UNSER BEZIRKSPROGRAMM
AM ALSERGRUND
Der Alsergrund ist ein kleiner Innenbezirk mit einer Fläche von 3 km² und mit rund 42.000 Einwohner:innen ein lebendiger Bezirk. Geprägt von historischen Gebäuden und moderner Infrastruktur verbindet der Alsergrund Tradition mit Innovation.
Mit 46 % der rund 51.000 Beschäftigten im Gesundheits- und Bildungsbereich spielt der Bezirk eine zentrale Rolle für die Wissenschafts- und Gesundheitsstadt Wien.
Dennoch stehen wir vor Herausforderungen wie einer drückend hohen Schuldenlast, dem Bedarf nach besserer Transparenz und Mitbestimmung, begrenzten Grünflächen, hoher Verkehrsbelastung und Wirtschaftsfeindlichkeit, die durch Leerstand von Geschäftslokalen immer sichtbarer wird.
NEOS Alsergrund setzt sich daher ein für
• einen zukunfts- und enkelfitten Alsergrund
• mehr Transparenz und Mitbestimmung
• einen Bezirk für gutes Leben und Arbeiten
In den letzten 10 Jahren haben wir NEOS Alsergrund bereits einiges umgesetzt, um den Alsergrund für die Menschen, die im Bezirk leben und arbeiten, noch lebenswerter zu machen.
Der Alsergrund ist ein hochverschuldeter Bezirk. Die Schulden verhindern, dass für wichtige Projekte Mittel verfügbar sind. Als konstruktive Oppositionspartei haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, die Verschwendung von Steuergeldern zu verhindern. Wir haben Kriterien für die Vergabe von Förderungen eingeführt und ein Bewusstsein für Kosten geschaffen.
Mit dem Livestream der Bezirksvertretungssitzungen haben wir als erster Bezirk Wiens mehr Transparenz in die Bezirkspolitik gebracht. Ein weiterer bedeutender Teil unserer Transparenzforderungen wird 2025 umgesetzt.
Wir verstehen uns als Kontrollpartei, die Kritik übt, wo es notwendig ist, und gleichzeitig den Menschen im Bezirk eine Stimme gibt. Unser Ziel ist ein respektvolles Miteinander, das Polarisierungen und Partikularinteressen überwindet. In den letzten fünf Jahren haben wir zudem einen Inklusionsschirm aufgespannt, um den Alsergrund für alle Menschen noch lebenswerter zu machen.
Wir setzen uns gleichermaßen für sinnvolle und nachhaltige Verkehrslösungen wie auch für größere Projekte ein, bei denen wir den Dialog mit den Menschen suchen. Statt über sie hinweg zu entscheiden, hören wir ihnen zu. Nur so können wir unseren Anspruch, Mitsprache und Mitbestimmung aktiv zu fördern, gerecht werden.
Unser Ziel ist es, dass sich am Alsergrund die Angehörigen aller Gruppen wohlfühlen und der Bezirk ihren Bedürfnissen gerecht wird. Mitbestimmung und Partizipation sind für uns ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit, denn nur gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen.
Gemeinsam den Alsergrund aufwerten
Expert:innen im Grätzl: Unsere Aufgabe ist nicht, den Alsergrund für die Bürger:innen zu gestalten, sondern mit ihnen. Denn wer weiß besser, was das Grätzl oder der Bezirk braucht als die Menschen, die hier wohnen und tagtäglich vor Ort unterwegs sind. Die Kommunikation mit den Menschen im Bezirk, die von Maßnahmen betroffen sind, muss sich klar verbessern, und die Anwohner:innen dürfen nicht als Störfaktor betrachtet werden.
Aus diesem Grund haben wir die Menschen auch gleich in den Programmprozess mit eingebunden und uns gemeinsam überlegt, welche Schwerpunkte uns die nächsten fünf Jahre überwiegend beschäftigen werden.
Die Gestaltung rund um die U-Bahnstation Frankhplatz bis hin zur Votivkirche ist den Menschen derzeit ein großes Anliegen. Hier müssen unterschiedlichste Aspekte wie die Aufenthaltsqualität, die Versorgungssicherheit und der Verkehr berücksichtigt werden.
Durch den Bau der U5-Station Arne-Karlsson-Park bietet sich eine Jahrhundert-Gelegenheit, die viel befahrene Nussdorfer Straße aufzuwerten und umzugestalten. Vor allem der „Gürtelumgehungsverkehr“ (= Schleichroute durch den Bezirk, der für 50 % des Verkehrs verantwortlich ist) erhöht die Wichtigkeit des Projekts. Die immer weiter voranschreitende Planung ohne eine Beteiligung der Bürger:innen erhöht die Dringlichkeit.
Unser Ziel ist, in der kommenden Legislaturperiode die Bürger:innen intensiver einzubinden. Die zukunftsweisenden Projekte dürfen nicht einseitig bestimmt, sondern müssen gemeinsam gestaltet werden.
Unsere Vision
Wir spazieren vom Arne-Karlsson-Park, einer Grünoase mit Spielplätzen und Hundezone, die für unterschiedlichste Altersgruppen Platz im Grünen bietet, die Nussdorfer Straße entlang in Richtung Markthalle.
Die verbreiterten Gehsteige, hellen Bodenflächen, die Radwege und der reduzierte Autoverkehr machen es angenehm, sich in den Schanigärten niederzulassen. Allgemein hat die Einkaufsstraße dadurch an Aufenthaltsqualität gewonnen. Smarte Sitzgelegenheiten (mit Hotspot und Lademöglichkeit) und Begrünungen laden ein, sich im Freien aufzuhalten.
Durch unsere Unterstützung für Start-ups hat sich auch wirtschaftlich einiges getan. Neue Geschäfte haben Einzug gehalten, Schulkinder bestaunen auf ihrem Heimweg die Auslagen.
Wir gehen weiter, überqueren den neuen und gerne genutzten, baulich getrennten Radweg und freuen uns, wie sich der Bezirk in den letzten Jahren entwickelt hat.
Viele unserer Projekte konnten wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen. Der Umgehungsverkehr vom Gürtel konnte gestoppt werden. Durch kluge Einbahnführungen der Hauptstraßen, die nach Beendigung der Baustelle beibehalten wurden, ist mehr Platz für die Menschen und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität erreicht worden.
Genau diese Stimmung und dieses Gefühl wünschen wir uns für den Alsergrund im Jahr 2030. Das schaffen wir aber nicht allein, sondern nur mit der Unterstützung und dem Engagement der Menschen aus dem Bezirk. Deswegen nutzen wir die Chance und machen den Alsergrund zu einem noch lebenswerteren und schöneren Bezirk, als er es ohnehin schon ist.
Der Weg zur Vision
G'scheiter Alsergrund
- Verstärkte Vernetzung der Alsergrunder Unternehmen mit Schulen im Rahmen der berufspraktischen Tage.
- Anfrage- und Antragsrechte sowie Rederecht in der Bezirksvertretungssitzung für das Jugendparlament.
Innovativer Alsergrund (Wirtschaft, Digitalisierung)
- Potenzial der leerstehenden Geschäftslokale muss genutzt werden
- Jährliche Straßenfeste stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl im Grätzl
- Digitalisierung ermöglicht Kommunikation mit Anrainer:innen in Echtzeit
Lebenswerter Alsergrund (Mobilität und Stadtentwicklung)
- Donaukanal als sicheres Naherholungsgebiet
- Ein besseres subjektives Gefühl der Sicherheit damit Angsträume gar nicht entstehen.
- Maßnahmenbündel für den Franz-Josefs-Bahnhof (Sicherheit, Aufenthaltsqualität)
- Schüler:innen brauchen einen sicheren Schulweg
- Neue Einteilung des öffentlichen Raums für verschiedene Benutzer:innen
- Gesamtkonzept für die innovative Möblierung des öffentlichen Raumes
- Geteilte Nutzung von öffentlichen Garagenplätzen mit modernen „Smart-Parking-Tools“
- Optimierung der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen
- Konzepte für smarte Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern sparen Energie.
- Helle Bodenflächen statt schwarzer Asphalt-Wüste für ein kühleres Mikroklima.
- Die Entsiegelung von Böden und die insektenfreundliche Bepflanzung von Freiflächen
- Zeitgemäße Spielplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten
Zusammenleben am Alsergrund (Integration, Kultur, Werte)
- Gmeinschaftliche Projekte zur Förderung des sozialen Zusammenhalts aller
- Starkes Zeichen für Akzeptanz setzen und Bewusstsein für Vielfalt im Bezirk stärken
- Ausarbeitung der Kriterien zur Kulturförderung im Bezirk
Demokratischer Alsergrund (Transparenz, Sicherheit)
- Wahl der/des Bezirksvorsteher:in durch demokratische Mehrheit in der BV
- Abschaffung der Stellvertretung des/der Bezirksvorsteher:in
- Bürger:innenanfragen durch Ticket-System administrieren
- Nutzung sämtlicher moderner Werkzeuge des digitalen öffentlichen Raums
- Anfragen deren Beantwortung, Anträge, etc. online und barrierefrei veröffentlichen
- Transparentes Förderwesen mit klaren Kriterien öffentlich einsehbar machen
- Kluger Umgang mit Steuergeldern, um die Schulden einzudämmen
- Aktives Baustellen-Management im öffentlichen Raum
- Regeln für ein friedliches des Zusammenlebens, an die sich alle halten müssen
Gesunder Alsergrund
- Ausbau des Angebots an Primärversorgungszentren im Bezirk.
- Ausbau der Kinder- und Jugendpsychologie
- Gesundheitsfokus „Zu Fuß gehen“
Sportlicher Alsergrund
- Öffentlichen, kostengünstigen Winterspielplatzes sowie Indoorsporthalle
- Öffnung großer Sportanlagen der öffentlichen Hand
- Aufwertung der Parks durch öffentliche Sportgeräte, Schachspiele, etc.
- Förderung niederschwelliger In- und Outdoor-Sportprogramme für alle
