_innen auf Hochschulniveau und einen flexiblen Betreuungsschlüssel in elementarpädagogischen Einrichtungen, um Defizite in Sprache, Motorik und Sozialverhalten schon frühzeitig erfolgreich abbauen zu können. Das Betreuungsverhältnis muss insgesamt radikal verbessert werden, insbesondere bei den 1 bis 3-jährigen – dort muss auf drei Kinder zumindest ein Pädagoge/eine Pädagogin kommen.

 

Mündige Schulen für unterschiedliche Herausforderungen
Wien ist nicht Wien. Die Josefstadt ist nicht Favoriten. So unterschiedlich unsere Stadt ist, so verschieden sind die Herausforderungen, mit denen die Schulen konfrontiert sind. Wir müssen das von oben diktierte Korsett aufschnüren und die Schulen entfesseln. Niemand weiß besser, wie man diesen Herausforderungen begegnet, als die Schulen, die vor Ort mit ihnen konfrontiert sind. Deshalb brauchen wir autonome, mündige Schulen, die flexibel auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler eingehen können. Sei es durch spezielle Fördermaßnahmen, die Unterstützung von Sozialarbeitern oder zusätzliche Lehrer. Schulen brauchen daher finanzielle, personelle und pädagogisch/methodische Autonomie. Die Bildungsserviceagentur sorgt dabei  für einheitliche Standards und Bildungsziele und steht den Schulen beratend zur Seite.

 

Einen Bildungsabschluss für jedes Kind
So unterschiedlich die Schulen auch sein sollen – sie sollen ein gemeinsames Bildungsziel haben: Die Schülerinnen und Schüler brauchen einen hochwertigen Abschluss am Ende der neunten Schulstufe – die mittlere Reife. Diese mittlere Reife sichert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, eine weiterführende Schule zu besuchen oder eine hochwertige Berufsausbildung zu beginnen. Im Vorfeld erhalten die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern  auch eine laufende professionelle Bildungsberatung, insbesondere an den Schnittstellen nach der Volksschule und nach der Sekundarstufe. Schnittstellen im Bildungsleben sollen zu Nahtstellen werden, dafür sorgt auch die Mittlere Reife.

 

Freie Schulwahl ohne Schulgeld
Um echte Autonomie der Schulen zu erreichen, aber gleichzeitig auch der Segregation entgegen zu wirken, stellen wir die Finanzierung um. Und zwar auf eine Kombination aus einer Subjektfinanzierung (Das Geld folgt dem Schüler/der Schülerin) und einer Objektfinanzierung mit „Chancenbonus“: Schulen mit einem hohe Anteil von Kindern aus bildungsfernem Umfeld (z.B. wenn die Eltern über nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss verfügen) oder sozial benachteiligten Kindern bekommen zusätzliches Geld, um notwendige Fördermaßnahmen finanzieren zu können. Öffentliche Schulen und private Schulen werden auch in der Finanzierung gleichgestellt, sofern sich private Schulen einen entsprechenden Vertrag abschließen und die Ziel- und Qualitätsvorgaben erfüllen. Dadurch kommt es zu einer echten freien Schulwahl ohne finanzielle Hürden und eine bessere Durchmischung.

 

Mehr Mittel für Bildung: G’scheite Kinder statt g’stopfte Politiker
Neben der Neuorganisation hin zur mündigen Schule brauchen die Schulen vor allem auch zusätzliche Ressourcen: Zusätzliche Lehrer_innen, Sozialarbeiter_innen oder auch Verwaltungsassistent_innen um die Pädagog_innen von administrativen Tätigkeiten zu entlasten und für die Arbeit mit den Kindern freizuspielen. Aber wir brauchen auch eine Digitalisierung des Unterrichts, um die Kinder auf neue Herausforderungen vorzubereiten – zum Beispiel ein Notebook für jedes Kind ab der vierten Klasse Volksschule. Ja, das kostet viel Geld. Und wir haben Geld – nämlich 120 Millionen Euro pro Jahr, die aus dem Budget für die Selbsterhaltung des politischen Apparats direkt an die Wiener Schulen umgeleitet werden. Das sind pro Wiener Kind im Pflichtschulalter 1000 Euro – jedes Jahr. Dieses Geld soll direkt an die Schulen fließen und von ihnen eigenverantwortlich eingesetzt werden.