Neue Wasserflächen für Wien

11. August 2020

Was wollen wir? Was ist nicht wurscht?

Wir wollen in einem Wien leben, das auch künftigen Generationen die hohe Lebensqualität bietet, wie wir sie heute kennen. In einem Wien, das die Auswirkungen des Klimawandels ernst nimmt.

  • Es ist nicht wurscht, wenn ältere und Kinder unter der zunehmenden Hitze leiden.

Forderung: bis 2025 soll es in jedem Bezirk eine neue Wasserfläche im dicht verbauten Bereich geben („blaue Infrastruktur“).

Wie erreichen wir das mit drei Arten von Projekten:

  1. Leuchtturmprojekte: neue Bäche für Wien
  2. Künstliche Wasserrinnen in Teilen der Altstadt (Vorbild Salzburg, Freiburg)
  3. Neue Teiche und Brunnen in anderen Bezirken

1. Leuchtturmprojekte: neue Bäche für Wien

Der neue Alserbach

Die Als entspringt an der Grenze zu Niederösterreich. Danach biegt das Gewässer nach Westen ab, folgt der rechten Seite der Neuwaldegger Straße und fließt dann am Rande der Marswiese bis zum Mündungsbereich des Eckbachs. Hier befindet sich das Einlaufbauwerk in den Bachkanal. Der Bach floss nun ursprünglich entlang der Neuwaldegger Straße, Alszeile, Richthausenstraße, Rötzergasse und Jörgerstraße. Wir können diesen Bach wieder aufleben lassen!

  • 1400 Meter neuer (Bachwasser-)Kanal in Kombination mit einem neuen Radweg an der Oberfläche in der Neuwaldegger und Dornbacher Straße (Lückenschluss Hauptradwegnetz - auch Forderung der (grün angehauchten) Petition "Dornbach radelt sicher").
  • 1600 Meter freiliegender Bach in der Alszeile zwischen Vollbadgasse und Lidlgasse.
  • Beim Mistplatz Hernals mündet der Bach wieder in den Mischwasserkanal - eine Option für eine spätere Verlängerung durch die Rötzergasse bis zum Elterleinplatz besteht.

Der neue Brigittenauer Bach

Durch die Stilllegung der Nordwestbahn bietet sich die einmalige Chance, auf der alten Trasse eine neue Verkehrs- und Grünachse zu schaffen.Einlaufbauwerk aus der Donau im Bereich der Nordbrücke.Neues Bachbett auf der Länge von ca. 3000 Meter entlang des Dammes der alten Nordwestbahn.Eine neue Straßenbahn fährt am Damm, ein begleitender Fuß- und Radhighway am Bach entlang.Einbeziehung des sogenannten "Bretteldorfes" (kleines Stadtentwicklungsgebiet) und des Nordwestbahnhofes - hier können durch Aufweitung des Bachbetts Teiche entstehen.

2. Künstliche Wasserrinnen in der Altstadt

In der Innenstadt können keine "richtigen" Bäche an die Oberfläche geholt werden, wie manchmal gefordert wird. Das ist unrealistisch da die historischen Wienerwaldbäche (z.B. Ottakringer Bach) bereits im Oberlauf in den Mischwasserkanal eingeleitet werden. Man müsste dafür viel Kilometer neue Bachkanäle graben. Was wir aber machen können: in Straßen mit ausreichend Gefälle Frischwasser an der Oberfläche fließen lassen, wie in anderen Städten, wie Salzburg und Freiburg. 

Ideal für ein erstes Pilotprojekt geeignet: der Spittelberg. Hier ist bereits Fußgängerzone, es gibt tw. bereits Regenwasserrinnen an der Oberfläche. Mit geringem Aufwand könnte man hier an heißen Tagen Wasser einleiten, um die Straße zu kühlen!

 

Spittelberggassse: ideal für Wasserrinne!

Andere mögliche Beipiele: Argentinierstraße (gemeinsam mit Fahrradhighway!1040), Tiefer Graben (1010), Kutschkergasse (1180)....

3. Neue Teiche und Brunnen in anderen Bezirken

Wo mangels Platz oder mangels Gefälle kein fließendes Wasser möglich ist, sollen neue Teiche, Brunnen, und Wasserspiele entstehen. Ein Lieblingsprojekt von NEOS: Wasserspiele im Teich vor der Karlskirche.

 

(Quelle: NEOS)

http://emmerling.wien/uncategorized/museumsbau-erfrischende-wasserspiele-karlsplatz/

https://www.heute.at/s/karlsplatz-umbau-neos-wollen-wasserspielplatz-51481036