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Verbindungsbahn: Der Baustart ist kein Schlusspunkt

Jetzt beginnt die entscheidende Phase 

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Der Baustart der Verbindungsbahn ist da – und mit ihm ein Projekt, das Hietzing über Jahre beschäftigt hat und den Bezirk weiter prägen wird. Für uns als NEOS Hietzing ist klar: Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist wichtig und richtig. Ebenso klar ist aber, dass mit dem ersten Bagger nicht das Ende, sondern die entscheidende Phase beginnt. Jetzt zeigt sich, ob die vielen Zusagen und gerichtlich vorgeschriebenen Auflagen auch eingehalten werden.

Seit Jahren sind wir kritischer und konstruktiver Begleiter dieses Vorhabens, und diese Rolle behalten wir auch jetzt bei.

Wie wir hierhergekommen sind

Dass die Verbindungsbahn heute in einer deutlich verbesserten Form vorliegt, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von jahrelanger, hartnäckiger Arbeit – von uns im Bezirk und vor allem von vielen engagierten Hietzingerinnen und Hietzingern. Die Bürgerinitiativen, allen voran „Verbindungsbahn-besser", aber auch „Für ein lebenswertes Unter St. Veit" und „Attraktivierung der Verbindungsbahn – Ohne Hochlage und Querungsverlust", haben mit enormem ehrenamtlichem Einsatz erreicht, dass Kritikpunkte ernst genommen und geprüft wurden. Diesen Einsatz erkennen wir ausdrücklich an. Er ist unabhängig von uns geleistet worden, und er verdient Respekt.

Wir selbst haben seit 2020 zahlreiche Anträge und Anfragen rund um die Verbindungsbahn eingebracht – von der Verkehrsführung über den Baumbestand bis zur Anbindung des Bezirks. Diese Kontrollarbeit setzen wir fort.

Worauf es jetzt ankommt

Bessere Anbindung Richtung Penzing: Unser Ziel bleibt eine bessere Anknüpfung der Verbindungsbahn in Richtung Penzing. Neben dem Radweg halten wir an der Forderung nach einer zusätzlichen Station zwischen Hietzinger Hauptstraße und Hütteldorf fest. Besonders wichtig ist dabei eine attraktive Umsteigerelation zur S45, um das öffentliche Verkehrsnetz im Westen Wiens enger zu verknüpfen. Langfristiges Ziel muss hier weiterhin der S-Bahn-Ring um Wien bleiben, für den wir uns seit vielen Jahren einsetzen.

Schutz der Anrainerinnen und Anrainer in der Bauphase: Mehrere Jahre Baustelle bedeuten Lärm, zusätzlichen Verkehr und Erschütterungen. Für Erschütterungen hat das Gericht eine klare Grenze von 2,5 mm/s festgelegt – wird sie erreicht, sind die Arbeiten zu stoppen und Kontrollmessungen durchzuführen. Genau auf die Einhaltung solcher Auflagen achten wir. Der Bescheid darf nicht einseitig zugunsten der ÖBB ausgelegt werden: Die Schutzauflagen wurden nicht ohne Grund erteilt, sie stehen den Anrainerinnen und Anrainern zu. Wer Belastungen wahrnimmt, sollte diese dokumentieren und melden – als Anlaufstelle steht die ÖBB-Ombudsstelle zur Verfügung, die bei Nachtarbeiten rund um die Uhr erreichbar ist. Denn nur was gemeldet wird, kann auch kontrolliert und abgestellt werden.

Bäume dort ersetzen, wo sie verloren gehen: Kritisch sehen wir die Vorgangsweise bei den Ersatzpflanzungen. Ersatzpflanzungen müssen dort erfolgen, wo der Verlust entsteht. Die derzeitige Strategie, Ersatzbäume der ÖBB überwiegend in Privatgärten zu setzen, ist aus unserer Sicht kein vollwertiger Ausgleich für den Verlust von Bäumen im öffentlichen Raum. Bäume, die nicht durch das Baumschutzgesetz geschützt sind, sind zudem kein dauerhaft gesicherter Ersatz. Wir fordern einen gemeinsamen Kraftakt von ÖBB, Stadt Wien und Bezirk für zusätzliche Ersatzpflanzungen im Straßenraum. Der vergangene Sommer hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Entsiegelung, Beschattung und Begrünung in der Stadt sind.

Unser Anspruch

Moderne Infrastruktur und hohe Lebensqualität sind für uns kein Widerspruch. Die Verbindungsbahn ist eine wichtige Investition in die Zukunft des öffentlichen Verkehrs – sie muss aber gleichzeitig die Interessen der Anrainerinnen und Anrainer und eine klimafitte Gestaltung des Umfelds bestmöglich berücksichtigen. Wir begrüßen den Baustart und setzen uns weiter mit Nachdruck für eine bessere Integration des Projekts in Hietzing ein.

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