Lärm- und Klimaschutz, Sicherheit und fehlende Behindertenparkplätze
Warum wir Quereinstieg im Kindergarten fördern
Mehr Zeit für jedes Kind? Das geht nur durch mehr qualifiziertes Personal.

Wer an Kindergärten und Schulen denkt, denkt oft zuerst an das, was fehlt: Personal. Der Lehrkräftemangel ist real, und er betrifft längst alle Bildungsstufen – von der Volksschule bis zur Mittelschule, und auch den Kindergarten.
Eine Entwicklung, vor der wir NEOS seit unserer Gründung gewarnt haben: Man wusste Jahrzehnte im Voraus, wann die geburtenstärksten Jahrgänge in Pension gehen. In der Regierung ist es unsere Verantwortung, diese Versäumnisse nachzuholen – die Aufholjagd in der Bildung geht weiter.
Aus diesem Grund hat Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling das Assessment Center von Teach For Austria besucht. Dort werden Menschen ausgewählt, die über ein strukturiertes Programm als Quereinsteiger:innen an Bildungsstandorten mit besonderen Herausforderungen eingesetzt werden.
Bei unserem Besuch durchliefen sechs Bewerber:innen das Verfahren – für den Einsatz in Kindergärten und Mittelschulen. Eine gute Gelegenheit, sich das System hautnah anzuschauen.
So sieht das Assessment Center aus
Die Auswahl der Quereinsteiger:innen erfolgt über strukturierte Beobachtungen und Gruppenarbeiten. Was zählt, sind Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zur Reflexion. Wer aufgenommen wird, durchläuft ein zweijähriges Programm mit rund 730 Stunden begleitender Ausbildung und individuellem Coaching.
Das Auswahlverfahren von Teach For Austria ist anspruchsvoll: Nur etwa sieben bis zehn Prozent der Bewerber:innen erhalten am Ende ein Angebot. Das Interesse wächst: 2024 haben sich 514 Personen beworben, 2025 waren es bereits 838. Für 2026 sind es jetzt schon 860 – und das Bewerbungsjahr ist noch nicht vorbei.
Neue Wege gegen den Personalmangel
Quereinsteiger:innen sind kein Notbehelf. Sie bringen unterschiedliche Studienhintergründe und Berufserfahrungen mit und können neue Perspektiven in den Bildungsalltag tragen. In den Schulen ist das bereits gelebte Praxis.
Im Kindergarten ist der Weg noch neu. Unter den aktuell rekrutierten Fellows für 2026 sind vier dabei, die im Kindergarten starten werden. Das ist ein Anfang. Denn genau hier setzt die Reformagenda von Emmerling an: Der Kindergarten soll sich für neue Berufsgruppen öffnen – für spezialisiertes Sprachförderpersonal, für Gesundheitsfachkräfte, für Quereinsteiger:innen mit pädagogischer Begleitung.
Kindergarten neu denken – durch neue Köpfe im Kindergarten
Neben mehr Quereinsteiger:innen ist die Öffnung des Kindergartens für neue Berufsgruppen ist ein zentraler Baustein der Kindergartenreform, die Bettina Emmerling vorantreibt. All diese Reformen sollen dafür sorgen, dass der wichtigste Job der Stadt wieder von glücklichen Pädagog:innen gemacht wird. Und mehr qualifizierte Menschen im Kindergarten – das bedeutet auch mehr Zeit für jedes einzelne Kind.
Teach For Austria zeigt, wie es gelingen kann, motivierte Menschen für den Bildungsbereich zu gewinnen, die sonst nie dort gelandet wären. Eine wertvolle Initiative, die Wien einbezieht – in der Schule und im Kindergarten.


