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UNSER BEZIRKSPROGRAMM 
FÜR MARIAHILF

Mariahilf ist ein kleiner, charmanter Bezirk im Herzen Wiens, der durch seine zentrale Lage und urbane Dichte besticht. Als pulsierender Hotspot und Herz der LGBTIQ*-Community steht Mariahilf für Offenheit, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander – darauf sind wir besonders stolz.

Die hohe Wohndichte und die Vielzahl an sozialen Einrichtungen bieten nicht nur Chancen, sondern stellen den Bezirk auch vor Herausforderungen. Vor allem die großen Infrastrukturprojekte – wie der U-Bahnausbau, die Neugestaltung der Gumpendorfer Straße als „urbane Lebensader“ und die Umgestaltung des Naschmarktparkplatzes – prägen derzeit den Bezirk und erfordern innovative Lösungen.

Wir wollen diesen Herausforderungen mit einem klaren Fokus auf Dialog, Austausch und mehr Bürger:innenbeteiligung begegnen. Mit gemeinsamem Engagement schaffen wir ein harmonisches Zusammenleben in all unserer Vielfalt und machen Mariahilf zu einem noch lebenswerteren und zukunftsorientierten Bezirk.

In den letzten Jahren konnten wir NEOS in Mariahilf bereits viele Erfolge erzielen, die den Bezirk transparenter, lebenswerter und moderner gemacht haben. Ein großer Meilenstein war die Einführung des Livestreams in die Bezirksvertretungssitzung und die Veröffentlichung der dazugehörigen Protokolle, Anträge und Anfragen – eine unserer Initiativen, um die Bezirkspolitik transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten. Beim Thema Budgettransparenz konnten wir mit Informationsveranstaltungen sowie Postwurfsendungen erreichen, dass die Bürger:innen besser informiert und eingebunden werden.

Auch im öffentlichen Raum haben wir NEOS wichtige Akzente gesetzt, indem wir uns konsequent für Bürger:innenbeteiligung eingesetzt haben – etwa bei der Neugestaltung des Loquai-Grätzls und des Schmalzhoftempelparks. Mittels Pride-Zebrastreifen, vielen zusätzlichen Sitzgelegenheiten, sichereren Schulwegen und mehr Fahrradabstellplätzen haben wir den Bezirk für alle Generationen lebenswerter gemacht.

Ergänzend dazu haben wir uns erfolgreich für soziale Maßnahmen und mehr Sicherheit in Mariahilf eingesetzt – mit besserer Beleuchtung, gezielter Sozialarbeit und Maßnahmen, die das gute Zusammenleben verbessern.

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir in den nächsten Jahren noch mehr aus Mariahilf herausholen. Vor allem die Aufenthaltsqualität und eine tragfähige Verkehrslösung für die Gumpendorfer Straße werden uns dabei beschäftigen. Wir wollen, dass sich alle Menschen in Mariahilf wohlfühlen und der Bezirk ihren Bedürfnissen entspricht. Deshalb ist uns Beteiligung ein großes Anliegen, denn nur gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen.

Gemeinsam Mariahilf aufwerten

Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe, Mariahilf für die Bürger:innen zu gestalten, sondern wollen es mit ihnen gestalten. Denn wer weiß besser, was Mariahilf braucht, als die Menschen, die hier wohnen und tagtäglich vor Ort unterwegs sind. Aus diesem Grund haben wir sie auch gleich in den Programmprozess eingebunden und gemeinsam überlegt, welche Schwerpunkte uns die nächsten fünf Jahre überwiegend beschäftigen werden. Relativ schnell war klar, dass die nachhaltige und lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums in Mariahilf den Menschen im Bezirk ein großes Anliegen ist.

Dabei liegt unser Fokus auf der Begrünung und Entsiegelung von Flächen, insbesondere in bereits verkehrsberuhigten Straßen wie der Rahlgasse, sowie auf der konsequenten Ausstattung öffentlicher Gebäude mit Photovoltaikanlagen. Zusätzlich möchten wir mehr Brunnen mit Trinkwasser, beschattete Sitzgelegenheiten und attraktive Sportanlagen schaffen, um den Bezirk noch lebensfreundlicher zu gestalten.

Außerdem wollen wir den Raum für Kinder und Jugendliche durch gezielte Maßnahmen erweitern und Hundezonen artgerechter gestalten. Um Mariahilfs Entwicklung zu einem modernen und lebendigen Bezirk voranzutreiben, planen wir, diverse Stiegen und Vorplätze durch Begrünungen aufzuwerten und den Ausbau von Kunst im öffentlichen Raum weiter voranzutreiben.

Unser Ansatz dabei ist klar: Bürger:innen sollen ihren Lebensraum aktiv mitgestalten können. Die Verteilung des öffentlichen Raums erfolgt mit Herz und Verstand – ideologiefrei, ohne Dogmen und stets fair für alle. Wir setzen uns gegen reine Klientelpolitik ein und dafür, dass jede Maßnahme im Einklang mit den Wiener Klimazielen steht. Dieser Thematiken werden wir uns in der kommenden Legislaturperiode annehmen und garantieren, dass auch in Zukunft innovative Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen werden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass öffentlich finanzierte Studien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, und zwar umfassend, transparent und zeitnah.

Unsere Vision

Stell dir vor die Sonne scheint und wir spazieren gemütlich durch Mariahilf. Obwohl es Sommer ist, ist es im Schatten der umfangreichen Begrünungen angenehm kühl. Wir starten auf der Mariahilfer Straße, die sich in den letzten Jahren wieder zu einem wahren Aushängeschild des Bezirks entwickelt hat. Die neue, grüne Oberflächengestaltung lädt zum Verweilen ein. Die Straße ist lebendig, aber nicht hektisch – eine gelungene Balance zwischen Flaniermeile und Einkaufsparadies. Die liebevoll gestalteten Auslagen und die Vielfalt an Geschäften zeigen, wie viel sich hier in den letzten Jahren getan hat.

Von der Mariahilfer Straße biegen wir ab und gehen hinunter zur Gumpendorfer Straße. Sie ist nicht nur das Herzstück unserer Vision eines urbanen Lebensraums, sondern auch ein Paradebeispiel für gelungene Bürger:innenbeteiligung. Die Straße wurde modernisiert, mit mehr Grün und beschatteten Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Menschen schlendern entspannt, unterhalten sich oder genießen eine kurze Pause in einem der kleinen Cafés, die sich hier angesiedelt haben.

Die Mischung aus Tradition und Innovation verleiht der Straße eine besondere Atmosphäre, die Anrainer:innen und Besucher:innen gleichermaßen anzieht.

Unser Weg führt uns weiter zum Naschmarkt, vorbei an der Fläche, die einst als großer, asphaltierter Parkplatz bekannt war. Nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wurde diese 12.000 Quadratmeter große innerstädtische Hitzeinsel in einen einladenden und grünen Aufenthaltsort umgestaltet. Die neue Grünoase, liebevoll „Naschpark“ genannt, dient nun als attraktives Entrée zum Naschmarkt und bietet den Anwohner:innen einen großzügigen Rückzugsort mitten in der Stadt – mit viel Begrünung, kühlenden Elementen und Raum zum Verweilen.

Genau diese Stimmung und dieses Gefühl, das du auf diesem Spaziergang hattest, wünschen wir uns für Mariahilf 2030. Das schaffen wir aber nicht alleine, sondern nur mit der Unterstützung und dem Engagement der Menschen aus dem Bezirk. Nützen wir die Chance und machen Mariahilf zu einem noch lebenswerteren und schöneren Bezirk, als er es ohnehin schon ist!

Der Weg zur Vision

G’scheites Mariahilf

  • Verstärkte Vernetzung der Mariahilfer Unternehmen mit Schulen im Rahmen der berufspraktischen Tage.
  • Das Jugendparlament muss Anfrage- und Antragsrechte sowie Rederecht in der Bezirksvertretungssitzung erhalten.

Innovatives Mariahilf (Wirtschaft, Digitalisierung)

  • Das Potenzial der leerstehenden Geschäftslokale muss genutzt werden, um die Straßen zu beleben und die Wirtschaft zu stärken. Dazu soll ein Innovationsgebiet für Unternehmer:innen zum Erproben bestimmt werden.
  • Ansässige Startups sollten wir als Aushängeschild für neue Gründer:innen nutzen.
  • Konzepte für smarte Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern sollen Energie sparen.
  • Vorantreiben der Entsiegelung von Böden und die bienenfreundliche Bepflanzung von Freiflächen – Unterstützung von urbanem Gärtnern im öffentlichen Raum

Lebenswertes Mariahilf (Mobilität und Stadtentwicklung)

  • Das subjektive Sicherheitsgefühl in Mariahilf stärken, u.a. durch bessere Beleuchtung und die Aufenthaltsqualität durch ansprechende Gestaltung des öffentlichen Raumes erhöhen.
  • Verbesserte Aufenthaltsangebote für Klient:innen des Jedmayer und aufsuchende Betreuung für Obdachlose, Suchtkranke und andere marginalisierte Gruppen entlang der Gumpendorfer Straße.
  • Maßnahmen gegen den organisierten Drogenhandel an Hotspots wie U4 Margaretengürtel, Fritz-Imhoff-Park oder U6 Gumpendorfer Straße.
  • Schaffung konsumfreier Zonen und Angebote in der Nähe neuer U-Bahn-Stationen.
  • Alle Kinder brauchen einen sicheren Schulweg, damit sie Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im Straßenverkehr erlernen. Wir fordern regelmäßige Überprüfungen und Evaluierungen von Kreuzungen und Querungen entlang der Schulwege, um auf geänderte Anforderungen rechtzeitig reagieren und adäquate Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit unserer Kinder setzen zu können.
  • Neue Einteilung des öffentlichen Raumes für verschiedene Nutzer:innen (Erholung, Fuß-, Rad-, Roller-, und PKW-Verkehr), um das Konfliktpotenzial zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen.
  • Alle Hundezonen in den Mariahilfer Parks müssen artgerecht ausgestattet sein.
  • Attraktivierung öffentlicher Plätze durch übergreifende Planungskonzepte.
  • Saubere, unentgeltlich und dauerhaft nutzbare WC-Anlagen für alle öffentlichen Plätze und Parks.
  • Ein Gesamtkonzept für die innovative Möblierung des öffentlichen Raumes ist lang überfällig. Viele öffentliche und private Garagen im Bezirk stehen leer. Wir fordern die geteilte Nutzung von öffentlichen Garagenplätzen mit modernen digitalen „Smart-Parking-Tools“.
  • Optimierung der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen durch innovatives Regenwassermanagement.
  • Ein erweitertes Angebot von geteilten Mobilitätsservices, wie zum Beispiel mehrere fixe Sharing E-Autos mit fixen E-Ladestationen.

Zusammenleben in Mariahilf (Integration, Kultur, Werte, Bildung)

  • Förderung des sozialen Zusammenhalts aller Bevölkerungsgruppen durch gemeinschaftliche Projekte (z.B. Urban Gardening), Kunstprojekte im öffentlichen Raum, gemeinsame Aktivitäten und Projekte von Kindergärten/Senior:innenheimen, Schulen und Klubs/Jugendzentren.
  • Wir wollen weiterhin ein Zeichen für mehr Toleranz und Vielfalt setzen und die Sensibilisierung vorantreiben (z.B. Regenbogenbänke als Solidarität mit der LGBTIQ*-Community).
  • Wir fordern die Ausarbeitung der Kriterien zur Kulturförderung im Bezirk und die Einführung eines transparenten jährlichen Bezirkskulturberichts mit Online-Veröffentlichung.
  • Gemeinsame Proberäume und Ateliers sollen die Diversität und den Austausch der Kulturschaffenden im Bezirk stärken.

Demokratisches Mariahilf (Transparenz)

  • Die Bezirkspolitik soll alle modernen Werkzeuge des digitalen öffentlichen Raums für eine offene Kommunikation mit den Bürger:innen nutzen.
  • Für die Bürger:innen nachvollziehbare Protokolle sollen von allen Ausschüssen verpflichtend online und barrierefrei veröffentlicht werden.
  • Der Livestream der Bezirksvertretungssitzung soll innerhalb einer Woche in der Mediathek der Bezirksvertretung abrufbar sein.
  • Den Bürger:innen ist die Möglichkeit einzuräumen, ihre Anliegen im Rahmen einer Bürger:innen-Fragestunde vor Beginn der Bezirksvertretungssitzung zu äußern und eine Antwort von der/dem Bezirksvorsteher:in zu erhalten.
  • Wir fordern ein transparentes Förderwesen durch die öffentlich einsehbare Begründung der Höhe, Vergabe und Ablehnung aller Förderanträge in einer Förderdatenbank.
  • Bürger:innenanfragen sollen per Ticket-System besser kategorisiert und nachverfolgbar gemacht werden, damit nichts verlorengeht und ersichtlich ist, wo Anliegen gerade stehen.
  • Abschaffung der Bezirksvorsteher:in-Stellvertreter:innen.

Gesundes Mariahilf

  • Genügend Kinderkassenärzte in einem urbanen Bezirk, wo gerade Jungfamilien oft ein Zuhause finden.
  • Weiterer Ausbau des Angebots an Primärversorgungszentren im Bezirk.
  • Ausbau der Kinder- und Jugendpsychologie, weil uns nicht nur die physische Gesundheit der Jugendlichen ein großes Anliegen ist. Auch psychologische Probleme können sich stark auf das Wohlbefinden auswirken.

Sportliches Mariahilf

  • Öffnung der Outdoor-Schulsportanlagen der öffentlichen Schulen im Sommer.
  • Spiel- und Sportplätze müssen barrierefrei gestaltet bzw. umgestaltet werden.
  • Spiel- und Sportplätze den Künstler:innen zur malerischen Attraktivierung zur Verfügung stellen (Beispiel: Basketballplatz Margaretengürtel).
  • Wir fordern öffentliche Sportgeräte, Schachspiele und Bocciaspielflächen sowie Sportgeräte und Schaukeln für körperlich eingeschränkte Personen für die Mariahilfer Parks.
Download Bezirksprogramm Mariahilf