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Stadtstraße Hirschstetten stoppen

Die geplante Stadtstraße durch Hirschstetten in dieser Form schafft mehr Probleme als sie löst. Ein Umdenken ist gefordert, damit eine bessere Lösung gefunden werden kann. Besonders die Anrainer, die davon betroffen sind, fordern eine andere Lösung.

Wir sagen „Nein“ zur geplanten Stadtstraße in Hirschstetten. Unsere Gründe dafür sind:
–    Verkehrssteigerung statt -entlastung
–    Belastung der Umwelt
–    Erhaltung der Lebensqualität im Siedlungsgebiet
–    Schutz des Lebensraums für Flora und Fauna
–    enormer Kostenaufwand

Die Stadtstraße Hirschstetten ist als eine Zu- und Abfahrt zur Tangente geplant. Die Kreuzung Quadenstraße/Emichgasse soll ausgebaut und zum Drehkreuz werden. Es sind insgesamt 4 Spuren, die von/zur Tangente geführen werden sollen. An bestimmten Knotenpunkten sollen noch eine Zu- und Abfahrtsspur pro Fahrtrichtung hinzukommen, womit es dann 6 Spuren wären. Zusätzlich ist ein Lärmschutz geplant. Auf diese Weise soll eine Entlastung des Verkehrs durch Hirschstetten zur Tangente ermöglicht werden. Doch statt einer Verbesserung kommt es in diesem Fall eher zu einer Verlagerung des Staus als zu einer wirklichen Entlastung. Die geplante „Stadtstraße“ würde weder die Ortsdurchfahrten Essling, Aspern, Hirschstetten noch Breitenlee entlasten, davon ist der diplomierte Bauingenieur Dr. Harald Frey, tätig an der TU Wien, überzeugt. Besonders da neue Straßen im Normalfall prinzipiell mehr Verkehr schaffen als diesen zu reduzieren.

Das Verkehrsaufkommen wird damit nicht gesenkt sondern vielmehr erhöht. Da die geplante Stadtstraße an den Blumengärten Hirschstetten vorbeiführt, ist auch die Umwelt betroffen. Zwar soll dieser Bereich untertunnelt werden, doch nur weil die Feinstaubbelastung nicht direkt gegeben ist, bedeutet das nicht, dass die Natur dadurch keinen Schaden nimmt. Die Planung der Stadtstraße in diesem Sinne entspricht nicht der Nachhaltigkeit.

Ebenso werden die Grünflächen in diesem Gebiet, in dem 10.000 Menschen wohnen, minimiert, was in weiterer Folge zu einer Minderung der Lebensqualität führt. In diesem Siedlungsgebiet leben viele Kinder, dieser Lebensraum mit einer ausgeprägten Flora und Fauna muss erhalten bleiben. Jetzt und auch für zukünftige Generationen. Die bestehende Flut an Autos in diesem Gebiet wird durch diese Stadtstraße noch erhöht und schadet der Gesundheit der Kinder. In weiterer Folge sei laut Experten, wie OÄ Dr. Regina Rath-Wacenosky, Leiterin des Bereichs Palliativmedizin und Neuropulmologie an der Kinder- und Jugendabteilung des Landesklinikums Mödling, eine Beeinträchtigung der Gesundheit der Anrainer durch die Stadtstraße gegeben. Kinder sind ihrem Ermessen nach in besonderem Maße von den Schadstoffen betroffen.

Neben diesen Effekten ist der Aufwand für die Umsetzung der Stadtstraße in dieser Form zu kostenintensiv. Mit einer Umgestaltung auf eine Bundesstraße mit einer Spur pro Fahrtrichtung würden Kosten gespart werden. Die Ersparnisse sollen in dringend erforderlichen Kindergärten und Bildungseinrichtungen in der Region investiert werden.