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Ohne Umsteigen von Gersthof zum Hauptbahnhof? Das S-Bahn-Konzept von NEOS macht’s möglich

14.09.2016 18., Währing

Christian Flury, Blog-Redaktion NEOS Währing

S-Bahn-Pläne von NEOS WienAusgerechnet die Arbeiterkammer hat vor etwa drei Wochen das Stiefkind der Wiener Verkehrspolitik, die S-Bahn, wieder ins Rampenlicht gerückt. NEOS-Verkehrssprecherin und stv. Klubobfrau im Wiener Landtag Bettina Emmerling setzt sich schon lange ebenso wie unsere Freunde von NEOS Penzing und NEOS Hietzing für den S-Bahn-Ausbau ein und hat daher den ersten Teil der NEOS-Ideen für eine S+-Bahn vorgestellt, darunter auch eine Verlängerung der S45 von Penzing über Unter St. Veit und Meidling zum Hauptbahnhof.

Da die Gleisanlagen größtenteils schon vorhanden sind, ist ein Ausbau des S-Bahn-Verkehrs sehr preiswert – besonders im Vergleich zu teuren U-Bahn-Prestigeprojekten. „Der Stadt Wien ist der S-Bahn-Verkehr […] nur 10,5 Mio. Euro im Jahr wert“, so Bettina Emmerling. Zum Vergleich: Die einmaligen Investitionen in das U2/U5-Projekt belaufen sich auf mehr als das, sage und schreibe, Neunzigfache (950 Mio. €)! Damit könnte man also die Ausgaben für den S-Bahn-Betrieb in ganz Wien fast ein ganzes Jahrhundert lang nicht weniger als verdoppeln.

Ich selbst nütze die S45 schon jetzt wie viele andere Gersthoferinnen und Gersthofer sehr gerne. Auch die Fahrradmitnahme und die Nutzung mit Kinderwagen sind in den niederflurigen Talent-Zügen höchst angenehm. Seit der Taktverdichtung auf 10 Minuten unter der Woche ist die S-Bahn noch besser frequentiert, ja, besonders in der Früh, oft überfüllt – eine eigentlich dringend nötige weitere Verdichtung zu Spitzenzeiten ist beim derzeitigen Konzept aufgrund der teilweise eingleisigen Strecke zwischen Penzing und Hütteldorf leider nicht möglich.

Schauen wir uns unsere Kinder an, die im Türkenschanzpark „Zug schauen“: Die S45 gehört einfach zu Gersthof.

Was man nicht alles für den Ausbau des S-Bahn-Netzes und die Beschleunigung der Straßenbahnen, bei uns insbesondere des 40ers und 41ers, machen könnte, um bloß einen Bruchteil des Geldes, das die Stadt Wien für U-Bahn-Prestigeprojekte ausgibt …

Stellen Sie sich vor: Sie steigen in Gersthof in die S-Bahn ein und sind rund 20 Minuten später oder vielleicht sogar noch schneller direkt am Hauptbahnhof! Und das Ganze kostet die Steuerzahlerinnen und -zahler nicht einmal besonders viel.

Die Grünen vertreten in dieser Frage eine ähnliche Linie wie wir und haben letzten Herbst erfreulicherweise das Bekenntnis zur Förderung der S-Bahn ins Koaltionsabkommen hineinreklamiert. – Wir hoffen, dass die grüne Bezirksvorsteherin dahingehend auf ihre Parteikollegin Verkehrsstadträtin Vassilakou einwirken wird, dass es hier nicht bei einem reinen Lippenbekenntnis bleibt und somit unseren Ideen eine Chance gegeben wird, auch wenn sie nicht im grünen, sondern im pinken Mäntelchen daherkommen.

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