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WordUp 20 – Schüler- und Schülerinnenparlament

Sitzung des 20. Bezirkes 2016/2017

 

An dieser Form der gelebten Demokratie auf Bezirksebene nehmen alle Klassen der 8. Schulstufe des 20. Bezirkes teil. Vorbereitet und begleitet wird dieses Projekt in den Schulen mit Unterstützung der Sozialarbeiter_innen von Base 20 und Backbone.

Am 07.12.2016 präsentierten die Delegierten der 23 Schulklassen in der UCI Kinowelt ihre Ideen, Wünsche und Vorschläge zur Verbesserung des Freizeitangebotes für Jugendliche auf öffentlichen Plätzen und in den Parkanlagen des 20. Bezirkes. Auffallend war der sehr hohe Anteil von Jugendlichen mit nicht deutscher Muttersprache.

Die meisten Wünsche betrafen Adaptierungen der Parkanlagen, damit diese den Bewegungs- und Kommunikationsbedürfnissen der Jugendlichen besser entsprechen. Bemängelt wurden der Zustand der kaum vorhandenen Sanitätseinrichtungen sowie die unzureichende Beleuchtung der öffentlichen Parks, die die Jugendlichen besonders im Winter als Sicherheitsrisiko empfinden.

Die anwesenden Vertreter der Polizei wurden mit der Frage konfrontiert, wie besonders die männlichen Jugendlichen mit Stänkereien, verbalen und eventuell sogar körperlichen Attacken von Jugendbanden umgehen sollen.

Am  15.03.2017  fand  die  Abschlussveranstaltung  des  Jugendparlamentes  des  Schuljahres 2016/2017 im Jugendzentrum BasE 20, wieder in Anwesenheit des Bezirksvorstehers des 20. Bezirkes, Herrn Derfler, statt.

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Die Schulen organisierten sich in drei Arbeitsgruppen. Die Stadt Wien stellt im Rahmen des Budgets der MA 42 – Stadtgartenamt – 60.000 Euro für Verbesserungsmaßnahmen in den öffentlichen Parks des 20. Bezirkes zur Verfügung.

Gruppe Nord:
Im Pyramidenpark wird eine Work-Out Station für 14.000 Euro errichtet.

Gruppe Ost:
Im Allerheiligenpark werden um 25.000 Euro überdachte Liegemöglichkeiten angeschafft.

Gruppe West:
Im Hugo Park und am Gaußplatz werden um je 500 Euro Punktezähler für Ballspiele installiert.
Der Denispark erhält niedrige Work-Out Stangen mit Überdachung um 10.000 Euro.

Extraprojekt: Umbau des Hydranten in der Karajangasse zu einem Trinkbrunnen; dieses Projekt muss von der Bezirksvertretung beschlossen werden. Erst dann können die Arbeiten ins nächste Bezirksbudget eingeplant und durchgeführt werden.
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Um das Sicherheitsgefühl der Jugendlichen zu verbessern, wird ein Selbstverteidigungskurs – aber nur für Mädchen – mit 5 Euro pro Teilnehmerin vom Bezirksvorsteher unterstützt werden.

Kritische Anmerkung: Leider ist die finanzielle Unterstützung eines Selbstverteidigungskurs mit einem Antiaggressionstraining für männliche Jugendliche nicht angedacht. Dieser wäre aber bei der Bevölkerungsstruktur  im  20.  Bezirk  sehr  notwendig.  Dieses  Angebot  könnte  eventuell verhindern, dass strafmündige Jugendlich ab dem 14. Lebensjahr mit dem Gesetz in Konflikt kommen und somit ihre schulische Ausbildung, Ihre berufliche und soziale Zukunft aufs Spiel setzen.
Doris Dolezal & Heidemarie Zimmermann