Pfandringe und Pfandregale im 7. Bezirk
gemeinsame Initiative mit Grüne & ÖVP Neubau

In der Bezirksvertretungssitzung im September haben wir den Antrag gestellt, ein Pilotprojekt für Pfandringe bzw. Pfandregale an ausgewählten öffentlichen Abfallbehältern im 7. Bezirk zu prüfen. Ziel ist es, stark frequentierte Orte im Neubau mit einfachen, sichtbaren Abstellmöglichkeiten für Pfandflaschen und -dosen auszustatten.
Warum ist das wichtig?
Seit 1. Jänner 2025 gilt in Österreich ein bundesweites Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen. Erste Auswertungen zeigen: Es wird gut angenommen, aber kleine Flaschen und Dosen, die unterwegs konsumiert werden, landen weiterhin häufig auf der Straße oder im Restmüll.
Genau hier setzen Pfandringe und Pfandregale an: Sie bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, Pfandgebinde getrennt vom Restmüll abzustellen, sodass andere sie einfach und gefahrlos mitnehmen und einlösen können. Damit wird verhindert, dass Menschen aus finanzieller Not in Mistkübeln wühlen müssen, was nicht nur entwürdigend ist, sondern auch Verletzungsrisiken und hygienische Gefahren birgt.

Was sieht unser Antrag vor?
Konkret soll von der Stadt Wien im Rahmen des Pilotprojekts geprüft werden:
- Geeignete Standorte an stark frequentierten Orten
- Konkrete Plätze gemeinsam mit der Bezirksvertretung
- Klare Kennzeichnung und begleitende Bewusstseinsarbeit, damit man auf einen Blick erkennt, was wo hingehört
- Evaluierung nach der Pilotphase zu Akzeptanz, Nutzung und Wirkung auf Recyclingverhalten und Sauberkeit
Pfandringe ermöglichen das separate Abstellen einzelner Gebinde. Pfandregale bieten darüber hinaus Platz, um mehrere Flaschen und Dosen geordnet abzulegen, was sich etwa im Museumsquartier bereits bewährt hat
Welche Vorteile bringt das?
- Mehr Recycling: Pfandgebinde werden gezielt gesammelt, statt im Restmüll zu landen
- Mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum
- Mehr soziale Fairness: Menschen, die Pfand sammeln, können das sicher und ohne entwürdigende Situationen tun
- Mehr Evidenz für Wien: Ein Pilotprojekt schafft verlässliche Daten für mögliche nächste Schritte
Erfahrungen aus Linz, Graz und Innsbruck zeigen, dass solche Systeme funktionieren. Ergänzend kann geprüft werden, ob Pfandspendeboxen in Kooperation mit sozialen Organisationen möglich sind.
Mit unserem parteiübergreifenden Antrag verbinden wir als NEOS Neubau höhere Recyclingquoten mit sozialer Verantwortung und schaffen neue Möglichkeiten für eine saubere, lebenswerte Stadt.



