Unsere Erfolge auf der Wieden
Ein Jahr nach der Wien-Wahl
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Mit fünf Bezirksrät:innen und als drittstärkste Kraft in der Bezirksvertretung haben wir im ersten Jahr zahlreiche Projekte angestoßen und konkrete Verbesserungen erreicht. Dabei zeigt sich, dass wir Anträge einbringen, die etwas bewegen. In den bisher fünf Bezirksvertretungssitzungen haben wir insgesamt 53 Anträge gestellt, davon wurden 30 einstimmig und weitere 17 mehrheitlich angenommen.
Mehr Platz für Radverkehr
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist eine moderne und sichere Verkehrspolitik. Die Radstraße Argentinierstraße ist dabei ein besonders sichtbares Beispiel, da sie heute ein wichtiger Bestandteil des Radwegenetzes auf der Wieden ist.
Auch rund um den Karlsplatz setzen wir uns für konkrete Verbesserungen ein. Unser Ziel ist, Rad- und Fußverkehr möglichst sinnvoll zu entflechten, anstatt mit pauschalen Verboten zu arbeiten. Ein wichtiger kleiner Schritt ist bereits umgesetzt: In der oberen Paniglgasse kann nun gegen die Einbahn geradelt werden. Damit gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, den Karlsplatz zu umfahren und den Bereich zu entlasten. Zudem wurde unser Antrag für besser sichtbare grüne Abbiegepfeile für Fahrradfahrer:innen an der Kreuzung Argentinier-/Gußhausstraße angenommen. Dort sollen diese für den Radverkehr besser sichtbar auf Augenhöhe angebracht werden. Hier warten wir noch auf die Umsetzung.
Ein Supergrätzl für die Wieden
Unsere langjährige Forderung nach einem verkehrsberuhigten Supergrätzl rund um die Schleifmühlgasse findet nun schrittweise Eingang in die Bezirksentwicklung. Mit der Neugestaltung der Mühlgasse wird ein erster konkreter Schritt gesetzt. Die geplante Verkehrsberuhigung der Mühlgasse geht aus unserer Sicht zwar noch nicht weit genug, ist angesichts der angespannten Budgetsituation aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Die Arbeiten starten im Herbst 2026. Geplant sind unter anderem 11 neue Bäume, rund 200 Quadratmeter zusätzliche Grünbeete und etwa 1.000 Quadratmeter weniger versiegelte Asphaltfläche. Ein verkehrsberuhigter Straßenabschnitt soll mehr Platz zum Spielen, Verweilen und für ein besseres Miteinander schaffen.
Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Menschen vor Ort eingebunden werden. Die Mühlgasse zeigt, dass Beteiligung und eine Aufwertung des öffentlichen Raums zusammengehören. Gleichzeitig werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass aus einzelnen Maßnahmen langfristig ein echtes Supergrätzl für die Wieden entsteht.
Dabei geht es uns nicht nur um weniger Verkehr, sondern um eine grundsätzliche Frage: Wem soll der öffentliche Raum gehören? Mit Initiativen wie „Die Wieden nimmt Platz“ setzen wir uns für mehr konsumfreie Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsmöglichkeiten ein. Mit unserem Antrag zum Konzept der „Low Traffic Grätzl“ wollen wir Wohngebiete vom unnötigen Durchzugsverkehr entlasten und gleichzeitig die Lebensqualität erhöhen.
Frauen stärken, Sichtbarkeit schaffen
Gleichstellung und Frauenrechte sind für uns auch auf Bezirksebene ein wichtiges Thema. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum sichtbarer werden, sich sicher fühlen und ihre Chancen zur politischen Mitgestaltung gestärkt werden.
Mit „Girls in Politics“ haben wir gemeinsam mit der SPÖ einen konkreten Schritt gesetzt: Der Antrag wurde im März 2026 einstimmig angenommen und soll Mädchen Einblicke in die kommunale Politik ermöglichen.
Auch beim Schutz vor Gewalt setzen wir klare Zeichen. Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben wir eine „Orange Bank gegen Gewalt an Frauen“ auf den Weg gebracht. Die alternative Umsetzung wurde im Dezember 2025 mehrheitlich beschlossen. Darüber hinaus haben wir uns gemeinsam mit anderen Fraktionen für einen sicheren und leistbaren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ausgesprochen.
Mit „Make Space for Girls“ wollen wir außerdem erreichen, dass die Bedürfnisse von Mädchen bei der Gestaltung öffentlicher Räume stärker berücksichtigt werden
Der Rubenspark wird neu gestaltet
Auch beim Rubenspark steht ab Herbst 2026 eine umfassende Erneuerung an. Wir NEOS haben uns dabei besonders für eine Beteiligung der Menschen vor Ort eingesetzt.
Dazu gehören auch die lokalen Gewerbebetriebe. So konnten etwa konstruktive Gespräche mit dem Restaurant Tancredi geführt werden, das eine Teilfläche des Parks gepachtet hat. Ziel ist eine Lösung, bei der die Neugestaltung des Parks und die Interessen des ansässigen Betriebs miteinander vereinbar sind.
Mehr Sicherheit am Resselpark und Karlsplatz
Auch kleinere Maßnahmen können im Alltag einen großen Unterschied machen. Auf Initiative von NEOS wird der Kleinkinderspielplatz im Resselpark besser beleuchtet. Gerade in den Wintermonaten soll die neue Beleuchtung das Sicherheitsgefühl erhöhen und Familien eine bessere Nutzung des Spielplatzes ermöglichen.
Am Karlsplatz arbeiten wir ebenfalls weiter an Verbesserungen. Gemeinsam mit Anrainer:innen, der Volksschule Karlsplatz und Elternvertreter:innen wurden verschiedene Ideen und Anträge entwickelt, um die Situation für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sicherer und übersichtlicher zu machen.
Eine Wieden für alle
Eine lebenswerte Wieden muss für alle Menschen funktionieren. Deshalb setzen wir uns auch für mehr Barrierefreiheit und Inklusion im öffentlichen Raum ein. Unser Antrag für barrierefreie und inklusive Spielplätze wurde im Juni 2026 einstimmig angenommen. Auch die Wiederherstellung von Bodenleitsystemen für blinde und sehbehinderte Menschen gehört für uns zu einer barrierefreien Wieden.
Verantwortung für das Bezirksbudget
Zu verantwortungsvoller Politik gehört für uns auch ein sorgfältiger Umgang mit dem Bezirksbudget. Deshalb haben wir uns für eine Reduktion des Medienbudgets der Bezirksvorstehung eingesetzt.
Auch wenn wir in der Bezirksvertretung konstruktiv mit der SPÖ zusammenarbeiten, scheuen wir uns nicht, klare Grenzen zu setzen, wenn es um die Verwendung von Steuergeld geht. Das Bezirksbudget soll dort eingesetzt werden, wo es den Menschen auf der Wieden tatsächlich zugutekommt.
Digitale Lösungen statt teurer Automaten
Pragmatische Lösungen stehen auch bei unserem Antrag zum WienMobil-Ticketshop im Mittelpunkt. Die Bezirksvertretung hat unseren Antrag im Dezember 2025 mehrheitlich angenommen.
Hintergrund waren die seit längerem diskutierten zusätzlichen Ticketautomaten am Südtiroler Platz, deren Umsetzung bisher ausblieb. Statt weiter auf zusätzliche und kostenintensive Automaten zu warten, wollen wir ein bereits vorhandenes digitales Angebot besser bewerben.
Erste sichtbare Maßnahmen gibt es seit Kurzem beispielsweise in der U-Bahn-Station Karlsplatz und am Hauptbahnhof. Dort wird das digitale Ticketangebot durch Plakate beworben und erreicht genau dort vor allem Gelegenheitsfahrgäste und Tourist:innen, die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.
Ob Radverkehr, Begrünung, Inklusion, Verkehrssicherheit, Bürgerbeteiligung, Digitalisierung oder verantwortungsvoller Umgang mit dem Bezirksbudget: Wir wollen die Wieden Schritt für Schritt besser machen. Viele unserer Projekte sind bereits umgesetzt, andere gerade in Umsetzung. Und einige Ideen wollen wir noch voranbringen.
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