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Kühle Köpfe statt heiße Klassen

Passende Schutzmaßnahmen für hitzebelastete Schulen und Kindergärten

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Der vergangene Sommer hat ziemlich deutlich gezeigt, dass wir beim Hitzeschutz in unseren Schulen und Kindergärten handeln müssen. Der Sommer 2026 war der heißeste Sommer der Messgeschichte in Ottakring. Was draußen schon belastend genug ist, wird in einem aufgeheizten Klassenzimmer schnell zum echten Problem – besonders dann, wenn große Fensterflächen direkte Sonneneinstrahlung ermöglichen und schlecht sanierte Gebäude dafür sorgen, dass die Hitze über Stunden in den Räumen bleibt.

Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in Schulen und Kindergärten. Dort sollen sie lernen, spielen und sich konzentrieren können. Natürlich lässt sich nicht jedes ältere Schulgebäude von heute auf morgen klimafit machen. Aber die Voraussetzungen sind auch nicht überall gleich: An manchen Standorten kann eine bessere Beschattung viel bewirken, anderswo braucht es Möglichkeiten zum Nacht- und Querlüften, Begrünung oder bauliche Verbesserungen. Dort, wo keine dieser Maßnahmen ausreichen, müssen auch mobile Klimageräte oder fixe Klimaanlagen eine ernsthafte Option sein.

Auch auf Wiener Ebene ist das Thema angekommen. Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling hat angekündigt, beim Hitzeschutz an Wiener Schulen und Kindergärten stärker nachzubessern. Für uns ist klar: Diese Möglichkeiten müssen dort ankommen, wo die Belastung besonders groß ist.

Deshalb haben wir NEOS für die Sitzung der Ottakringer Bezirksvertretung im September einen eigenen Antrag zum Hitzeschutz an Schulen und Kindergärten eingebracht. Darin fordern wir, dass die zuständigen Stellen der Stadt Wien prüfen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen gegen die sommerliche Überhitzung an den städtischen Volksschulen, Mittelschulen und Kindergärten in Ottakring notwendig sind.

Dabei geht es uns ausdrücklich nicht um eine Lösung von der Stange. Zuerst soll die tatsächliche Situation an den einzelnen Standorten erhoben werden. Die Erfahrungen der Schul- und Kindergartenleitungen sowie nach Möglichkeit auch jene der Pädagog:innen und Elternvertretungen sollen dabei genauso berücksichtigt werden wie die baulichen Gegebenheiten – von der Beschattung über die Fensterausrichtung und Sonneneinstrahlung bis zu Isolierung und Lüftungsmöglichkeiten.

Dann muss für jeden Standort die passende Lösung gefunden werden. Wo fehlen Außenjalousien oder andere wirksame Beschattungen? Wo lässt sich die nächtliche Auskühlung verbessern? Wo können Begrünungsmaßnahmen helfen? Wo sind bauliche Veränderungen notwendig? Und wo braucht es tatsächlich eine technische Kühlung?

Es geht also nicht darum, reflexartig in jedes Klassenzimmer eine Klimaanlage zu hängen. Wenn Beschattung und Lüftung ausreichen, um auch an heißen Tagen vernünftige Raumtemperaturen zu erreichen, umso besser. Wenn sie nicht reichen, sollten wir uns aber auch nicht aus Prinzip gegen Klimageräte oder fixe Klimaanlagen sperren.

Zu einer seriösen Planung gehört außerdem, die Kosten und die Umsetzung von Anfang an mitzudenken. Deshalb fordern wir in unserem Antrag, dass für die empfohlenen Maßnahmen nach Möglichkeit auch die geschätzten Investitions- und Betriebskosten sowie ein Zeitplan vorgelegt werden.

Bettina Emmerling hat den Hitzeschutz an Wiener Bildungseinrichtungen auf die Agenda gesetzt. Mit unserem Antrag wollen wir dafür sorgen, dass nun auch in Ottakring genau hingeschaut wird: Welche Standorte sind besonders betroffen, was brauchen sie konkret und welche Maßnahmen können rasch umgesetzt werden?

Der nächste heiße Sommer kommt. Deshalb sollten wir die kühleren Monate dafür nutzen, die besonders belasteten Standorte zu identifizieren und notwendige Maßnahmen vorzubereiten. Denn Hitzeschutz in Schulen und Kindergärten ist längst keine Frage des Komforts mehr. Kinder und Pädagog:innen brauchen auch während längerer Hitzeperioden Räume, in denen Lernen und Arbeiten vernünftig möglich sind.

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