Direkt zum Inhalt

* Pflichtfelder

Tu was! Spenden NEOS braucht dich Mitglied werden
« Zurück zur Übersicht

Offener Brief an Bezirksvorsteher Tiller

08.11.2016 19., Döbling

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher,

wie auch persönlich besprochen, möchte ich Sie im Namen der Döblinger NEOS und zahlreicher Döblingerinnen und Döblinger bitten, die Bürger_innenbefragung zum Parkpickerl so durchzuführen, dass eine GRÄTZELWEISE Auszählung möglich ist. Sie bräuchten lediglich eine Frage nach dem Wohngrätzel hinzufügen.

Das muss keineswegs mehr kosten. Druckkosten und Postversand bleiben gleich. Die geringfügig aufwendigere Auszählung kann ohne zusätzliche Kosten durchgeführt werden, indem sie zB je zwei Bezirksrät_innen jeder Fraktion übernehmen. Wir NEOS sind gerne bereit, da tatkräftig mit anzupacken.

Auch das Argument, durch eine grätzelweise Auszählung wäre die Anonymität nicht gewahrt, sehe ich nicht. Es wird sich ja wohl pro Grätzel mehr als 1 Haushalt an der Befragung beteiligen. Es kann also keineswegs zugeordnet werden, welche Person bzw welcher Haushalt was angekreuzt hat.

Wir haben bereits mehrmals online und offline, gegenüber Bürger_innen und Bezirkspolitiker_innen ein nach Bezirksteilen gegliedertes Befragungsegebnis gefordert. Wir sind überzeugt, dass wir das brauchen, da die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner_innen sich sehr unterscheiden: Ein Bewohner des Cottage hat zum Parkpickerl naturgemäß eine andere Einstellung als eine Salmannsdorferin oder Neustifterin. Ein Grinzinger, der sein Auto am eigenen Grundstück parkt, vielleicht eine andere als eine Heiligenstädterin oder ein Oberdöblinger, deren Umgebung von Pendlern, die in die U-Bahn umsteigen, zugeparkt ist.

Und das müssen wir abbilden können, um dann als Bezirksvertretung die richtige Entscheidung darüber zu treffen, ob und wo das Parkpickerl eingeführt wird. Denn auch für den Fall, dass bei einer nicht aufgeschlüsselten Befragung das Ergebnis “Nein” lautet, brauchen wir eine Lösung für die unter dem Parkdruck leidenden Bezirksteile.

Und wenn im Raum steht, dass ein sektorales Parkpickerl eingeführt werden könnte, hätte dies den Nebeneffekt, dass sich Bewohner_innen der äußeren Bezirksteile mit der Möglichkeit einer Verlagerung des Parkdrucks zu ihnen auseinandersetzen.

Daher bitte ich Sie, Ihre Ablehnung einer grätzelweisen Befragung noch einmal zu überdenken. Im Sinne aller Döblingerinnen und Döblinger. Aber auch in Ihrem eigenen Interesse, damit Sie als Bezirksvorsteher ein Befragungsergebnis bekommen, mit dem sie wirklich etwas anfangen können.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Pipal-Leixner