Sicher zur Schule
Wir fragen die Donaustadt

Es ist kurz vor acht Uhr morgens vor einer Schule in der Donaustadt. Kinder kommen zu Fuß, mit dem Bus, dem Fahrrad oder werden mit dem Auto gebracht. Ein Auto hält nur schnell am Straßenrand, das nächste steht halb in der zweiten Spur. Dazwischen versuchen Kinder, die Straße zu überqueren. Eltern verabschieden sich, Busse fahren ein, Fahrräder und Autos kreuzen einander – und alle haben dasselbe Ziel: rechtzeitig und sicher in die Schule zu kommen.
Was für Erwachsene schon unübersichtlich sein kann, ist für Kinder eine besondere Herausforderung. Vor allem für jene, die ihren Schulweg bereits selbstständig zurücklegen.
Genau solche Situationen waren der Ausgangspunkt für unsere Kampagne „Schulweg der Zukunft“. Lange überlegen mussten wir bei NEOS Donaustadt das Thema nicht. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder Anträge zu „Kiss & Ride“-Zonen, Verkehrsproblemen vor Schulen sowie Geschwindigkeitsübertretungen im Umfeld von Schulen und Kindergärten eingebracht. Aus diesen vielen einzelnen Themen hat sich schließlich eine zentrale Frage herauskristallisiert: Wie können wir die Schulwege in der Donaustadt sicherer und alltagstauglicher machen?
Mit 72 Schulstandorten, davon 36 Volksschulen, ist die Donaustadt ein Bezirk mit besonders vielen Schulen. An Schultagen ist deshalb bereits am frühen Morgen einiges los: Die U1 und U2 sowie deren Stationen sind voll mit Kindern und Eltern, Busse bringen Schülerinnen und Schüler zu ihren Schulen und auf den Straßen herrscht reger Verkehr.
Besonders rund um die Schulen wird es oft unübersichtlich. Viele Eltern empfinden den Schulweg ihrer Kinder daher als unsicher und begleiten sie deshalb bis zur Schule. Genau hier setzt unsere Kampagne „Schulweg der Zukunft“ an.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Kampagne ist eine große Umfrage - denn Eltern und Schüler:innen wissen am besten, wo der Schuh drückt. Online können Eltern ihre Erfahrungen teilen und uns sagen, wo sie konkrete Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten sehen.
Dafür sind wir direkt auf den Schulwegen unterwegs, verteilen Flyer und führen Gespräche mit Eltern. Dabei hören wir viele unterschiedliche Meinungen, Erfahrungen und Anregungen. Wir bitten die Eltern immer auch darum, an der Umfrage teilzunehmen. Denn je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.
Wir wollen aus Erfahrungen belastbare Daten machen und daraus konkrete Forderungen und Verbesserungen ableiten. Sichere und gut organisierte Schulwege kommen dabei nicht nur den Kindern zugute. Wenn Kinder ihren Schulweg altersgerecht und sicher selbstständig bewältigen können, entlastet das auch die Eltern. Weniger Begleitfahrten und weniger morgendliche Organisation können Stress reduzieren und den täglichen Mental Load von Familien erleichtern.
Aus den Gesprächen vor Ort nehmen wir konkrete Hinweise mit. Manche davon können unmittelbar die Grundlage für politische Anträge bilden – beispielsweise fehlende oder schlecht sichtbare Bodenmarkierungen, Schutzwege oder andere Verbesserungen im Straßenraum.
Die große Zahl an Schulen und die Größe der Donaustadt machen es notwendig, die Umfrage über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Von September 2026 bis Ende Februar 2027 wollen wir möglichst viele Schulstandorte erreichen, mit Eltern ins Gespräch kommen und Erfahrungen sammeln.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen wissen, wo die größten Probleme auf den Schulwegen der Donaustadt liegen und welche Maßnahmen sich Eltern und Kinder wünschen. Auf dieser Grundlage wollen wir konkrete Verbesserungen für den Schulweg der Zukunft entwickeln.



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