Grätzlmistplatz Innstraße
Start des Planungsprozesses mit Bürger:innenbeteiligung

Am 13.01.26 war es endlich soweit. Nach jahrelanger Diskussion zum Standort des zukünftigen Mistplatzes steht dieser nun fest. Der neue Grätzlmistplatz für Leopoldstadt und Brigittenau entsteht im Nordbahnviertel an der Innstraße, die zugleich die Grenze zwischen 2. und 20. Bezirk darstellt.
Am Podium waren wesentlichen Stakeholder anwesend, die beim diesjährigen Planungsprozess involviert sind:
- Josef Thon - MA 48
- Thomas Madreiter - Planungsdirektor
- Trixi Rauscher – Baudirektion
- Andreas Käfer - Traffix Verkehrsplanung
- Hans Emrich - Mitglied Fachbeirat
- Alexander Nikolai - Bezirksvorsteher Leopoldstadt
Rege Diskussion
Die anwesenden Bürger:innen konnten sich mittels Powerpoint-Präsentation der MA48 ein Bild machen, welche Anforderungen bezüglich Öffnungszeiten, Logistik zu Zu- und Abtransport, dem Fuhrpark und der Anzahl an "Fraktionen" (Fachsprache für die Mulden) zur Trennung der Problemstoffe erforderlich sind.
Der Standort wird Betriebsräume für 100 Mitarbeiter:innen beinhalten sowie einen Veranstaltungssaal für Schüler:innen und Bürger:innen, wo Repaircafés, Upcycling-Workshops, Tauschbörsen, Führungen und Infoabende stattfinden werden.
Den Befürchtungen von anwesenden Bürger:innen, dass der Mistplatz die Lebensqualität im Grätzl schmälert und die Freie Mitte durch Lärm- und Schadstoffemissionen belastet wird, wurde argumentativ entgegengewirkt. Es kommt ein Sicht- und Lärmschutz sowie Fassaden- und Dachbegrünung, sodass sich die Anlage in die Gegend bestmöglich einfügt.
Kritik an mangelnder Transparenz und Ausblick
Grundsätzlich wurde der Mistplatz begrüßt, aber die bisherige mangelnde Transparenz stark kritisiert. Daraufhin zeigte Andreas Käfer (Traffix Verkehrsplanung) spontan auf Powerpoint-Folien, dass insgesamt neun potentielle Standorte im 2. und 20. Bezirk gefunden wurden und die Innstraße nach eingehender Evaluierung als bestmögliche Option gesehen wurde.
Am 20.1.26 folgt ein zweiter Termin, wo die gleichen Inhalte nochmals präsentiert werden und Bürger:innen, die beim ersten Termin verhindert waren, mitdiskutieren und sich informieren können. Zudem wurde von der Planungsdirektion versichert, dass alle Inputs in die weiteren Planungen miteinfließen. Sämtliche Folien und Inputs werden nach den beiden Veranstaltungen zeitnahe auf der Bezirkswebseite veröffentlicht.
Wie es danach genau weiter geht ist noch offen. Wir werden jedenfalls sehr darauf achten, dass weitere Informations- und Diskussionsformate stattfinden, um interessierte Bürger:innen beim Planungsprozess einzubinden!



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