Auszeit-WG gestartet: Wie Wien neue Wege in der Jugendbetreuung geht
Neues Projekt für strafunmündige Jugendliche läuft sehr gut an.

Ein Projekt wie die Auszeit-WG verfolgt zwei klare Ziele: Die Wienerinnen und Wiener vor Jugendkriminalität zu schützen und gefährdeten Kindern einen echten Ausweg aus der Gewaltspirale zu zeigen. Mit einer engen pädagogischen und psychologischen Begleitung unterstützen wir die Jugendlichen dabei, wieder auf einen guten Weg zurückzufinden.
Gestartet hat die neue Auszeit-WG ihren Betrieb vor rund einer Woche. Das erste 13-jährige Kind ist bereits eingezogen, schon bald wird ein zweites folgen. Damit schaffen wir in Wien und ganz Österreich erstmals die Möglichkeit, strafunmündige Jugendliche sicher unterzubringen und sie gleichzeitig intensiv durch ein multiprofessionelles Team zu betreuen.
Ein Aufenthalt kann bis zu zwölf Wochen dauern, gedacht ist die Maßnahme für Kinder, die wiederholt schwere Taten begangen haben.
Handeln in Wien – Handlungsbedarf im Bund
Projekte wie die Auszeit-WG oder die Orientierungshilfe, die NEOS-Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling ins Leben gerufen hat, zeigen: Wien packt die Herausforderungen rund um strafunmündige Jugendliche aktiv an.
Damit das aber dauerhaft und im ganzen Land gelingt, braucht es dringend Unterstützung aus der Bundespolitik mit klaren, bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen, um solche Einrichtungen österreichweit rasch und unkompliziert umzusetzen. Dass die entsprechende Arbeitsgruppe im Justizministerium seit über einem Jahr auf der Stelle tritt, ist schwer nachvollziehbar. Die Wiener Bevölkerung erwartet hier zu Recht konkrete Taten statt langer Beratungen.
Im Bild: Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling, Jugendsprecher Lukas Burian
Den Kindern sollen Perspektiven eines Auswegs ihrer bisherigen kriminellen Laufbahn aufgezeigt werden.Bettina Emmerling
Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin



