Rot-grün hat bildungspolitisch versagt
Wiener Eltern entscheiden sich österreichweit am häufigsten dafür, ihr Kind auf eine Privatschule anstatt an eine öffentliche Schule zu geben. Sie tun das, weil sie ihren Kindern die beste Bildung ermöglichen wollen. Die Wiener öffentlichen Schulen erfüllen diesen Auftrag aus ihrer Sicht jedoch häufig nicht. Denn öffentliche Schulen sind gerade in Wien mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert, die seit Jahrzehnten alle kennen. 
Trotzdem tut keiner was. Weder Schwarz-Blau noch Rot-Grün. 

„Sag mir wo du wohnst, und ich sage dir, was aus dir wird“ Jeder weiß, dass Bildungschancen in Österreich unfair verteilt sind. Der Schulerfolg eines Kindes hängt in Österreich im internationalen Vergleich besonders stark vom Bildungshintergrund der Eltern ab. Doch in Wien kann auch der Wohnort schon entscheidend für den weiteren Bildungsweg sein. Sind in Liesing nur 7 Prozent der Volksschüler_innen außerordentliche Schüler_innen, so sind es in Margareten über ein Drittel der Schüler_innen. Während in der Josefstadt auf 10.000 Einwohner rund 16 AHS-Unterstufenklassen kommen, sind es in der Donaustadt nur 4. 

Rot-grüne Bildungspolitik – Maulkörbe statt Lösungen London hat es getan. Bremen hat es getan. In beiden Städten hat die Politik den Mut gehabt, offen und ehrlich die Karten auf den Tisch zu legen und die Probleme im Bildungsbereich anzugehen. Mit nachweisbarem Erfolg. Wien ist hingegen weiterhin anders. Statt Lösungen endlich anzugehen, herrscht weiterhin ein Klima des Desinteresses und der Einschüchterung. Wollen engagierte Direktor_innen oder Lehrer_innen auf Probleme aufmerksam machen, werden Maulkörbe verteilt. Lange bekannte Probleme 
werden ignoriert oder im besten Fall verwaltet. Der Wille dazu, Probleme offen und ehrlich anzugehen und öffentliche Schulen in Wien nachhaltig besser zu gestalten: nicht vorhanden! Wir wollen faire Bildungschancen für alle.

Unsere zentralen Forderungen: 

BildungsFAIRteilung 
Bildungschancen sollen fair verteilt werden. Kinder müssen die gleichen Chancen haben, gute öffentliche Schulen wohnortnahe besuchen zu können. Dort wo die größten Herausforderungen vorhanden sind, braucht es die größte Unterstützung. Gelder sollen indexbasiert – also nach der sozio-ökonomischen Zusammensetzung der Schülerschaft – an die Schulen verteilt werden. Wie das Geld eingesetzt wird, entscheiden die Schulen selbst – denn sie wissen am besten, was ihre Schüler_innen benötigen. Ein begleitendes Monitoring stellt transparent dar, wie sich die zusätzlichen Mittel auf die Bildungserfolge auswirken. 

Wiener Bildungswende 
Wien muss seine Kräfte bündeln und die Probleme im öffentlichen Schulsystem offen und ehrlich angehen. Das geht nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam eine echte Bildungswende starten. Die Politik muss den Willen haben, echte Veränderungen herbeizuführen, offene Diskussionen zuzulassen und Probleme transparent darzulegen. Schulen müssen ein Ort werden, der von Zusammenarbeit, Kooperation und Austausch geprägt ist. Eltern müssen wieder stärker an der Ausbildung ihrer Kinder beteiligt und in die Verantwortung genommen werden. Nach dem Vorbild Londons sollen alle Akteure gemeinsam klare Zielvorgaben erarbeiten. Ein transparentes Monitoring begleitet das Projekt und legt offen, inwieweit die gesetzten Maßnahmen wirken und die vereinbarten Ziele erreicht werden. Denn nur gemeinsam können wir eine echte Verbesserung an öffentlichen Schulen in Wien schaffen!