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NEOS-Konzepte für eine starke S-Bahn im Wiener Westen

Jeden Morgen erstickt der Westen Wiens im Verkehr. Die Westeinfahrt ist zu Stoßzeiten überlastet und die P+R-Anlage Hütteldorf längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Nach der Eröffnung des Wiener Hauptbahnhofs wurde der Westbahnhof zum „Restbahnhof“ und der Verkehr auf der Westbahnstrecke weitgehend ausgedünnt.

Während FPÖ und ÖVP in populistischer Manier eine unfinanzierbare und wenig sinnvolle U4-Verlängerung in den Auhof fordern, machen die Bezirksgruppen von NEOS in Penzing und Hietzung nun einen Vorstoß für ein smartes und rasch umsetzbares Öffi-Konzept für Wiens Westen.

Denn die Infrastruktur wäre mit den S-Bahn-Strecken auf der Westbahn und der „Verbindungsbahn da, nur wird sie nicht effizient genutzt. Der Ausbau der Schnellbahn ist relativ kostengünstig, leicht umzusetzen und bringt den Wiener_innen Schnellverbindungen in U-Bahn-Qualität. Und: Im Gegensatz zur U-Bahn kann die S-Bahn den Pendlerverkehr noch vor der Stadtgrenze abfangen.

S50+

Ein konkretes Konzept hat nun Wolfgang Gerold mit der Penzinger Bezirksgruppe vorgelegt: Die neue Linie S50+ soll zu Stoßzeiten zwischen Tullnerbach-Pressbaum und Wien Westbahnhof im 10-Minuten-Takt verkehren. Der Plan sieht auch drei neue Stationen auf der Strecke zwischen Hütteldorf und Westbahnhof vor: Baumgarten, Cumberlandstraße und Technisches Museum (s. Grafik). Durch eine längst überfällige Modernisierung der Triebzüge kann der Aufenthalt in den Stationen verkürzt und trotz dichterem Stationsnetz die Fahrzeit der „alten“ S50 annähernd erreicht werden.

Die S50+ ist ein relativ kostengünstiges Projekt mit großer Wirkung: 50.000 Einwohner_innen in Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus würden von der neuen Schnellverbindung profitieren. Für 26 Millionen Euro wäre es möglich, moderne Triebzüge zu erwerben und drei neue Stationen zu errichten. Zum Vergleich: Ein Kilometer U-Bahn kostet je nach Bauweise zwischen 100 und 300 Millionen Euro.

Verbindungsbahn aufwerten

Trotz, nach Eröffnung des Hauptbahnhofs leicht erhöhter Intervalle, fristet die S80 auf der Strecke der „Verbindungsbahn“ ein Schattendasein. Neben einer massiven Intervallverdichtung auf der S80 könnte die S45 über die U-Bahn-Station Unter St. Veit über die Verbindungsbahn weitergeführt werden. Davon würde nicht nur Hietzing, sondern alle Wiener Randbezirke profitieren.

s50+
NEOS-Konzept für mehr S-Bahnen im Westen