VILLA BEER - ein Haus, das Geschichten erzählt
Erfahrungsbericht von Klaus Weichselbaum
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Im Mai veranstaltete NEOS Hietzing für Mitglieder und Interessierte zwei Führungen durch die Villa Beer in der Wenzgasse. Das Architekturjuwel aus dem Jahr 1930 beeindruckte mit seinem behutsam renovierten Zustand, der Geschichte der Familie Beer sowie den Designs von Josef Frank. Heute dient die Villa als Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen.
Große Nachfrage nach Führungen durch die Villa Beer
Neos Hietzing veranstaltete am 13. Mai aufgrund des großen Andrangs gleich zwei Führungen durch die seit März diesen Jahres für das Publikum geöffnete VILLA BEER in der Wenzgasse. Diese sind meist für drei Monate im Voraus ausgebucht, was auf das enorme Interesse von Architekturliebhaberinnen schließen lässt.
Die Villa, Baujahr 1930, präsentiert sich in einem weitgehenden Originalzustand und verführt uns auf eine Zeitreise in die Zwischenkriegszeit, als wären die fast hundert Jahre seit der Errichtung nicht vergangen. Sie erzählt die Geschichte ihrer jüdischen Bewohner, der Familie Beer und des Architekten Josef Frank.
Architektur, Kultur und Begegnung
Das Haus ist zwar ein Museum, aber man kann in den Gästezimmern auch schlafen und im Haus und Garten Feste feiern. Weiters sind auch Konzerte geplant, der Bösendorfer Flügel aus 1910 steht bereit und es werden Tagungen mit dem Schwerpunkt Wiener Moderne stattfinden.
Dank modernen Mäzenatentums ist es gelungen einen Ort der Begegnung, der Reflexion und des Kunstgenusses zu schaffen. Die Schlichtheit der Wiener Moderne kontrastiert mit den bunten floralen Mustern von Svenskt Tann. Auch diese hat Josef Frank entworfen, allerdings erst als er bereits in Schweden in der Emigration war. Mehrere offene Kamine deuten auf eine Inspiration durch den englischen Landhausstil hin.
Wer mehr über die Geschichten des Hauses wissen will, bucht eine der hervorragenden Führungen in diesem Architekturjuwel und genießt damit Kulturgenuss vom Feinsten.













