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Bezirksprogramm 
NEOS in der Landstraße

Als einer der Bezirke Wiens, der immer weiterwächst, bietet die Landstraße nicht nur viele Chancen, sondern hält auch viele Herausforderungen bereit. Die Menschen, die hier arbeiten und wohnen, sind vielfältig – ebenso sind es die Anforderungen, die an unsere Landstraße gestellt werden.

In den letzten fünf Jahren haben wir bereits viel umgesetzt, um die Landstraße noch 
lebenswerter zu machen, wie bspw. die Fassadenbegrünung der MS Hörnesgasse, die 
Installation eines Wasserspiels im Arenbergpark, die Errichtung einer Sportanlage am 
Donaukanal und die Begrünung des Familienbads im Schweizergarten.

Auch Partizipation ist uns ein großes Anliegen, denn wir sind davon überzeugt, dass wir Verbesserungen im öffentlichen Raum nur gemeinsam erreichen können. Daher haben 
wir uns für mehr Transparenz im Bezirksparlament sowie mehr Bürger:innenbeteiligung, bspw. bei der Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße, eingesetzt. Wir haben viel 
erreicht, aber es gibt noch viel zu tun.

Die Landstraße gemeinsam gestalten

Statt die Landstraße für die Bürger:innen zu gestalten, wollen wir sie mit ihnen gestalten. Denn wer weiß besser, wovon die Landstraße profitieren würde, als die Menschen, die 
hier wohnen und tagtäglich vor Ort unterwegs sind. Aus diesem Grund haben wir sie auch gleich in den Programmprozess mit eingebunden und uns gemeinsam überlegt, welche Schwerpunkte uns die nächsten fünf Jahre überwiegend beschäftigen werden. Relativ schnell hat sich gezeigt, dass wir noch viel zu tun haben.

Wir werden uns in der kommenden Legislaturperiode vor allem folgender Herausforderungen annehmen:

Donaukanal: Sport, Freizeit, Entspannung

Der Donaukanal bietet ungenutztes Potenzial für eine lebenswertere Landstraße. 
nser Ziel ist es, diesen einzigartigen Raum sowohl sicherer als auch attraktiver für die 
Bevölkerung zu gestalten. Wir setzen auf eine verbesserte Beleuchtung, um dunkle, 
verwachsene Ecken zu entschärfen, und auf die Schaffung moderner Grünräume entlang des Kanals. Dabei werden Aufenthaltsflächen vom Fahrradverkehr entkoppelt und 
Freiraum für sportliche Aktivitäten geschaffen. Wassertaxis und Bootsanlegestellen 
tragen als mweltfreundliche Verkehrsmittel zur Entlastung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur bei.

Zudem wollen wir den Donaukanal als einen Hotspot für kulturelle und soziale Events 
etablieren, indem wir sowohl flexible Flächen für Pop-up-Events als auch permanente 
Installationen schaffen. In enger Verbindung mit der lokalen Wirtschaft können Gastronomiebetriebe und Händler:innen von der Aufwertung profitieren – der Donaukanal ist aber auch ein idealer Ort für konsumfreie Zonen, die Raum für Sport, Spiel und Kultur bieten.

Ein innovatives Konzept für einen „Stadtarbeitsplatz“ in den wärmeren Monaten rundet das Projekt ab und trägt zur Steigerung der Lebensqualität im Bezirk bei.

Fasanviertel: Abkühlung, Begrünung, Entlastung

Das im Sommer zu einer Hitzeinsel verwandelte Fasanviertel wollen wir zu einem klimafreundlichen und lebenswerten Raum umgestalten. Dabei setzen wir auf Sonnensegel, 
die den Fasanplatz im Sommer vor starker Hitze schützen. Der Umbau bestehender 
Hydranten zu Trinkbrunnen fördert die Wasserversorgung und steigert den Komfort für die Bewohner:innen.

Eine Überdachung der Schnellbahn inklusive bringt Frischluft und Erholung in den 
städtischen Raum. Die Begrünung des oberen Fasanplatzes und der Fassaden wertet 
das Stadtbild nachhaltig auf. Ein Radweg entlang der Oberen Bahngasse verbessert die Sicherheit und Erreichbarkeit für Radfahrende, während ein ausgewogener Branchenmix in der Fasangasse zu einer Belebung der Erdgeschosszonen führt und gleichzeitig die 
lokale Wirtschaft stärkt.

Mit barrierefreien Gehsteigen und Zebrastreifen wird der Raum inklusiv gestaltet und für alle zugänglich gemacht. So machen wir aus einer Hitzeinsel eine Oase inmitten des 
Bezirks, die den klimatischen Herausforderungen der Zukunft standhält und gleichzeitig als wirtschaftlich lebendiger, sozialer Treffpunkt dient.

Landstraßer Hauptstraße: Attraktivierung, Begrünung, Belebung

Ein weiterer Punkt, in dem sich alle einig sind: Die Landstraßer Hauptstraße braucht ein Update. Doch warum geschieht nichts? Wir möchten die Landstraßer Hauptstraße als Herzschlagader des Dritten nicht nur begrünen, sondern ganzheitlich aufwerten. Unser Ziel: Das Geschäftesterben aktiv verhindern, indem attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmer:innen, Handel und Gastronomie geschaffen werden.

Durch die Förderung von Pop-up-Lokalen können leerstehende Geschäftslokale 
wiederbelebt werden. Dadurch wird ein abwechslungsreiches und modernes Angebot 
geschaffen. Mit einer Begegnungszone Rochusmarkt, zwischen Rochusgasse und 
Sechskrügelgasse, werten wir den Rochusmarkt als lebendiges Zentrum auf. Gleichzeitig sorgen gezielte Begrünungsmaßnahmen in Kombination mit dem Ausbau von Sitzgelegenheiten für ein angenehmes Mikroklima und ein freundlicheres Stadtbild.

Ein neuer Zweirichtungs-Fahrradhighway als Teil eines durchdachten, ganzheitlichen 
Verkehrskonzepts fördert nachhaltige Mobilität. So machen wir die Landstraßer Hauptstraße zu einer zukunftsfitten, lebendigen Ader für alle Verkehrsteilnehmer:innen, 
Bewohner:innen und Unternehmer:innen.

Unsere Vision

Die Landstraße wird ein Ort der Innovation und des Miteinanders. 
Wir wollen neuen Lösungen und innovativen Konzepten offen begegnen.

Unsere Vision ist eine Stadtseilbahn: Mit einer urbanen Seilbahn, die den Hauptbahnhof über den Dritten mit dem Ernst-Happel-Stadion verbindet, können wir eine moderne 
Ergänzung zur Verkehrsinfrastruktur schaffen. Zwischenstationen im Arsenal, bei der Eventhalle in Neu Marx und im Prater schaffen eine schnelle, umweltfreundliche und 
staufreie Verbindung für Pendler:innen, Anrainer:innen und Besucher:innen. Die Seilbahn entlastet den Verkehr, stärkt den Wirtschafts- und Veranstaltungsstandort und integriert sich nahtlos in das bestehende öffentliche Verkehrsnetz.

So wird der Dritte zu einem zukunftsweisenden Mobilitätsknotenpunkt in Wien.

G’scheite Landstraße

  • Wir tragen Sorge dafür, dass die finanziellen Mittel für eine moderne Schulinfrastruktur vorhanden sind.
  • Verstärkte Vernetzung der Landstraßer Unternehmen mit Schulen im Rahmen der berufspraktischen Tage.
  • Das Jugendparlament muss Anfrage-, Antrags- und Rederecht in den Bezirksvertretungssitzungen erhalten.

Innovative Landstraße

  • Das Potenzial der leerstehenden Geschäftslokale muss genutzt werden, um die Straßen zu beleben und die lokale Wirtschaft zu stärken. Dazu soll ein Innovationsgebiet für Unternehmer:innen zum Erproben bestimmt werden. Ansässige Startups wollen wir als Aushängeschild für neue Gründer:innen nutzen.
  • Wir wollen jährliche Straßenfeste fördern, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Grätzln zu stärken und auf die lokale Wirtschaft aufmerksam zu machen.
  • Durch Konzepte für smarte Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern soll Energie gespart werden.
  • Die Entsiegelung von Böden und die bienenfreundliche Bepflanzung von Freiflächen muss vorangetrieben werden. Dazu wollen wir urbanes Gärtnern im öffentlichen Raum unterstützen.

Lebenswerte Landstraße

  • Wir wollen einen umfassenden Bürger:innenbeteiligungsprozess zur Neugestaltung rund um die neue Eventhalle in St. Marx. Wir brauchen sowohl ein Verkehrskonzept als auch Raum für Begrünung und Lebensqualität.
  • Umgestaltung des Schwarzenbergplatzes gemeinsam mit den Anrainer:innen und einem Beteiligungsprozess über Bezirksgrenzen hinweg.
  • Die Bewohner:innen im Arsenal brauchen eine bessere Verkehrsanbindung durch einen Zubringerbus und einen Radweg in der Ghegastraße. Darüber hinaus soll die Nahversorgung verbessert und die Begrünung der Fassaden vorangetrieben werden.
  • Um den Anforderungen moderner Mobilität gerecht zu werden, wollen wir E-Ladesäulen ausbauen und mehr Zweiradparkplätze schaffen.
  • Ausbau der Verbindung zwischen Gürtel und Rennweg für Radfahrer:innen, um Gefahrenstellen zu beseitigen.
  • Umgestaltung des Radetzkyplatzes, um einen besseren Ort für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu schaffen.
  • Alle Kinder brauchen einen sicheren Schulweg, damit sie Selbständigkeit und Eigenverantwortung im Straßenverkehr erlernen. Wir fordern regelmäßige Überprüfungen und Evaluierungen von Kreuzungen und Querungen entlang der Schulwege, um auf geänderte Anforderungen rechtzeitig reagieren und adäquate Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit unserer Kinder durchführen zu können.
  • Optimierung der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen durch innovatives Regenwassermanagement.

Zusammenleben in der Landstraße

  • Förderung des sozialen Zusammenhalts aller Bevölkerungsgruppen durch gemeinschaftliche Projekte (z.B. Urban Gardening), Kunstprojekte im öffentlichen Raum,   gemeinsame Aktivitäten und Projekte von Kindergärten, Senior:innenheimen bzw. -klubs und Jugendzentren.
  • Wir wollen weiterhin Zeichen für mehr Akzeptanz und eine Sensibilisierung für Vielfalt im Bezirk setzen (z.B. Regenbogenbänke als Solidarität mit der LGBTIQ*-Community).
  • Ausarbeitung der Kriterien zur Kulturförderung im Bezirk und die Einführung eines jährlichen Transparenzberichts des Kulturbereichs im Bezirk mit einer Online Veröffentlichung.
  • Stärkung der Diversität und des Austauschs von Kulturschaffenden durch gemeinsame Proberäume und Ateliers.

Demokratische Landstraße

  • Die Bezirkspolitik soll alle modernen Werkzeuge des digitalen öffentlichen Raums für eine offene Kommunikation mit den Bürger:innen nutzen.
  • Für die Bürger:innen nachvollziehbare Protokolle aller Bezirksvertretungssitzungen, Ausschüsse und Kommissionen sollen verpflichtend online und barrierefrei veröffentlicht werden.
  • Transparentes Förderwesen mit öffentlich einsehbarer Begründung der Höhe und der Gründe für Vergabe bzw. Ablehnung aller Förderanträge in einer Datenbank.
  • Abschaffung der Stellvertretung der/des Bezirksvorstehers, um dem Bezirk Geld zu sparen.
  • Bürger:innenanfragen sollen per Ticket-System besser kategorisiert und nachverfolgbar gemacht werden, damit nichts verlorengeht und ersichtlich ist, wo Anliegen gerade stehen.
  • Wir unterstützen die Einführung einer Grätzlsombudsperson, welche eine zentrale Anlaufstelle für z.B. Straßenfeste (Grätzlaktion) ist.

Gesunde Landstraße

  • Es müssen genügend Kinderkassenärzt:innen zur Verfügung stehen. Gerade in Stadtentwicklungsgebieten, wo oft Jungfamilien ein Zuhause finden.
  • Ausbau des Angebots an Primärversorgungszentren im Bezirk.
  • Ausbau des Angebots der Kinder- und Jugendpsychologie. Nicht nur die physische Gesundheit der Jugendlichen ist uns ein großes Anliegen. Auch psychologische Probleme können sich stark auf das Wohlbefinden auswirken.
  • Die Anliegen der älteren Bewohner:innen liegen uns im Sinne der Generationengerechtigkeit besonders am Herzen. Anliegen. Dazu soll eine Ombudsstelle im Bezirk eingerichtet werden, die sich den Wünschen, Sorgen und Anregungen der Senior:innen annimmt.

Sportliche Landstraße

  • Öffentlicher Winterspielplatz für Kinder mit längerer Beleuchtung und eine Indoor-Sporthalle für Jugendliche. Im Sommer sollen die Outdoor-Schulsportanlagen der öffentlichen Schulen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.
  • Spiel- und Sportplätze müssen barrierefrei gestaltet bzw. umgestaltet werden.
  • Aufwertung der Parks durch öffentliche Sportgeräte, Schachspiele und Bocciaspieflächen, sowie Sportgeräte und Schaukeln für körperlich eingeschränkte Personen.
  • Im Dritten fehlt ein öffentliches Hallenbad. Wir wollen die Möglichkeit schaffen, im Bezirk schwimmen zu gehen, beispielsweise bei der neuen Eventhalle.
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