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Neuausrichtung der Wohnungsvergabe: Ein faires und treffsicheres System für Wien

In Wien geht das neue System der Wohnungsvergabe an den Start. Ziel der Reform ist eine transparente und gerechte Orientierung an den tatsächlichen Lebensumständen der Wienerinnen und Wiener.

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Mit der Zusammenführung von Gemeindewohnungen und geförderten Wohnungen über ein einziges Wiener Wohn-Ticket sowie der Einführung eines flexiblen Bonuspunktesystems wird der Zugang zu sozialem Wohnraum gründlich überarbeitet. Bislang entschieden oft starre Kategorien darüber, wer Zugang zu einer geförderten Wohnung erhielt. Das neue Bonuspunktesystem betrachtet die Gesamtsituation der Wohnungssuchenden. Wer vor spezifischen Herausforderungen steht oder sich besonderen Herausforderungen gegenübersieht, erhält entsprechende Bonuspunkte und rückt in der Vergabe nach vorne.

Mit dem neuen Bonuspunktesystem berücksichtigen wir unterschiedliche Lebenssituationen – etwa auch jene von Alleinerziehenden – und machen die Wohnungsvergabe transparenter, fairer und treffsicherer. 
Selma Arapović

NEOS Wien Klubobfrau und Wohnbausprecherin 

Das System setzt gezielte Schwerpunkte für unterschiedliche Lebenslagen:

  • Besondere Lebensumstände und Schutzbedarfe: Betroffenheit von häuslicher Gewalt (100 Punkte), drohender Wohnungsverlust oder Alleinerziehende (bis zu 80 Punkte) fließen gewichtig ein.
  • Gesundheit und Pflege: Mobilitätseinschränkungen und die Pflege Angehöriger im eigenen Haushalt werden mit bis zu 100 Punkten berücksichtigt.
  • Bildung und Ausbildung: Erstmals wird auch der Einsatz für die eigene Aus- und Weiterbildung positiv angerechnet (20 Punkte). Wer in die eigene Zukunft investiert, erhält so verbesserte Chancen auf dem Wohnungsmarkt.
  • Kontinuität und Zusammenhalt: Der bewährte Wien-Bonus für langjährige Einwohnerinnen und Einwohner (bis zu 45 Punkte) sowie die Anrechnung langer Wartezeiten bleiben ebenso feste Bestandteile.
Dass die Kategorie ‚Aus- und Weiterbildung‘ bei den Registrierungen gleich Spitzenwerte erzielt, freut mich besonders. Denn wer sich weiterbildet, soll auch bei der Wohnungssuche faire Chancen haben.
Selma Arapović

NEOS Wien Klubobfrau und Wohnbausprecherin 

Erste Bilanzen bestätigen die Ausrichtung

Die Reaktionen seit dem Start der Registrierungen zeigen eine hohe Inanspruchnahme der neuen Strukturen:

  • Über 38.500 Haushalte haben bereits ein Konto angelegt.
  • Mehr als 32.500 Anträge wurden eingereicht.
  • Rund 13.500 Wiener Wohn-Tickets wurden bereits ausgestellt.
  • Die Wohnberatung Wien führte bisher über 12.500 Beratungsgespräche, um Suchende individuell durch das Verfahren zu begleiten.

In der bisherigen Auswertung erweisen sich neben dem etablierten Wien-Bonus und den Kriterien Überbelag sowie Jungwienerinnen und Jungwiener auch die neuen Kategorien als wirksam: Sowohl die Aus- und Weiterbildung als auch die Unterstützung für Alleinerziehende werden von den Antragstellerinnen und Antragstellern stark genutzt.

Weiterentwicklung auf Basis von Fakten
Verwaltung und Politik begleiten die Einführung des neuen Vergabesystems mit einer fortlaufenden Evaluierung. Anpassungsbedarfe werden datenbasiert geprüft, um das Angebot kontinuierlich an den realen Bedarf anzupassen.

Informationen zum Wiener Wohn-Ticket, zu den Kriterien des Bonuspunktesystems sowie Beratungsangebote stehen online unter www.wohnberatung-wien.at zur Verfügung.

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