Die 5 größten Impfmythen

Immer wieder kommen in Debatten von Impfgegnern dieselben "Argumente", warum Impfen schädlich sei. Hier unsere Auflistung der fünf größten Impfmythen.

1. Die Wirkung von Impfungen wurde nie belegt

Impfstoffe sind meist abgetötete oder abgeschwächte Formen von Krankheitserregern. Sie machen den Körper nicht krank, sondern provozieren ihn nur: Als Schutzreaktion bildet er Antikörper gegen die Keime. Impfgegner bezweifeln, dass das wirklich funktioniert: Die Schulmedizin sei bis heute den Nachweis schuldig geblieben, dass Impfungen überhaupt wirken, heißt es auf einschlägigen Internetseiten – eine grobe Pauschalisierung. Alle in Österreich verfügbaren Impfstoffe mussten sich in Wirksamkeitsstudien bewähren - sonst hätten sie nicht auf den Markt gebracht werden dürfen. Die Pneumokokken-Impfung "PCV7" wurde zum Beispiel in Deutschland an fast 40.000 Kindern getestet - und schützte 97 Prozent von ihnen vor einer Infektion.

Impfungen allgemein als "unwirksam" zu bezeichnen ist schlicht absurd: Seit der Einführung der Polio-Vakzine ist die Kinderlähmung in Europa so gut wie ausgerottet. Ähnliches gilt für Keuchhusten.

2. Impfungen bergen Risiken wie beispielsweise an Autismus zu erkranken

Impfgegner behaupten häufig, der Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) verursache Autismus - eine längst widerlegte Behauptung. Der Mediziner Andrew Wakefield hatte im Fachmagazin „Lancet“ eine Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Autismus belegen sollte. Fünf Jahre später musste er diese Studie allerdings zurückziehen, weil die Ergebnisse teilweise gefälscht und manipuliert waren. Auch spätere Studien fanden keine Hinweise darauf, dass die MMR-Impfung zu Autismus führt.

Die Gefahr, mit der Masernimpfung eine Gehirnentzündung herbeizuführen, besteht zwar - sie ist aber minimal: "Sie befällt etwa einen von einer Million Geimpften, dagegen ist bei den echten Masern jedes tausendste Kind betroffen", so das Berliner Robert-Koch-Institut.

Jedes Arzneimittel, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen – auch Impfstoffe. Sie stehen aber in keiner Relation zu den Krankheiten, die durch die Impfungen verhindert werden können.

3. Impfungen sind unnötig - der natürliche Schutz durch die Muttermilch reicht aus

Die gute Nachricht: Schon während der Schwangerschaft wird das Kind über den Blutkreislauf mit Antikörpern der Mutter versorgt. Weitere Abwehrstoffe bekommt es nach der Geburt über die Muttermilch - sofern die Mutter stillt. Dieser sogenannte Nestschutz schützt den Säugling allerdings längst nicht gegen alle Krankheitserreger. Schließlich kann die Mutter nur Abwehrstoffe gegen Infektionen weitergeben, die sie selbst hatte oder gegen die sie geimpft wurde. Zudem bleiben die Antikörper nach dem Abstillen nur noch eine begrenzte Zeit im Körper des Kindes.

4. Impfungen schützen vor Krankheiten, die es doch gar nicht mehr gibt

Das Henne und Ei-Problem: Diese Krankheiten, wie Kinderlähmung oder Diphterie, gibt es WEGEN der Einführung entsprechender Impfstoffe nicht mehr. Die sogenannte „Herdenimmunität“ gegen die Erreger schützt auch die wenigen nicht geimpften Personen. Nimmt die Zahl der Geimpften allerdings ab, kehren diese vermeintlich ausgerotteten Krankheiten wieder zurück – siehe Masern!

5. Die Krankheit selbst zu durchleben, schützt besser als eine Impfung

Die in den 50er- und 60er-Jahren beliebten „Masernparties“ bleiben in schauriger Erinnerung. Eltern brachten ihre Kinder mit bereits erkrankten Kindern in Kontakt, um sie anzustecken. Die simple Theorie dahinter: Die Erkrankung selbst löst die gleiche Schutzreaktion aus wie die Impfung. Der Körper bildet Antikörper, um sich gegen die Keime zu wehren, die ihn befallen haben. Was allerdings außer Acht gelassen wird: Die Erkrankung birgt viel größere Gefahren als die Impfung. Bei einem von 1000 an Masern erkrankten Kindern entwickelt sich eine Entzündung des Gehirns, die oft zu bleibenden Schäden und manchmal auch zum Tod führt. Bei der Impfung ist es 1 Fall von 1 Million. Also Faktor 1000.

Ich unterstütze die Forderungen von NEOS Wien: