Neue Radschnellwege für Wien

mit NEOS Wien Landessprecher Christoph Wiederkehr und NEOS Wien Verkehrssprecherin Bettina Emmerling

Wien ist eine Stadt der Fahrradfahrer_innen, eine Stadt deren Mobilität sich Jahr für Jahr verändert. Das Rad spielt in Zukunft eine noch gewichtigere Rolle, als es dies heute schon tut.

Budgetaufstockung für Radinfrastruktur ist dringend notwendig

„Der derzeitige Radwegplan der Stadt Wien ist ein Fleckerlteppich und nicht durchdacht. Viele Strecken enden gewissermaßen im Niemandsland! Es gibt bis heute nicht einmal ein offizielles Budget für Fahrradwege-und Straßen. Das muss sich dringend ändern!“, so NEOS Wien Landessprecher und Spitzenkandidat Christoph Wiederkehr. Demnach investiert die Stadt Wien für Radinfrastruktur momentan ungefähr 7 Mio € pro Jahr. Das ist ein Betrag von ca. 3,71 € pro Kopf. Zum Vergleich: Amsterdam investiert 11 € pro Kopf, Paris 13.70 € pro Kopf. „Hier hat Wien definitiv Luft nach oben und sollte sich an Städten orientieren, die auf diesem Gebiet Vorreiter sind! Wenn wir das Budget etwa um 19 Millionen € pro Jahr 
erhöhen, tragen wir nicht nur der enormen Nachfrage nach einem wirklich durchdachten Radnetz Rechnung, sondern wir investieren auch erfolgreich in die Zukunft dieser Stadt! Wien kann in dieser Hinsicht Paris werden!“, so Wiederkehr.

Folgende Schnellradwege sieht das Konzept der NEOS Wien vor, das von NEOS Wien Verkehrssprecherin Bettina Emmerling vorgestellt wird: 

  • Korridor Praterstern – Leopoldau

    neuer Radweg entlang der aufgelassenen Nordwestbahn. Am Bahndamm soll eine neue Straßenbahn ins Kornhäuselviertel fahren, am Dammfuß ein neuer Fahrradschnellweg vom Nordsteg zur Nordbrücke, begleitend ein neuer Bach (Brigittenauer Bach) Zwischen Angererstraße und Leopoldau gibt es entlang der Nordbahn weitgehend ungenutzte Bahnflächen, auf denen ein neuer Radschnellweg gebaut werden soll
     
  • Korridor Schwedenplatz – Großfeldsiedlung

    Ersatz der zwei schmalen Einrichtungsradwege auf der Praterstraße durch einen breiten Zweirichtungsradweg im Zuge des Gesamtumbaus. Entfall einer von sechs (!) Fahrspuren auf der Lasallestraße zur Schaffung eines ausreichend breiten Zweirichtungsradweges (derzeit sehr schmal unmittelbar neben Gehsteig). Teilweiser Entfall einer von sechs bis sieben Fahrspuren auf der Wagramer 
    Straße zwischen Alter Donau und Donauzentrum zur Schaffung eines ausreichend breiten Zweirichtungsradweges (derzeit mühsame Umwege). Umsetzung des Projektes „Wagramer Straße neu“ zwischen Donauzentrum und Kagraner Platz 
     
  • Korridor Donaustadtbrücke – Hausfeld
     
    Mehrere Lückenschlüsse auf ungenutzten Flächen unter der U2-Trasse
     
  • Korridor Landstraße - Simmering 

    Entweder über Rennweg oder Landstraßer Hauptstraße. Hier müssen noch Details geplant und untersucht werden, wobei in beiden Straßenzügen Verbesserungen notwendig sind. NEOS Landstraße werden hierzu einen Antrag einbringen: Zudem 
    solle ein neuer, baulich getrennter Radweg auf der Simmeringer Hauptstraße zwischen Landstraßer Hauptstraße und Zipperer Straße entstehen. Hier würde eine 
    Parkspur entfallen. Ebenfalls schlagen die NEOS Wien auf der Simmeringer Hauptstraße zwischen Zipperer Straße und Kaiser-Ebersddorfer-Straße Sicherheitsverbesserungen beim 
    bestehenden Mehrzweckstreifen oder einen Komplettumbau vor.
     
  • Korridor Karlsplatz – Favoriten

    Hier wird schon seit langem eine neue Fahrradstraße in der Argentinierstraße gefordert
     
  • Korridor Hauptbahnhof – Inzersdorf 

    neuer Radweg entlang Triester Straße Matzleinsdorfer Platz – Wienerberg - Verlust einer von sechs Fahrspuren auf der Triester Straße. Weiterfahrt über bestehende Strecke durch das Erholungsgebiet Wienerberg möglich. 
     
  • Korridor Schönbrunn – Liesing

    neuer Radweg Grünbergstraße - Verlust einer von fünf Fahrspuren. Weiterer neuer Radweg entlang der Südbahn Walter-Jumann-Gasse – Liesinger Bahnhof. Dieser ist 
    möglicherweise erst gemeinsam mit der viergleisigem Bahnausbau umzusetzen.
     
  • Korridor Schottentor – Neuwaldegg 

    Lückenschluss Alser Straße – am einfachsten über Alser Straße - Altes AKH – neuer Radfahrübergang über die Spitalgasse – neuer baulich getrennter Radweg in der Spitalgasse bis Mariannengasse (gemeinsame Fahrspur Straßenbahn / KFZ) – neue Fahrradstraße Mariannengasse. Zudem Lückenschluss Dornbacher Straße - gemeinsam mit neuem Alserbachkanal, wie zuletzt von NEOS Wien präsentiert. Hier würde eine Parkspur verloren gehen. 
     
  • Korridor Spittelau – Klosterneuburg 

    Auf der Heiligenstädter Straße zwischen Spittelau und Barawitzkagasse baulich getrennter Radweg (Straße ausreichend breit). Verbesserung der in schlechtem 
    Zustand befindlichen Radwege Heiligenstädter Straße zwischen Barawitzkagasse und Grinzinger Straße (z.B. Fahrradstraße in der Nebenfahrbahn). In der Heiligenstädter Straße zwischen Grinzinger Straße und Nussdorf ist ein baulich getrennter Radweg (Straße ausreichend breit) vorgesehen.

Stadt Wien beim tatsächlich verwendbaren Radnetz säumig

NEOS Wien Verkehrssprecherin Bettina Emmerling ergänzt: „Die Stadt muss nun endlich im Sinne der Radfahrer_innen tätig werden. Wenn von 1300 Kilometern Radnetz, die von der Stadt Wien offiziell angegeben werden, nur 130 Kilometer tatsächliche Radwege sind, dann ist einiges zu tun! Unser Vorschlag nach Lückenschließungen wo es möglich ist und neuen Radschnellwegen ist ein erster wichtiger und effizienter Schritt in Richtung eines Radnetzes, das den Ansprüchen einer modernen Mobilität entspricht!“