Für sichere Wege in der Leopoldstadt
Zweite Nachtbegehung in der Leopoldstadt

Praterstern und Donaukanal im Fokus
Am 25. Februar luden NEOS Leopoldstadt zur zweiten Nachtbegehung ein. Nach der ersten Begehung im November, entlang der Prater Hauptallee und der Venediger Au, stand diesmal das Sicherheitsempfinden rund um den Praterstern und den Donaukanal im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Frage, wie sich Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum bewegen – und was es braucht, damit sie sich sicherer und selbstbestimmter fühlen können.
Rund 15 engagierte Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter begleiteten unsere Bezirksrätinnen Elisabeth Petracs und Helena Gabriel auf der etwa eineinhalbstündigen Begehung. Gemeinsam wurden drei konkrete Straßen und Plätze identifiziert, an denen Verbesserungsbedarf besteht, um das subjektive Sicherheitsgefühl – insbesondere von Frauen und Mädchen – nachhaltig zu stärken.
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Angstfrei und selbstbestimmt im öffentlichen Raum
Gerade Frauen nehmen den öffentlichen Raum vor allem abends und nachts oft anders wahr: schlechte Beleuchtung, unübersichtliche Unterführungen oder dunkle Zugänge können dazu führen, dass sie bestimmte Plätze meiden, Umwege auf sich nehmen oder ganz auf abendliche Wege verzichten. Ziel der Nachtbegehung war es daher, einmal mehr genau diese Perspektiven sichtbar zu machen und konkrete Verbesserungen anzustoßen - damit sich alle in der Leopoldstadt zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlen und frei bewegen können.
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Praterstern, Franzensbrückstraße und Henriette-Fahrbach-Promenade mit Verbesserungspotential
Bei der nächsten Bezirksvertretungssitzung werden NEOS Leopoldstadt daher Anträge zu folgenden Orten einbringen:
- Unterführung vom Praterstern zur Praterallee: Hier wurde die Beleuchtungssituation vor allem beim Ausgang Praterallee als unzureichend empfunden. Verbesserte Beleuchtungsmaßnahmen sowie eine gestalterische Aufwertung könnten dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und das Gefühl von Unsicherheit zu reduzieren.

- Franzensbrückenstraße: Es wurde festgestellt, dass die bestehende Beleuchtung stark auf die Fahrbahn ausgerichtet ist. Um das Sicherheitsgefühl von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zu verbessern, sollen künftig auch der Gehweg sowie der Radweg besser ausgeleuchtet werden.
- Henriette-Fahrbach-Promenade: Auch entlang der Henriette-Fahrbach-Promenade wurde Handlungsbedarf gesehen. Durch zusätzliche Beleuchtung – insbesondere im Bereich des Auf- und Abgangs zum Donaukanal – soll man sich hier auch in den Abendstunden sicherer bewegen können.
Sicherheit nicht nur eine Frage von Statistiken
Im Anschluss an die Begehung fand im Café Engländer ein Austausch über die identifizierten Problemstellen und mögliche erste Lösungsschritte statt. Die Diskussion zeigte deutlich, wie wichtig es ist, das subjektive Sicherheitsempfinden ernst zu nehmen – denn Sicherheit ist nicht nur eine Frage von Statistiken, sondern vor allem eine Frage des persönlichen Erlebens.
Die zweite Nachtbegehung hat erneut gezeigt: Wer Sicherheit stärken will, muss zuhören, hinschauen und konsequent handeln – damit sich Frauen im öffentlichen Raum nicht einschränken müssen, sondern ihn selbstverständlich und angstfrei nutzen können.



