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Low Traffic Grätzl für Volksschulen

Weniger Durchzugsverkehr, sichere Schulwege und mehr Aufenthaltsqualität rund um zwei Ottakringer Volksschulen

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Ottakring ist dicht bebaut und der Platz im öffentlichen Raum begrenzt. Gerade rund um Schulen treffen dabei viele unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander: Kinder sind zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs, Eltern bringen und holen ihre Kinder ab, Anrainer:innen wollen gut zu ihren Wohnungen kommen – und gleichzeitig wird der Straßenraum auch vom Durchzugsverkehr genutzt.

Genau deshalb soll nun geprüft werden, ob sich der Bereich rund um die Volksschulen Herbststraße und Brüßlgasse für ein Low Traffic Grätzl eignet.

Weniger Durchzugsverkehr, mehr Platz im Grätzl

Gemeinsam haben NEOS, SPÖ und Grüne in der Ottakringer Bezirksvertretung einen Antrag eingebracht, mit dem die zuständigen Stellen der Stadt Wien den Bereich genauer untersuchen sollen.

Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem das Gebiet entlang der Herbststraße zwischen Kreitnergasse und Possingergasse. Die Frage ist: Mit welchen vergleichsweise einfachen Maßnahmen lässt sich unnötiger Durchzugsverkehr reduzieren und gleichzeitig der öffentliche Raum rund um die beiden Schulen verbessern?

Geprüft werden sollen unter anderem:

  • Modal- oder Diagonalfilter an geeigneten Kreuzungen
  • neue Verkehrsführungen zur Reduktion des Durchzugsverkehrs
  • mobile Begrünung, zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten
  • gestalterische und künstlerische Elemente im öffentlichen Raum sowie Verbesserungen für Fußgänger:innen
  • Radfahrer:innen und die Schulwegsicherheit

Erst ausprobieren, dann weiterentwickeln

Die Idee eines Low Traffic Grätzls setzt nicht zwingend auf einen großen Umbau von heute auf morgen. Stattdessen können unterschiedliche Maßnahmen zunächst getestet und anschließend anhand der Erfahrungen vor Ort angepasst werden.

Dieser Ansatz wird häufig unter dem Begriff Tactical Urbanism zusammengefasst: Veränderungen werden rasch sichtbar gemacht, ihre Wirkung kann im Alltag beobachtet werden und die Gestaltung lässt sich weiterentwickeln.

Gerade in dicht bebauten Teilen Ottakrings kann dieser flexible Zugang interessant sein. Denn der öffentliche Raum muss heute vieles gleichzeitig leisten: sichere Wege ermöglichen, Platz für Begegnung schaffen, Begrünung und Kühlung unterstützen und gleichzeitig notwendige Zufahrten und Wege gewährleisten.

Schulwege besonders im Blick

Eine besondere Rolle spielt dabei die Situation rund um die Volksschulen Herbststraße und Brüßlgasse.

Viele Kinder bewegen sich täglich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Grätzl. Rund um Schulen stellt sich deshalb besonders die Frage, wie Straßen übersichtlicher und Wege sicherer gestaltet werden können.

Ein Low Traffic Grätzl könnte hier verschiedene Maßnahmen miteinander verbinden: weniger Durchzugsverkehr, bessere Bedingungen für Fuß- und Radverkehr sowie neue Möglichkeiten für Begrünung und Aufenthalt.

Gemeinsam mit dem Grätzl planen

Ob und in welcher Form ein Low Traffic Grätzl in diesem Bereich tatsächlich umgesetzt werden kann, soll nun zunächst fachlich geprüft werden.

Ein wesentlicher Punkt des Antrags ist dabei auch die Einbindung der Menschen vor Ort. So kann aus der Prüfung ein Konzept entstehen, das die unterschiedlichen Anforderungen im Viertel zusammenbringt.

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