Kinder- und Jugend-Gesundheitszentren

Keine lange Suche mehr, kein Laufen von A nach B, endlich alles unter einem Dach – das wünschen sich doch viele Eltern, um ihre Kinder rasch bei gesundheitlichen Problemen und Anliegen versorgen zu können. 

5 neue Zentren für Kinder- und Jugendgesundheit in Wien sollen künftig eine direkte Anlaufstelle für sie bieten.

Wie funktioniert das?

Im NEOS-Modell für Kinder- und Jugendgesundheitszentren arbeiten Fachärzt_innen für Kinder- und Jugendheilkunde im Team mit anderen Gesundheitsberufen wie Kinderpsycholog_innen, Physiotherapeut_innen, Diätolog_innen, Logopäd_innen und Sozialarbeiter_innen an einem Ort. Sie gewährleisten dadurch eine quasi Rundum-Versorgung an einer zentralen Anlaufstelle.

Graphik: Claudia Marschall, Copyright: NEOS Wien

Was sind die Vorteile?

Mit den Teams werden unterschiedliche Berufe und Leistungen in einem Haus gebündelt und die Kinder und Jugendlichen können umfassend betreut werden.

Damit soll künftig auch der Gang in die Spitalsambulanzen in vielen Fällen nicht mehr notwendig sein.

So können nicht nur die Wartezeiten verkürzt, sondern auch das medizinische Personal in den Spitälern entlastet werden.

Die langen Öffnungszeiten in den Kinder- und Jugendgesundheitszentren sorgen dafür, dass Eltern ihre Kinder auch außerhalb der Arbeitszeiten bzw. am Wochenende versorgen lassen können.

Mit einer Fachärztin/einem Facharzt für Allgemeinmedizin im Team können parallel zu den Kindern auch die Eltern versorgt werden.

Wo sollen diese Zentren angesiedelt sein?

Die neuen Zentren sollen im Idealfall in der Nähe von Schulen oder Bildungsgrätzln angesiedelt werden, damit hier positive Wechselwirkungen entstehen können. Die Kinder und Jugendlichen könnten damit ortsnah schnell versorgt werden.

In der Schule ist grundsätzlich der Zugang zu allen Kindern möglich, weshalb auch Entwicklungsstörungen bzw. Krankheiten viel früher erkannt und behandelt werden können. Die kontinuierliche Betreuung – im Idealfall bis zum 18. Lebensjahr – könnte sich deutlich einfacher gestalten.

In Abstimmung mit den Bildungseinrichtungen wären die Erbringung von medizinisch-therapeutischen Leistungen (wie z.B. Impfen, die Behandlung von Verletzungen, Gesundheits-Checks) sowie auch Vorsorge-Leistungen (z.B. in Form von Ernährungsberatungen, Besuch bei Kinderpsycholog_innen) möglich.

Wie wird das finanziert?

Die Finanzierung dieser spezialisierten Primärversorgungseinheiten für Kinder- und Jugendgesundheit würde – wie auch bei den normalen Primärversorgungseinheiten – durch die Krankenkassen und das Bundesland Wien erfolgen. Wien sollte hier vor allem jene Bereiche finanzieren, die nicht in die Sozialversicherungskompetenz fallen (z.B. Ernährungsberatung, Sozialarbeit, Therapieleistungen).

 

Graphik: Claudia Marschall/Copyright: NEOS Wien