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Bezirksprogramm 
NEOS im ERSTEN

Als das Zentrum und Herz von Wien steht die Innere Stadt im Fokus zahlreicher, ganz unterschiedlicher Interessengruppen: Arbeitnehmer:innen, Selbständige, Geschäftsleute (insgesamt an die 120.000 Arbeitsplätze im 1. Bezirk), Kundinnen und Kunden, Gastronomie, Kunst- und Kultureinrichtungen, Tourist:innen (aus Österreich und der ganzen Welt - allein 2,7 Mio. Nächtigungen im Bezirk pro Jahr), Bildungseinrichtungen sowie zahlreiche Besucher:innen aus den anderen Bezirken Wiens. 

Damit naturgemäß verbunden: Geschäftiges Treiben, Menschenmassen, Hitze in der Stadt, starker Verkehr, Stau, Lärm und vieles mehr - Nutzungsdruck von allen Seiten, wie man so schön sagt. Die Bewohner:innen der Inneren Stadt, mit ca. 16.500 Einwohner:innen der bevölkerungsmäßig kleinste Bezirk Wiens, brauchen daher besonderes Augenmerk und eine starke Stimme in der Politik. 

Wir müssen eine Entwicklung zu einem Potemkinschen Dorf verhindern, um weiterhin eine gern bewohnte und lebenswerte Innere Stadt zu gewährleisten. Genau diese starke Stimme werden wir NEOS Innere Stadt sein. Bereits in den letzten zehn Jahren haben wir vieles angestoßen und umgesetzt, um die Lebensqualität im Ersten Bezirk zu verbessern. 

Dazu wurden von uns allein in der laufenden Funktionsperiode 46 eigene NEOS-Anträge im Bezirksparlament zu den Themen Verkehr, Bezirksentwicklung und Stadtgestaltung, Barrierefreiheit, Transparenz, Bürger:innen-Service und Demokratie, Umwelt und Klima, Sicherheit sowie Kultur eingebracht. Dazu kommen noch zahlreiche gemeinsam gestellte bzw. beschlossene Anträge mit anderen Fraktionen im Sinne einer von uns gepflegten und geschätzten Kultur des konstruktiven Miteinanders.

Gemeinsam die Innere Stadt aufwerten

Unsere Leuchtturmprojekte:

  • Die Innere Stadt für alle barrierefrei machen!   Für mehr Lebensqualität, Sicherheit und Komfort.
  • Die Verkehrsberuhigte Innere Stadt endlich umsetzen! Für eine lebenswerte Zukunft.

Unsere Vision

Die Wiener City im Jahr 2040: Fußgänger:innen prägen das Bild, zahlreiche Sitzbänkeladen zum Verweilen ein. Barrierefreiheit ist selbstverständlich geworden und Fahrradfahrende bewegen sich rücksichtsvoll durch die Stadt. 

In der Inneren Stadt herrscht geschäftiges Treiben: Bewohner:innen machen ihre Besorgungen im eigenen Bezirk, Kinder tollen fröhlich herum, Studierende, Tourist:innen, Bescher:innen, feine Geschäfte, Gastronomie, ein Kaffee hier, ein Eis dort, Büros – alles greiftirgendwie gelassen ineinander.

Die wunderschönen historischen Gebäude sind bewohnt und belebt, Denkmäler, Kirchenund Kultureinrichtungen werden bestaunt und gut genutzt. Abseits der Hauptrouten findet man jedoch nach wie vor beschauliche Orte zur Erholung zwischendurch.

Viel Grün, Schatten und anspruchsvoll gestaltete Plätze zum sozialen Austausch laden zum gemütlichen Verweilen ein – rundum: wir alle und die Innere Stadt können frei durchatmen!

Der Weg zur Vision

Lebenswerte Innere Stadt (Mobilität und Stadtentwicklung)

  • Mehr Verkehrssicherheit, bessere Verbindungen, weniger Belastung – das heißt auch:
  • Citybuslinien ausweiten und optimieren: Die Innere Stadt muss besser erreichbar sein –  sowohl für die Bewohner:innen als auch für Besucher:innen. Wir setzen uns für eine Anpassung der Citybuslinien ein, die verbesserte Verbindungen in die Innere Stadt sowie zu Naherholungsgebieten wie dem Augarten ermöglicht.
  • Sichere Trennung von Fuß- und Radwegen am Ring: Wir kämpfen für eine klare Trennung der Verkehrsflächen, um Sicherheit und Komfort für alle zu gewährleisten.
  • Weniger touristischer Busverkehr, mehr öffentlicher Verkehr: Wir setzen uns für eine gezielte Ausweitung des öffentlichen Verkehrs ein.

Bezirksentwicklung und Stadtgestaltung

  • Erneuter Anlauf für eine attraktive und moderne Gestaltung der „Eingangsplätze” mit Repräsentationscharakter zur und in der Inneren Stadt: Schwarzenbergplatz und Schwedenplatz - samt schattenspendender Grünraumgestaltung, deutlich verbesserter Aufenthaltsqualität und einem verbessertem Sicherheitsgefühl dank durchdachter Beleuchtung sowie Kunst und Kultur im öffentlichen Raum
  • Maßnahmen zur besseren Verteilung der Touristenströme sowohl örtlich (wienweit, innerhalb des Bezirks) als auch zeitlich (saisonal, Slots), u.a. auch am Beispiel der Passagiere der Fluss-Kreuzfahrtschiffe
  • „Treffpunkt Innenstadt” - soziale Treffpunkte im öffentlichen Raum attraktiver gestalten und aufwerten, z.B. Tische in Parks zum Kartenspielen, Schachspielen, Bocciabahnen etc. sowie auch in den Hundezonen (s.u.)
  • Schwerpunkt HUNDE im ERSTEN: Hundezonen – Bedarfsevaluierung (ca. 500 Hunde wohnen derzeit im 1. Bezirk, dazu kommen noch die „Gasthunde“). Wir streben eine Bestandsaufnahme der bestehenden Anlagen (u.a. Stadtpark) sowie die Befragungen von Hundehalter:innen vor Ort an, um gemeinsam Verbesserungsvorschlägen erarbeiten zu können. Dabei müssen Sauberkeit, Kosten und die Interessen der Anrainer:innen berücksichtigt werden.
  • Schaffung einzelner ausgewiesener Ruhezonen und Grätzl-Oasen für Entspannungssuchende mit viel Grün und gemütlichem Stadtmobiliar
  • Demgegenüber gibt es Aktivitätszonen sowie “Kultur im Park“: fixer Raum für Musik, Tanz und soziale Aktivitäten zum Mitmachen
  • Familienfreundliche Innere Stadt – Kinder und Jugendliche im Fokus: Die Innere Stadt soll ein lebendiger Ort für Familien sein, mit inklusiven Spielplätzen, sicheren Schul- und Freizeitwegen sowie attraktiven Sportstätten

Umwelt und Klima in der Innere Stadt

  • Nachhaltige, ökologische Kühlmaßnahmen - Wir lernen aus der Vergangenheit: schattige Innenhöfe, Fassadengrün, Brunnen, Pergolen, Steine statt Beton, Markisen
  • Entsiegelung und Begrünung von Plätzen und Straßen im Bezirk, wo immer es im Zug von Straßenarbeiten möglich ist und proaktive Planung von Begrünungsmaßnahmen
  • Reaktivierung historischer Brunnen, Planung und Pflege neuer Brunnen im Bezirk
  • „Der Alt Wiener Innenhof” - Initiative für die bewohner:innenfreundliche Gestaltung von Innenhöfen mit Begrünung und Aktivierung vorhandener Brunnen, so wie es bis zum vorigen Jahrhundert üblich war
  • Vereinfachte Genehmigung für Fassadenbegrünung, vereinfachte Bewilligung von Markisen & Außenjalousien für Privatwohnungen und Geschäfte sowie vereinfachte Installation von Klimaanlagen durch Nutzung leerer Kamine
  • Auflagen zur Verhinderung von Hitzeinseln und Hitze erzeugenden Flächen (Glasfassaden, schwarzer Gussasphalt, versiegelte Flächen, ...) sowie SprühnebelStelen nur mehr dort, wo sie sinnvoll und effizient sind

Zusammenleben in der Inneren Stadt (Integration, Kultur, Werte)

  • Fortsetzung und Ausbau der Zusammenarbeit von Awareness-Teams Sozialarbeiter:innen und speziell geschulten Polizeikräften an Wochenenden in und um Hot-spots/Fortgeh-meilen zur Verbesserung der Sicherheits- und Lärmsituation für Bewohner:innen und Besucher:innen
  • Wir wollen weiterhin Zeichen für mehr Akzeptanz, Sensibilisierung und für Vielfalt im Bezirk setzen (z. B. Regenbogenbänke und Regenbogenfahnen während der  Pride Week als Solidarität mit der LGBTIQ* Community)

Demokratische Innere Stadt (Transparenz, Sicherheit)

  • Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner:innen in der Inneren Stadt sowie Fortsetzung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda Innere Stadt. Das Grätzllabor, Grätzlaktionen und Nachbarschaftsstärkung, Bürger:innen-beteiligung sowie Mitgestaltung in der gemeinsamen Steuerungsgruppe sind wichtig für die Entwicklung der Inneren Stadt.
  • Die Bezirkspolitik soll alle modernen Werkzeuge des digitalen öffentlichen Raums für eine offene Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen: Verständliche und nachvollziehbare Protokolle von allen Bezirksvertretungssitzungen und Ausschüssen sollen verpflichtend online und barrierefrei veröffentlicht werden; Verbesserung des Livestreams der Bezirksvertretungssitzung durch Untertitel, Mediathek-Funktion, Antrags-Übersicht
  • Transparentes Förderwesen durch die öffentlich einsehbare Begründung der Höhe, Vergabe und Ablehnung aller Förderanträge in einer Förderdatenbank
  • Erweiterte Vorab-Info bei Neu- und Umgestaltungsprojekten im Bezirk sowie verstärkte Einbindung in den Planungsprozess von Bewohner:innen Bürger:innen-Budget und Budget-Infoabende für Interessierte sowie Willkommens-, Vernetzungs- und Infoveranstaltungen für neue Bezirksbewohner:innen
  • Sicherheitsinitiative SICHER im ERSTEN: Kampagne zur unmittelbaren Wohnumgebung der sich beteiligenden Bewohner:innen in Zusammenarbeit mit Nachbarn, Geschäftsleuten, Gastronomie, Bezirkspolitik, der Lokalen Agenda und der Polizei (z.B. Grätzlpolizist:in)

Gesunde Innere Stadt

  • Der Ausbau von Primärversorgungszentren (PVZ) und niederschwelligen Beratungsangeboten im Bereich psychischer Gesundheit ist dringend notwendig.

Innovative Innere Stadt (Wirtschaft, Digtalisierung)

  • Die Innere Stadt ist das pulsierende Herz der Wiener Wirtschaft. Unternehmer:innengeist und Dynamik treffen auf Anwohner:innen-Interessen. NEOS setzen sich für eine moderne, lebendige Wirtschaftslandschaft ein, die Raum für neue Ideenschafft, bestehende Betriebe stärkt und das Gemeinsame im Herzen der Stadt ermöglicht.
  • Mehr Freiheit für Unternehmen, mehr Service für Kund:innen: starre Öffnungszeiten sollen der Vergangenheit angehören. Wir fordern eine Liberalisierung, die sowohl Unternehmer:innen als auch Kund:innen mehr Flexibilität bietet. So schaffen wir nicht nur ein attraktiveres Einkaufserlebnis, sondern auch neue Arbeitsplätze und fürAnwohner:innen die Möglichkeit, touristischen Stoßzeiten auszuweichen.
  • Lebendige Grätzl, starke Nahversorgung und Kultur für den Bezirk: belebte Einkaufsstraßen, moderne, gut erreichbare Märkte und innovative Nutzungskonzepte machen den Ersten Bezirk noch lebenswerter. Die Verschränkung von Kultur und Unternehmertum ist unser definiertes Ziel. Wir setzen uns für mehr Biomärkte, Bauernmärkte und einen Fischmarkt abseits der touristischen Hotspots ein, um regionale Produzent:innen zu fördern und frische, hochwertige Produkte direkt zu den Menschen zu bringen. So entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Wertschöpfung in den Bezirk bringt.
  • Das Potential der leerstehenden Geschäftslokale muss genutzt werden, um die Straßen zu beleben und die Wirtschaft zu stärken. Bereits ansässige Startups wollen wir als Role Models für neue Gründer:innen gewinnen.
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