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Große Politik von kleinen Menschen

Das Kinderparlament tagt wieder in der Josefstadt

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© K Reyer

An einem ganz normalen Vormittag wird das Bezirksamt Josefstadt zum Schauplatz gelebter Demokratie. Statt Aktenmappen und Sitzungsvorlagen stehen Pinnwände, bunte Zetteln und viele mutige Wortmeldungen im Mittelpunkt. Denn: Das Kinderparlament Josefstadt findet wieder statt und zeigt eindrucksvoll, wie ernst politische Beteiligung schon im Volksschulalter sein kann.

Denn echte Demokratie beginnt nicht erst mit 16 oder 18. Sie beginnt dort, wo junge Menschen merken: Meine Meinung zählt. Und sie kann etwas verändern.

Wenn ganze Schulklassen Politik machen

Was das Kinderparlament in der Josefstadt besonders macht: Hier nehmen ganze Schulklassen teil.

Im aktuellen Durchgang sind zehn Klassen aus allen Volksschulen des Bezirks dabei – darunter die VS Lange Gasse, VS Maria-Treu, VS Zeltgasse und die VS Pfeilgasse. Insgesamt nutzen über 200 Kinder die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an den Bezirk zu richten.

Im Kinder- und Jugendparlament erleben junge Wiener:innen, wie Stadtpolitik funktioniert. Sie diskutieren, stellen Fragen, entwickeln Ideen und formulieren Forderungen – zu Themen, die sie unmittelbar betreffen: sichere Schulwege, mehr Grün im Grätzl, Plätze zum Treffen, Freizeitangebote oder Klimaschutz im Alltag.

Das ist nicht nur eine Übung „zum Spaß“. Die Vorschläge werden gesammelt, präsentiert und an Politik und Verwaltung weitergegeben. Kurz gesagt: Junge Menschen gestalten ihre Stadt aktiv mit.

Ein Vormittag, der Mut macht

Die Josefstadt ist einer der am dichtesten bebauten Bezirke Wiens. Platz ist knapp, Nutzungskonflikte sind Alltag. Genau deshalb ist es so wichtig, die Perspektive jener einzubeziehen, die den Bezirk täglich anders erleben als Erwachsene: Kinder und Jugendliche.

Sie wissen ganz genau,

  • wo der Schulweg unsicher ist,
  • welcher Platz im Sommer unerträglich heiß wird,
  • wo man sich gerne aufhalten würde – wenn man dürfte,
  • was im Bezirk fehlt, was Kinderherzen höher schlagen lässt

Beteiligung heißt hier nicht Theorie, sondern konkrete Verbesserungen im direkten Lebensumfeld.

Mitreden macht die Josefstadt besser

Das Kinder- und Jugendparlament – ebenso wie bezirkliche Beteiligungsformate – zeigt: Die Josefstadt kann ein Bezirk sein, in dem junge Stimmen nicht überhört werden, sondern Teil der Entscheidung sind.

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