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Von der Schule bis zum Gemeinderat: So stärkt Wien die Demokratie

Demokratie fällt nicht vom Himmel, man muss sie lernen. Bei unserer Arbeit in Wien geht es uns darum, dass bereits Kinder und Jugendliche diese Fähigkeiten auf den Weg mitbekommen.

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Rund 74 Prozent der Menschen weltweit leben in Autokratien. Das zeigt der aktuelle Bericht des V-Dem-Instituts. Diese Zahlen sind ernüchternd, aber es gibt auch Grund zur Hoffnung. Autokratisierung ist kein Ereignis, sie ist ein Prozess. Und Prozesse kann man stoppen.

Die aktuelle Demokratieforschung zeigt: Autoritäre Entwicklungen wurden in vielen Ländern wieder umgekehrt und oft sind die Demokratien danach stärker als vorher.
Thomas Weber

Demokratiesprecher NEOS Wien

Damit eine Demokratie hält, braucht es klare Voraussetzungen: Gerichte, die unabhängig entscheiden, und ein Parlament, das zügig handeln kann. Genauso wichtig sind freie Medien, Vereine und Menschen, die ihre Stimme nutzen.

Am Ende geht es aber vor allem um eines: Bürgerinnen und Bürger, die aufeinander achten und für einander einstehen.

Was das konkret für dich bedeutet:

  • Mit dem neuen Pflichtfach „Medien und Demokratie“, das von Bildungsminister Christoph Wiederkehr eingerichtet wurde, lernen Schülerinnen und Schüler, Falschnachrichten zu erkennen, Quellen zu prüfen und mit anderen Meinungen sachlich umzugehen.
  • Die Wiener Fachstelle Demokratie unterstützt Jugendliche außerhalb der Schule mit Workshops und Beratung.
  • Mit der ersten Wiener Demokratie-Strategie haben wir im Gemeinderat beschlossen, wie Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt noch besser mitentscheiden können.

Wenn Politiker vom „Schutz der Heimat“ sprechen, denken sie oft an Grenzen oder alte Traditionen. Aber zu unserer Heimat gehört noch etwas viel Wichtigeres: dass wir alle frei und friedlich zusammenleben können. Genau dafür sorgt die Demokratie.

Sie funktioniert wie ein Handwerk, das man regelmäßig ausüben muss: einander zuhören, sachlich streiten und am Ende gemeinsame Lösungen finden. Der Tag der Demokratie am 15. September erinnert uns daran – entscheidend ist aber, dass wir diese Werte an jedem einzelnen Tag im Jahr aktiv leben.

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