Was passiert mit unserem Müll?
Ein Blick hinter die Kulissen der Wiener Abfallwirtschaft

Die NEOS Donaustadt Arbeitsgruppe Umwelt hat die Deponie Rautenweg besucht, um sich vor Ort anzuschauen, was mit unserem Restmüll passiert, nachdem wir ihn entsorgt haben? Am 11. September 2026 haben sie bei einer spannenden Exkursion spannende Einblicke in die Wiener Abfallwirtschaft erhalten.
Von Restmüll zu Schlackenbeton
Die Deponie Rautenweg ist die größte Deponie Österreichs. Heute werden dort ausschließlich aufbereitete und geruchlose Rückstände aus den Wiener Müllverbrennungsanlagen abgelagert.
Besonders interessant war für uns der Weg von der Müllverbrennung bis zur endgültigen Ablagerung: Aus einer Tonne Restmüll entstehen rund 25 Prozent der ursprünglichen Masse als Schlacken und Aschen. Diese werden mit Zement, Sand und Wasser zu einem erdfeuchten Gemisch verarbeitet. Der daraus entstehende Schlackenbeton wird mit Radladern und Straßenwalzen eingebaut. Anschließend wird die Fläche mit Erde bedeckt und begrünt.
So wird aus einem Reststoff ein stabiler Bestandteil des Deponiekörpers.
Energie aus Abfall und Schutz des Grundwassers
Auch die Nutzung von Energie und die Sicherheit der Deponie waren wichtige Themen unserer Führung. Durch Deponiegasverstromung, Photovoltaik und Nahwärme werden hier jährlich rund 2.200 Tonnen CO₂ eingespart.
Zudem sorgen umfangreiche technische Maßnahmen und regelmäßige Messungen für eine laufende Kontrolle des Grundwassers. Zwei parallele vertikale Dichtwände umgeben den Deponiekörper und tragen dazu bei, das Grundwasser zu schützen.
Beeindruckende Aussicht und spannende Fundstücke
Ein besonderes Highlight war der Aussichtspunkt „Urbs in Monte“, der sich mehr als 40 Meter über dem Gelände befindet. Von dort bot sich uns ein beeindruckender Blick über die Donaustadt. Der Aussichtspunkt dient außerdem als Veranstaltungsort.
Neben zahlreichen Fundstücken, die vor Ort ausgestellt sind, sorgten auch die Pinzgauer Ziegen für Begeisterung. Früher wurden sie als natürliche „Rasenmäher“ eingesetzt. Mittlerweile ist das Gelände für die bestehende Herde allerdings zu groß.
Im Museumsbereich konnten wir außerdem alte Müllwägen besichtigen und die Entwicklung der Abfallwirtschaft über viele Jahre hinweg nachvollziehen.
Unser Fazit: Trennen, wiederverwenden und Ressourcen schonen!
Die Exkursion hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen ist. Mülltrennung ist und bleibt ein entscheidender Beitrag zum Umweltschutz. Denn die Fläche auf unserer Erde ist begrenzt und unsere Ressourcen sind endlich. Gleichzeitig wird intensiv an neuen Möglichkeiten der Wiederverwertung geforscht.
Was wir heute schon wiederverwenden oder recyceln können, sollten wir nicht verschwenden. Jeder Beitrag zählt – im eigenen Haushalt ebenso wie bei der Gestaltung einer nachhaltigen Stadt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die interessante Führung und die wertvollen Einblicke! Die Arbeitsgruppe Umwelt der NEOS Donaustadt nimmt viele spannende Eindrücke und Anregungen für ihre weitere Arbeit mit.



