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Raus aus der Schublade, rein ins Grätzl!

Rüdigergasse bekommt ein Upgrade

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© BV 5

Mehr Bäume, mehr Platz und weniger Durchzugsverkehr: Die Wünsche für die Rüdigergasse liegen seit Jahren auf dem Tisch. Jetzt wird endlich gebaut! Wir NEOS Margareten haben gemeinsam mit Grünen und Links/KPÖ den Weg dafür freigemacht.

Die Menschen haben ihre Ideen eingebracht. Die Politik ließ sie warten

2018 wurde die Neugestaltung der Rüdigergasse mit einem Allparteienantrag auf den Weg gebracht. Im anschließenden Beteiligungsverfahren konnten die Bewohner:innen ihre Vorstellungen einbringen. 2020 wurden die Ergebnisse präsentiert: mehr Grün und Abkühlung, mehr Platz zum Gehen und mehr Möglichkeiten, sich im Grätzl zu treffen.

Wer mit Kinderwagen unterwegs ist oder einen Rollstuhl nutzt, kennt das Problem: Die Gehsteige sind eng, der Platz ist knapp. Dazu fehlt es an Bäumen und Schatten. Die Beteiligung war eine Chance, diese Probleme gemeinsam anzupacken.

2021 lag unter der damaligen SPÖ-Bezirksvorsteherin ein Entwurfsplan vor. Doch die Umsetzung blieb aus. Die Ideen landeten in der Schublade, während die Menschen weiter auf Verbesserungen warteten.

Das jahrelange Warten hat auch einen Preis. In Beteiligung und Planung waren bereits Zeit, Arbeit und öffentliche Mittel investiert worden. Trotzdem blieben die Ergebnisse jahrelang liegen, und die Planung musste später aktualisiert werden.

Für uns ist klar: Wer Bürger:innen nach ihrer Meinung fragt und dafür Steuergeld ausgibt, muss danach auch etwas weiterbringen. Gute Ideen in der Schublade verschwinden zu lassen, verspielt Vertrauen und ist kein sorgsamer Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Wir haben gemeinsam Bewegung hineingebracht

Deshalb haben wir NEOS Margareten gemeinsam mit den Grünen im September 2025 den Antrag „Rüdigergasse Neu – Sicher, grüner, zukunftsfit“ eingebracht. Unser Ziel: die Neugestaltung voranbringen und den öffentlichen Raum fairer verteilen. Mehr Platz für Menschen, sichere Wege und Begrünung gegen die Sommerhitze.

Unter der neuen Bezirksvorstehung wurden die bisherigen Planungen wieder aufgegriffen und aktualisiert. Am 4. Mai 2026 folgte die Vorstellung der Entwürfe im Amtshaus. Die Anrainer konnten Fragen stellen und Rückmeldungen geben, die laut Stadt Wien in die finalen Pläne eingearbeitet wurden.

Im Juni haben wir gemeinsam mit Grünen und Links/KPÖ die Finanzierung mehrheitlich beschlossen. Das zeigt: Wenn wir uns bei konkreten Verbesserungen einig sind, können wir über Parteigrenzen hinweg etwas für Margareten weiterbringen.

Mehr Lebensqualität braucht Platz

Ja, durch die Umgestaltung fallen Parkplätze weg. Das beschäftigt Menschen im Grätzl und gehört offen angesprochen. Auch die Kritik der Anrainer:innen und der SPÖ ist Teil der Diskussion.

Unsere Haltung ist klar: In einer schmalen Gasse lässt sich zusätzlicher Platz für Bäume, breitere Gehwege und Bankerl nur schaffen, wenn wir die vorhandene Fläche anders verteilen. Wir wollen, dass Kinder sicher unterwegs sein können, Menschen mit Rollator besser vorankommen und Nachbar:innen einen Platz zum Zusammensitzen finden. Deshalb haben wir die Umgestaltung unterstützt.

Jetzt wird aus Beteiligung endlich Umsetzung

Am 6. Oktober 2026 erfolgte der Spatenstich. Die Rüdigergasse wird zur Wohnstraße: mit neun neuen Bäumen, elf Hochstammsträuchern, acht Sitzgelegenheiten und zwei Trinkhydranten. Die Gehwege werden breiter und auf ein Niveau mit der Fahrbahn gebracht. Bis Frühjahr 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Damit wird aus jahrelangen Wünschen endlich eine Veränderung, die im Alltag ankommt.

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