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Elternarbeit ist keine Option, sondern eine Pflicht – auch der Bildungsminister hats erkannt.

Wir NEOS fordern, dass bei Schul-Suspendierungen, bei denen Eltern Gespräche und Zusammenarbeit mit Schulen verweigern, Verwaltungsstrafen erwarten.

Elternarbeit ist keine Option

Mit großer Verwunderung und öffentlicher Kritik hat Christoph Wiederkehr darauf reagiert, dass Bildungsminister Polaschek anfänglich unseren Vorschlag zur gelungenen Integration in Schulen als nicht sinnvoll bezeichnete. Konkret beinhaltet unsere Forderung, dass bei Schul-Suspendierungen, bei denen Eltern Gespräche und Zusammenarbeit mit Schulen verweigern, Verwaltungsstrafen zu erwarten sind. Nach breiter Kritik lenkte Minister Polaschek schließlich ein und zeigt sich nun doch gesprächsbereit, unsere Inhalte und lang geäußerten Forderungen zu diskutieren.

Bereits auf unserer Landesmitgliederversammlung im Oktober 2023 haben wir die verbindliche Elternarbeit als wichtigen Punkt in unserem Maßnahmenkatalog für eine erfolgreiche Integration an Wiens Schulen und Kindergärten aufgeführt.

Unsere Forderung

Die verbindliche Einbindung der Eltern in den schulischen Alltag ist für die erfolgreiche Bildung ihrer Kinder unerlässlich, ungeachtet ihrer familiären Hintergründe. Wir betrachten die Elternarbeit als integralen Bestandteil der pädagogischen Arbeit, die dazu dient, die bestmögliche Entwicklung des Kindes zu fördern. Dazu gehören die Teilnahme an Elternabenden, Sprechtagen, persönlichen Gesprächen und bei Bedarf die Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeitern:innen. Kurzum alles, was der positiven Entwicklung des Kindes dient und Eltern aktiv in das Schulgeschehen einbindet. Daher sind folgende Punkte notwendig:

  • Förderung der Elternarbeit etwa mit Angeboten des Dolmetschens bei Elternsprechtagen, mehrsprachiger Elternabende und mehrsprachiger Informationen oder etwa Eltern–Lehrer–Cafés zum gegenseitigen Kennen /- und verstehen lernen oder anderer Mittel zur Schaffung ausreichender Möglichkeiten, damit Eltern und Erziehungsberechtigte am Schulleben ihrer Kinder teilhaben können.
  • In Wien hat rund die Hälfte der Kinder unter 15 Jahren einen Elternteil, der keine eigenen Erfahrungen mit dem österreichischen Schulsystem gemacht hat. Deshalb ist eine entsprechende Förderung der Elternbildung ein ebenso wichtiger Grundstein, den wir umsetzen, um Barrieren im Bildungssystem zu beseitigen.
  • In Folge setzen wir uns für verpflichtende Elternarbeit bei Nicht–Erscheinen von Eltern bei Elternabenden oder Eltern–Lehrer–Gesprächen (z.B. auch telefonisch) ein.

2-stufiges Eskalationssystem

Um sicherzustellen, dass Eltern ihrer Verantwortung nachkommen, setzen wir uns für eine verpflichtende Elternarbeit ein, wobei bei Nichterscheinen ein zweistufiges Eskalationssystem vorgesehen ist.

  • Im ersten Schritt erfolgt die aufsuchende Elternarbeit. Das bedeutet, dass Schulsozialarbeiter:innen bei der aufsuchenden Elternarbeit die betroffene Familie zu Hause oder an einem anderen vertraulichen Ort besuchen und persönliche Unterstützung anbieten. Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um die bestmögliche Förderung des Kindes und der Familie durch Beratung, Informationen und Hilfestellungen.
  • Sollte auch die aufsuchende Elternarbeit abgelehnt und nicht in Anspruch genommen werden, ist im zweiten und finalen Schritt eine Verwaltungsstrafe vorgesehen.

Wir begrüßen die Bereitschaft des Bildungsministers zum Dialog und hoffen, dass er diese nicht nur als leere Versprechen betrachtet, sondern tatsächlich wahrnimmt. Angesichts der Dringlichkeit haben wir ihn erneut in einem Brief dazu aufgefordert, mit uns in einen direkten Austausch zu treten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir rasch handeln, um eine angemessene Rechtsgrundlage auf Bundesebene für die Umsetzung von Verwaltungsstrafen bei Nichtteilnahme an verpflichtender Elternarbeit zu schaffen.

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