Zwischenergebnisse

Hier findest du eine bisherige Übersicht über die eingebrachten Ideen, Visionen und Maßnahmen der Wiener_innen zu unserem Partizipationsprozess.

Bei den auf dieser Seite aufgelisteten Ideen handelt es sich um eingebrachten Ideen von zahlreichen Wiener_innen und nicht um die offizielle Position oder das Programm von NEOS Wien.

 

Die Bewegte Stadt

Wie kann der öffentliche Verkehr in Kombination mit Sharing-Systemen als nachhaltiges Gesamtverkehrssystem weiterentwickelt werden?

  • Parkraumoptimierung durch neue innovative Systeme z.B. Parkplatz-Airbnb für Parkgaragen aller Art → Integrierung von Informationen wie Parkgebühren etc.
  • Verstärkte Anpassung der Parktarife von Garagen an Marktpreise zur besseren Auslastung durch die Betreiber_innen
  • Ausbau des ÖVs in Kombination mit Sharing-Systemen (MobilityHubs) mit besonderem Fokus auf Randbezirke (letzte Meile)
  • Forcierter Ausbau von Radinfrastrukturen in Kombination mit der Reduktion von Raumanteil für den MIV

Über welche Qualitäten muss der Stadtraum verfügen, um das Zufußgehen und mehr Sicherheit im Straßenraum zu fördern?

  • Umverteilung des Stadtraumes zugunsten aktiver Mobilitätsformen wie dem Radfahren oder dem Zufußgehen.
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit im Stadtraum für Fußgänger_innen durch intensive Verkehrsberuhigung in ganz Wien, Ausweisung neuer Schutzwege, besonders vor Schulen und an Hauptvekehrsachsen
  • Priorisierung von aktiven Mobilitätsformen wie dem Zufußgehen an ampelgeregelten Kreuzungen
  • Intensivierung von Stadtbegrünung zur Hitzereduktion und als Hitzeschutz im Stadtraum

Wie kann das Fahrrad als attraktive und nachhaltige Mobilitätsform im gesamten Stadtgebiet (Innenstadt und Flächenbezirke) noch stärker etabliert werden?

  • Ausbau von Radfahrinfrastrukturen (breitere Radwege, Radfahrstraßen, Stellplätze an wichtigen Mobilitätsknoten z.B. U/S-Bahn-Stationen)
  • Förderung der Verkehrssicherheit von Radfahrer_innen und Fußgänger_innen durch bauliche Trennung an hochfrequentierten Achsen
  • Ausbau von attraktiven Bike-Sharing-Angeboten
  • Ausbau von E-Bike-Infrastrukturen im gesamten Stadtgebiet

Welchen Stellenwert wird der KFZ-Verkehr im Jahr 2035 noch haben? Wo im Stadtgebiet soll Infrastruktur für KFZ ausgebaut bzw. rückgebaut werden?

  • Im Stadtraum muss eine räumliche Umverteilung zugunsten der Menschen durch weitgehende Verkehrsberuhigung erfolgen. MIV-dominierte Räume müssen zugunsten aktiver Mobilitätsteilnehmer_innen umfunktioniert werden.
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes durch mehr Querverbindungen in der Stadt, besonders innerhalb der Randbezirke, zur Attraktivierung des ÖVs und zur Verminderung der KFZ-Abhängigkeit in der Stadt
  • Weiterentwicklung der City Logistik und des städtischen Warenverkehrs in einer verkehrsberuhigten Stadt

Wohnen und Leben

Welchen Stellenwert soll die architektonische Ausgestaltung und die bauliche Qualität bei Wohnprojekten einnehmen? 

  • Bei Gebäuden muss eine besondere Berücksichtigung und Qualitätssicherung in ihrer architektonischen Ausgestaltung geben. Damit kann auch die Lebens- und Wohnqualität in den Grätzln erhöht werden.
  • Forcierung von mehr baulicher Qualität, mit besonderem Fokus auf klima- und ressourcenschonendes Bauen (Isolierung, Wärmedämmung, Fassadenbegrünung, Freiflächen etc)
  • Förderung der Bewahrung des historischen und architektonisch qualitativen Stadtbildes durch restriktivere Kriterien und Förderung von Wettbewerben

Wie wird sich Wohnen bis 2035 verändern und welche Anforderungen werden Menschen an Wohnraum haben?

  • Entwicklung und Gewährleistung einer umfassend barrierefrei zugänglichen und nutzbaren Stadt
  • Inklusion von Menschen mit Behinderungen, als Expert_innen in eigener Sache, in Entwicklungsprozesse
  • Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Stadtarchitektur und Baukultur, mit ausreichend Freiflächen und Gemeinschaftsflächen
  • Intelligente Errichtung von Parkgaragen, sodass sie keinen zusätzlichen öffentlichen Raum beanspruchen und etwaig auch umgenutzt werden können
  • Förderung von Flexibilität in Wohnprojekten zur Anpassung der Wohnmöglichkeiten an unterschiedliche Lebensabschnitte und -situationen

Fläche vs. Dichte - welchen Weg soll die Stadt bei der Schaffung von neuem Wohnraum einschlagen?

  • Förderung von vielseitiger Nachverdichtung im gesamten Stadtraum (sanfte Nachverdichtung z.B. Dachgeschossausbau in bereits hochurbanen Bezirken, strategisch konzipierte und geplante Gesamtverdichtung in den Randbezirken zur Förderung eines zusammenpassenden Stadtbildes und zur Vermeidung von "Fleckerlteppich-Quartieren"
  • Strategische Planung von Hochhausstandorten und Gewährleistung einer architektonischen Qualität z.B. durch int. Wettbewerbe und einem urbanen Nutzungsmix
  • Förderung von großflächigen Grünflächen anstatt vieler einzelner kleiner bei Stadtentwicklungsprojekten

Geht "Wohnen" über die eigenen 4 Wände hinaus? Welche Erwartungen haben wir an den "Wohnraum Grätzl"?

  • Weiterentwicklung der Wiener Grätzl zu lebendigen und attraktiven Erweiterungen des eigenen Wohnzimmers
  • Förderung von lokalen, sozial-gemeinschaftlichen Projekten und Initiativen zur Belebung der Grätzl
  • Förderung des Grätzls der kurzen Wege und eines attraktiven Nutzungsmix

Die Stadt der Innovation

Welche Formen erneuerbarer Energie (Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie) sollen in Wien forciert und produziert werden?

  • Offensive für PV-Anlagen in der Stadt durch Förderung von Gebäuden als Kraftwerken und durch Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, um PV-Installationen auf weitgehend allen Dächern Wiens zu erlauben und zu erleichtern
  • Gesetzliche Vorgabe bei Neubau und großflächigen Versiegelungen z.B. Parkplätzen PV-Anlagen zu errichten
  • Forcierung von Solarenergie in Wien mit zusätzlicher bzw. intelligenter Ergänzung von Windkraft und Wasserkraft, dort wo es naturkonform und flächmäßig-nachhaltig möglich ist.

Wo und wie sollen Bildung und Wissenschaft im öffentlichen Raum stärker gefördert bzw. auch vermittelt werden?

  • Weiterentwicklung der Wiener Bibliotheken zu innovativen Räumen der Wissenschaftsvermittlung
  • Ausbau von kleinteiligem Angebot im Nahbereich durch Förderung von Bildung und Wissenschaft in Form von Kunst und Kultur in den Grätzln
  • Schaffung von Experimentierräumen in der Stadt, an denen Wissenschaftsvermittlung stationär stattfinden kann
  • gezielte Förderung von Wissenschaftsprojekten in den Grätzln, in Kooperation mit den Wiener Universitäten

Wie soll unsere Nahversorgung im Wien 2035 organisiert sein und welche Rolle soll dabei die Stadtlandwirtschaft einnehmen?

  • Förderung von innovativen Stadtlandwirtschaftsmodellen z.B. im Raum, oder auf ungenutzten Alternativflächen wie Dächern

Wie sollen Flächen zwischen den Nutzungen "Wohnen", "Industrie", "Energiegewinnung" und "Landwirtschaft" verteilt werden? Welche Nutzungen sind bevorzugt zu behandeln?

  • Intelligente räumliche Flächenverteilung und Gewährleistung eines attraktiven Nutzungsmix zur Förderung einer diversen Nutzungsvielfalt

City as a Service

Welche Leistungen (Kanal, Abfallentsorgung, Gesundheitsversorgung, Bildungsangebot etc) erwarte ich mir von der Stadt Wien als effiziente und serviceorientierte Dienstleisterin?

  • Weiterentwicklung von vielfältigen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kultur in den Grätzln.
  • Stärkung der grätzleigenen Vielfalt und des Individualcharakters der Bezirke z.B. in den Bereichen Kultur und Gastronomie.
  • Förderung und Ermöglichung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen im öffentlichen Raum z.B. durch Kunst- und Kultur

Wie soll die Primärversorgung (erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Themen) im Wien 2035 in den Grätzln organisiert sein? Wie kann das bestehende Angebot zukunftsfit weiterentwickelt werden?

  • Gewährleistung der allgemeinmedizinischer Grundversorgung in den Grätzln
  • Errichtung von lokalen Gesundheitszentren als lokale Standorte für Fachärtz_innen und Labore
  • Förderung von präventiven Gesundheitsmaßnahmen z.B. Sportprogramme und Angebote im Raum

Welche Bildungsangebote erwarte ich mir in meinem Grätzl im Jahr 2035? Wie kann bestehende Angebote nachhaltig weiterentwickeln?

  • umfassender Ausbau und Gewährleistung von ausreichend Bildungsangeboten und -einrichtungen in den Wiener Grätzln
  • Förderung von niederschwelligen Bildungsangeboten in den Grätzln in Form von Kunst, Kultur, generationenübergreifende Projekte, Nachaltigkeitsprojekte, wissenschaftliche Diskurse und Kampagnen

Lebensqualität im öffentlichen Raum

Welche Klimawandelanpassungs-Maßnahmen (Beschattung, Begrünung, Kühlung) sollten vermehrt im Stadtraum umgesetzt werden?

  • umfassende Forcierung von Begrünung in der Stadt durch Bäume, Sträucher, Pflanzen, Fassadenbegrünung etc.
  • Anpassung der gestalterischen Grundprinzipien im öffentlichen Raum, sodass keine kahl-grauen Plätze mehr entstehen können und "Grün" im Raum Standard wird
  • verstärkte Entsiegelung von Flächen in der Stadt
  • Renaturierung von Flüssen und Gewässern zur Förderung von Blauräumen in der Stadt

Welche Veränderungen braucht es, um die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu steigern? Und wo braucht gibt es akuten Verbesserungsbedarf?

  • Umverteilung und Nutzbarmachung des öffentlichen Raumes zugunsten der Menschen
  • intensive Forcierung von unterschiedlichen Begrünungsmodellen im öffentliche Raum, nicht nur zur klimatischen Adaptierung und Kühlung der Stadt, sondern auch zur Förderung von Biodiversität in der Stadt
  • Attraktivierung des öffentlichen Raumes als Raum für Menschen, der durch unterschiedliches kommerzielles, konsumfreies, kulturelles und künstlerisches Angebot zum Verweilen und Nutzen einlädt
  • Erhöhung des individuellen Sicherheitsgefühles im öffentlichen Raum, durch intelligente und vorausschauende Gestaltung und Beleuchtung
  • Renaturalisierung und Öffnung von versiegelten Flächen zur Erhöhung der Lebensqualität im Grätzl

Welche Qualitäten sollen Parks und Grünräume im Stadtgebiet aufweisen? Wo gibt es Verbesserungsbedarf?

  • Sicherstellung einer hohen Aufenthaltsqualität mit einem breiten Nutzungsangebot in Parks und Grünflächen z.B. Arbeitsplätze für Outdoor-Office, freie Flächen für Sport, Trinkmöglichkeiten, Blauräume, Wasserspielplätze etc.
  • Förderung einer qualitativen, naturbelassenen Gestaltung von Grünflächen z.B. durch dichte, waldähnliche Baumpflanzungen, blühende Sträucher und Blumenwiesen, vielfältige Flora und Fauna,
  • kreative Gestaltung von Park und Grünflächen unter Berücksichtigung örtlicher Charakteristika z.B. durch Inklusion von Schulen aus dem Grätzl oder in Kooperation mit Universitäten mit facheinschlägigen Studiengängen (TU/BOKU)
  • Förderung und Umsetzung von kreativen und innovativen Grünraumentwicklungskonzepten z.B. "Straßenparks - Straßen zu Parks umgestalten"

Wie sieht zukünftig eine gerechte Verteilung der Fläche im öffentlichen Raum aus? Welcher Gruppe an Verkehrsteilnehmer_innen soll der meiste Platz eingeräumt werden?

  • Der städtische Raum sollte vor allem zugunsten aktiver Mobilitätsformen, mit besonderem Fokus auf den Fußverkehr, umverteilt werden
  • Infrastrukturen wie Geh- bzw. Radwege müssen in entsprechender Qualität (adäquate Breite, bauliche Abtrennung, Barrierefreiheit) errichtet bzw. ausgebaut werden.
  • Umfunktionierung von KFZ-dominierten Flächen und Räumen zugunsten der Menschen
  • Neben der Umverteilung muss der öffentliche Raum auch mit entsprechender Aufenthaltsqualität versehen werden, um eine multifunktionale und gemeinschaftliche Nutzung zu fördern.