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Regenbogensteg soll Bezirke verbinden

Aus einer Idee wird Realität

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Manchmal dauern politische Vorhaben länger, als man es sich wünscht. Umso schöner ist es, wenn man nach Jahren der Überzeugungsarbeit, Diskussionen und Anläufen schließlich sagen kann: Es hat geklappt.

Sowohl in der Bezirksvertretung Margareten, als auch in Mariahilf wurde nun mehrheitlich beschlossen, die offizielle Benennung des Stegs über das Wiental als „Regenbogensteg“ prüfen und umsetzen zu lassen. Für uns ist das ein ganz besonderer Moment, denn dieses Anliegen begleitet uns bereits seit vielen Jahren.

Bereits 2018 haben wir erstmals vorgeschlagen, den Steg zwischen Margareten und Mariahilf nach dem Regenbogen zu benennen. Es folgten weitere Anträge, Diskussionen und unterschiedliche Vorschläge. Nicht immer waren die politischen Mehrheiten vorhanden, nicht immer waren sich alle Beteiligten über den besten Weg einig. Trotzdem war uns immer klar: Dieser Ort eignet sich wie kaum ein anderer für ein sichtbares Zeichen der Vielfalt.

Der Steg verbindet nicht nur zwei Bezirke, sondern auch zwei Stadtteile, die seit Jahrzehnten eng mit der Geschichte und Gegenwart der Wiener LGBTIQ-Community verbunden sind. Zahlreiche Initiativen, Beratungsstellen, Treffpunkte und kulturelle Einrichtungen haben hier ihren Platz gefunden und prägen das queere Leben unserer Stadt bis heute.

Der Name „Regenbogensteg“ ist dabei bewusst gewählt. Er würdigt keine einzelne Person und grenzt niemanden aus. Er steht für Offenheit, Respekt, Gleichberechtigung und Vielfalt – Werte, die unsere Stadt und unsere Bezirke auszeichnen. Gerade deshalb erschien mir diese Lösung immer als ein pragmatischer und bezirksübergreifend tragfähiger Weg.

Der Regenbogensteg soll aber nicht nur ein Symbol sein. Sichtbarkeit schafft Aufmerksamkeit und Orientierung – gerade für junge Menschen, die noch auf der Suche nach ihrem Platz sind oder sich mit Fragen zu ihrer Identität beschäftigen. Ein sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum kann dazu beitragen, zu vermitteln: Du bist nicht allein. In Margareten, Mariahilf und ganz Wien gibt es zahlreiche Beratungsstellen, Community-Angebote und Vereine, die Unterstützung, Austausch und ein offenes Ohr bieten. Der Regenbogensteg soll daher auch ein niederschwelliges Zeichen der Ermutigung sein – für alle, die sehen sollen, dass Vielfalt in unserer Stadt willkommen ist und gelebt wird.

Dass dieser Vorschlag nun eine Mehrheit gefunden hat, freut mich sehr. Es zeigt, dass Beharrlichkeit in der Politik manchmal doch belohnt wird und dass gute Ideen Zeit brauchen dürfen.

Ein besonderer Anlass zur Freude wäre es, wenn die offizielle Einweihung tatsächlich im Pride-Monat 2027 mit einem großen Fest stattfinden kann. Nach vielen Jahren der Diskussionen und Anläufe wäre das ein würdiger Rahmen, um dieses Projekt gemeinsam zu feiern. Der Regenbogensteg wäre dann nicht nur ein neuer Name auf dem Stadtplan, sondern auch ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt im öffentlichen Raum.

Wir sind stolz, dass wir diesen Schritt nun gemeinsam setzen können, und danken allen, die das Vorhaben über die Jahre unterstützt haben.

Nach acht Jahren ist aus einer Idee endlich Realität geworden. Und das fühlt sich richtig gut an.

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